Kriminalität in Südafrika: Ist Südafrika sicher oder gefährlich?

In Reiseführern wird immer von der extremen Kriminalität in Südafrika gewarnt. Das Land soll eine der höchsten Mordraten auf der Welt haben und äußerst gefährlich sein, die Einheimischen verbarrikadieren sich in ihren Wohnanlagen und Touristen sind immer wieder Opfer von Raubüberfällen.

Ist das also die Realität in Südafrika und Kapstadt oder sind es nur Vorurteile?

Kriminalität Südafrika

Kriminalität in Südafrika passiert hauptsächlich in den Townships

Ohne Zweifel ist Südafrika in dieser Hinsicht nicht mit Deutschland vergleichbar. Die Sicherheitslage ist aber auch nicht so dramatisch, wie es in den Medien immer dargestellt wird. Man muss sich nur einmal vergegenwärtigen, dass Südafrika das Land der Extreme ist, Dritte Welt Land, aber auch moderner Industriestaat. Das Wohlstandsgefälle ist enorm. Millionen Menschen hausen in den Townships, den südafrikanischen Slums, am Rande der Stadt. Diese Menschen müssen überleben, ohne eine Arbeit zu haben oder Geld vom Staat zu bekommen. Der Großteil der Morde geschieht in eben diesen Armenvierteln der Schwarzen bzw. Coloureds. Die Armut hier ist so erdrückend, die Perspektiven sind gleich null und die Not so groß, dass selbst Nachbarn für einige Rand ermordet werden. Verfolgt man die südafrikanischen Tageszeitungen, verfestigen sich diese Eindrücke. Jeden Tag wird über Morde in den Townships berichtet, sei es in Kapstadt, Johannesburg oder Durban. So hart es aber klingt, in den allerseltensten Fällen sind davon Touristen betroffen.

Dann gibt es die Mittel- und Oberschicht, welche einen ähnlichen Lebensstandard wie wir in Deutschland haben. Es gibt Stadtteile, die von der Infrastruktur und den Wohnhäusern keinen Vergleich mit europäischen Vierteln zu scheuen brauchen. Gleichzeitig können diese Stadtteile direkt an Townships grenzen, getrennt nur von einer Bahnlinie oder Autobahn. Diese Bevölkerungsgruppe schützt sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln vor der ausufernden Kriminalität, die in den Townships vorherrscht. Es ist üblich, dass Häuser und Wohnungen einbruchsichere Gitter vor den Fenstern und Türen haben und ein hoher Elektrozaun oder Stacheldraht die Grundstücke absichert. Die meisten Komplexe werden zudem von privaten Sicherheitsdiensten überwacht.

Auch wenn Touristen von diesen gesellschaftlichen Spannungen nur am Rande mitbekommen, so sind die Absperrungen an den Häusern, die Glassplitter auf den Mauern, die Kameras und die Vielzahl an privaten Sicherheitsleuten für uns Europäer zunächst einmal gewöhnungsbedürftig und vielleicht auch etwas einschüchternd. Vor allem aufgrund dieser Maßnahmen konnte die Kriminalität in den meisten Stadtteilen Kapstadts jedoch stark zurück gedrängt werden. In dem meisten Gebieten der City Bowl und am Atlantic Sea Board kann man sich wieder sicher bewegen. Vor allem die Waterfront und andere touristische Gebiete können als sicheres Pflaster bezeichnet werden. Es gibt natürlich noch einige Ecken, die besonderer Vorsicht bedürfen (mehr dazu weiter unten). Generell kann man aber sagen, dass Touristen nur in seltenen Fällen Opfer der Kriminalität werden. Und wenn, dann ist das in der Regel auf Diebstahl-Delikte zurückzuführen. Es passiert leider immer mal wieder, dass Urlauber beklaut, überfallen oder ausgeraubt werden. In vielen Fällen ging diesen Straftaten aber ein fehlerhaftes Verhalten der Touristen voraus, sei es der Aufenthalt in einer als nicht sicher eingestuften Gebiet oder das extreme zur Schau stellen von Wertsachen. Demzufolge sollten sich Touristen entsprechend verhalten und teuren Schmuck oder die Rolex-Uhr möglichst zu Hause lassen und unsichere Gebiete vor allem nach Einbruch der Dunkelheit meiden. Falls es tatsächlich einmal zu einem Überfall kommen sollte, dann ist es ratsam, seine Sachen ohne Diskussionen herauszurücken.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die negativen Assoziationen mit Südafrika und Kapstadt eine Kombination sind aus Übertreibung, Unwissenheit, medial geprägter Meinung, einzelnen kriminellen Vorfällen aus der jüngeren Vergangenheit sowie aktuellen gewalttätigen Ereignissen in bestimmten Stadtteilen und Gebieten, die als Brennpunkte betrachtet werden können.

Wie sicher bzw. gefährlich ist es in Kapstadt?

Kapstadt als touristische Metropole kann als sicher eingestuft werden. In den letzten Jahren wurde von der Stadtverwaltung viel Geld in die Verbesserung der Sicherheitslage investiert, so dass die Sicherheitslage in Kapstadt im Vergleich zu den großen Teilen Südafrikas weit weniger dramatisch aussieht. Zwar gibt es auch dort eine hohe Kriminalitätsrate, die nicht verschwiegen werden kann. Die lokalen Zeitungen berichten täglich über die Vorkommnisse der letzten Nacht. Der Großteil dieser Gewalttaten findet jedoch in den Townships weit außerhalb der Innenstadt statt, mit denen ein normaler Tourist oder Student normalerweise nicht in Berührung kommt. In den als sicher geltenden Stadtteilen wie Sea Point oder Green Point sollte die Sicherheitslage zwar nicht unterschätzt werden, da es auch hier zu Taschendiebstahl oder bei unvorsichtigem Verhalten zu Raub kommt. Ein Kapstadt-Besucher sollte sich ähnlich wie in jeder Großstadt verhalten: Aufmerksam sein und kein leichtsinniges Verhalten an den Tag legen.

Geringe Kriminalität in den Stadtteilen am Meer

Viele Touristen beziehen Hotels im Stadtteil Sea Point. Zusammen mit dem benachbarten Green Point, Clifton und Camps Bay wird diese Region als Atlantic Seaboard bezeichnet. All diese Stadteile sind sehr tourismusorientiert. Die Stadtverwaltung hat in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen, um die in der Vergangenheit relativ hohe Zahl an Gewalttaten zu reduzieren.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Saubere Strassen, Polizei und Sicherheitspersonal privater Firmen, Kameraüberwachung an den wichtigsten Kreuzungen und Plätzen sowie eine Vielzahl von Fußgängern vermitteln das Gefühl von Sicherheit. Man kann sich tagsüber ohne Bedenken in den genannten Gebieten bewegen, lediglich von den teilweise aufdringlichen Bettlern sollte man sich fernhalten.

Sogar das Joggen am frühen Morgen an der Strandpromenade ist bedenkenlos möglich. Grundsätzlich sollten trotzdem nur die unbedingt notwendigen Wertsachen mitgeführt werden (z.B. Kleingeld für Essen oder den Mini-Bus), sodass im unwahrscheinlichen Fall eines Überfalls der Verlust gering ist. Selbst Frauen können sich tagsüber alleine frei bewegen. Nach Einbruch der Dunkelheit sollte sich die Mobilität im Freien jedoch auf die Hauptstrassen beschränken.

Sicherheit im Kapstädter Stadtzentrum

Etwas vorsichtiger sollte man in der Innenstadt (City Bowl) sein, dort gibt es Straßen, welche man nach Einbruch der Dunkelheit nur in der Gruppe passieren sollte. Inbesondere das Bahnhofsgebiet und das Central Business Disctrict (CBD) sollten nach Einbruch der Dunkelheit gemieden werden. Es gibt dort wenige Wohnungen und nach Büroschluss sind die Straßen teilweise wie verwaist. Wenn möglich sollte man sich nur auf den Hauptstraßen aufhalten.

Von Seiten der Stadt Kapstadts wurden verschiedene Maßnahmen initiiert, um die immer noch zu hohe Kriminalität in der Innenstadt einzudämmen. Vor allem die Amüsierstraßen, wo sich das Nachtleben abspielt, erleben in den letzten Jahren eine immensen Aufschwung und man kann sich hier sicher bewegen. Dazu zählen zum Beispiel Kloof Street, Long Street, Loop Street und Bree Street, wo sich immer mehr Bars, Gallerien, Restaurants und Clubs ansiedeln. Vor allem auf der Long Street sollte man abends oder nachts im Gedränge jedoch gut auf seine Wertsachen aufpassen. Es gibt leider viele Taschendiebe, die auf der Long Street ihr Unwesen treiben. Zudem trifft man immer wieder auf Drogen-Dealer, die man am besten einfach ignorieren sollte. Zudem sollte man es tunlichst vermeiden, den Straßenkids Geld zu geben. Das hilft ihnen kein Stück weiter, da das Geld in der Regel von anderen eingetreiben wird, und verschlimmert das Problem mit der Bettelei nur, da es die Kids auf der Straße hält.

Ist es sicher, mit dem Auto durch Kapstadt zu fahren?

Wer plant, mit dem Mietauto Kapstadt zu erkunden, braucht sich keine Gedanken zu machen und man kann bedenkenlos – auch nach Einbruch der Dunkelheit – mit dem Auto durch Kapstadt fahren. Ein oft gehörter Tipp ist es, nachts einfach über rote Ampeln zu fahren. Das ist im Stadtgebiet absolut nicht nötig. Wenn man sich in einsameren Gebieten nachts an einer Ampel unwohl fühlt, kann man das sicherlich mal tun, die sogenannten Smash & Grab Überfälle finden jedoch hauptsächlich in Johannesburg und Umgebung statt. Aufpassen sollte man jedoch z.B. nachts entlang der Autobahnen, da hier immer wieder Menschen über die Straße rennen.

Fazit zum Thema Sicherheit in Kapstadt

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Gewalt in den Regionen von Kapstadt, wo sich Touristen aufhalten, vergleichbar mit der in einer europäischen Großstadt ist. Vorsicht ist überall geboten – egal ob in Köln oder Kapstadt.

Die Schauergeschichten zum Thema Gewalt & Kriminalität werden zum Teil von denen erzählt, die noch nie in Kapstadt gewesen sind.

Südafrika Reiseangebot

Thema: Jugendkriminalität

Jeder Urlauber, der vor Freunden und Bekannten seine Pläne über einen bevorstehenden Südafrikaurlaub bekannt gibt, wird sofort mit dem Thema Kriminalität und Gewalt in Südafrika konfrontiert. Das Südafrika riesige Probleme mit der Sicherheit hat, ist ohne Zweifel korrekt. Es muß an dieser Stelle jedoch bemerkt werden, dass die Gewaltvorkommnisse unterschiedlich stark in den Regionen vorkommen. Mit Abstand am gefährlichsten sind die so genannten Townships am Rande der Städte. Hier leben Hunderttausende oder sogar Millionen Menschen auf engsten Traum unter unwürdigen Bedingungen. Kriminalität ist allgegenwärtig. Betroffene sind fast immer nur Einheimische.

Mord und Totschlag ist leider ein tägliches Ereignis in den vielen Townships und Armenvierteln von Kapstadt. Verfolgt man die Tageszeitung, dann bekommt man ein Bild vom anderen Kapstadt. Alkohol, Tik (eine Droge) und keinerlei Perspektive stumpfen die Leute ab. Obwohl viele Bewohner kaum etwa besitzen, erfolgen hier ständig Einbrüche. Für einige Euro werden sogar Morde in Kauf genommen. Die Polizei ist in vielen Gebieten der Townships überhaupt nicht mehr präsent. An einem durchschnittlichen Wochenende werden hier mehrere Personen ermordet. Die Aufklärungsquote geht gegen Null. Kriminalität ist für viele Bewohner, vor allem junge Menschen, die einzige Aussicht, einige Cent zu verdienen.

Jugendkriminalität in den Townships von Kapstadt

Letzte Woche wurde in den südafrikanischen Zeitungen in einem kleinen Artikel über einen Vorfall im Township Khayelitsha berichtet. Über 50 Jugendliche hatten sich zusammengerottet und mit Messern, Knüppeln und Pangas viele Anwohner attackiert. Andere Anwohner bewaffneten sich mit Feuerwaffen und drängten die Jugendlichen mit Schüssen zurück. Dieser eigentlich „unbedeutende“ Vorfall zeigt exemplarisch die trostlose Situation vieler Jugendlicher.

In den einzelnen Gebieten der Kapstädter Townships gibt es eine Vielzahl von Gangs, die Kinder und Jugendliche rekrutieren. Ein Grund ist der Fakt, dass in den meisten Fällen Jugendliche unter 18 Jahren vor Gericht nicht bestraft werden. Diese Gangs begeben sich dann auf Beutezug, bevorzugt in der näheren Umgebung. Ein Großteil der Bewohner der ärmlichen Hütten berichtet, dass trotz weniger Wertgegenstände im Haus ihre Häuser schon mehrmals aufgebrochen wurden.

In den Zeitungen liest man oft, dass Personen für einige Euros oder das Handy getötet wurden, wenn sie den Einbrechern in die Quere kamen. Diese Geld wird dann vorrangig für Tik ausgegeben, eine Droge der Armen, die eine Flucht aus dem trostlosen Alltag für einige Stunden ermöglicht.

Gegenmaßnahmen der Wohlhabenden vor der Kriminalität

Die Anwohner der wohlhabenden Stadtteile verbarrikadieren sich immer stärker vor den Beutezügen der Banden, die ihren Aktionsradius ständig erweitern. Stacheldraht auf den Gartenzmauern, ein zweites Stahltor am Eingang und ein privater Sicherheitsdienst sind üblich. Europäische Besucher fühlen sich in einigen Stadtteilen von Kapstadt bereits unwohl, wenn sie die ganzen Vorsichtsmaßnahmen erzählt bekommen. Die Auswahl des richtigen Stadtviertels ist entscheidend, damit man seine Bewegungsfreiheit nicht zu sehr einschränken muss. Es sollte jedem bewusst sein, dass in Südafrika das größte Wohlstandsgefälle der Welt vorherrscht. Mittelstandssiedlungen und Townships sind oft nur durch eine Straße oder Bahndamm voneinander getrennt.

Zukunftsperspektiven der jungen Generation

Die Entwicklung der Krminalität ist sehr gefährlich für das Land Südafrika. Es wächst eine weitere Generation von perspektivlosen jungen Menschen heran, deren Erwerbsmöglichkeiten sich auf Diebstahl, Raub, Handel mit illegalen Sachen und dem Bezug von Kindergeld beschränken. Ein Sozialsystem nach deutschem Muster gibt es nicht. Arbeitslosengeld, Sozialhilfe oder eine auskömmliche Rente sind völlig unbekannt in Südafrika. Besonders bedrückend ist der Fakt, dass eigene Kinder die einzige geringe, aber verlässliche staatliche Einkommensquelle ist. Die Kinderanzahl je Frau ist in den ärmsten Townships am höchsten.

Das gescheiterte südafrikanische Schulsystem

Das südafrikanische Bildungsministerium hat Zahlen veröffentlicht, die diese Eindrücke bestätigen. Es herrscht eine neunjährige Schulpflicht im Lande vor. Die South Africana Democratic Teachers’ Union berichtete, dass von den Schulanfängern des Jahrganges 1998 nur etwa 40 Prozent ihren Abschluss erreichten. In den vergangenen Jahren scheiterte im Schnitt knapp die Hälfte der Schüler am Schulsystem. Die Regierungspartei ANC hat eine ihrer wesentlichen Zusagen nicht erfüllt, nämlich die Gleichstellung der Lebensbedingungen aller Bevölkerungsgruppen zu erreichen. Fast alle Schulabbrecher sind farbige oder schwarze Südafrikaner. Bei einer Arbeitslosenquote von offiziell 25 Prozent und inoffiziell knapp der Hälfte der Bevölkerung sind die Zukunftsoptionen der jungen Leute bescheiden.

Endergebnis: ein Tsotsi

Und hier schlägt dann die Stunde der Gangs, die diesen perspektivlosen Heranwachsenden Einiges versprechen. Vor einigen Jahren lief ein international erfolgreicher Film über einen jugendlichen farbigen Kriminellen, der in einem Township am Rande einer südafrikanischen Großstadt lebt und sein Leben mit Raub und Diebstahl bestreitet. Solch eine Person wird Tsotsi genannt und davon gibt es in Südafrika Hunderttausende.

Maßnahmen von Seiten der Regierung gegen die Kriminalität

In den letzten Jahren hat die Regierung massiv in die Polizei investiert. Jetzt erhalten die Beamten wenigstens ein Gehalt, mit dem ein annähernd akzeptables Leben finanzierbar ist. Vor einigen Jahren bezogen die südafrikanischen Polizisten solch ein lausiges Geld, das deren Motivation gegen den Nullpunkt lief. Obwohl die Polizisten immer noch nicht einen adäquaten Lohn bekommen, geht hier die Entwicklung in die richtige Richtung.

Da die Polizei definitiv nicht Herr der Gewalt werden kann, beauftragen die Kommunen bzw. einzelne Stadtteile ihre eigenen Sicherheitsdienste. In den besseren Stadtteilen patrouillieren diese privaten Sheriffs durch die Straßen. Noch besser ist es, wenn diese Initiativen von den ansässigen Geschäftsleuten ausgehen. Diese haben ein Interesse, dass in ihrer unmittelbaren Umgebung keine Bettler mehr herumlungern und Passanten nicht mehr beklaut werden. Durch diese Initiativen sind die Kapstädter Stadtteile am Atlantiv Seaboard wie Sea Point und Green Point und das Stadtzentrum von Johannesburg wieder ziemlich sicher geworden. Diverse Zonen wurden zu solchen „city improvement districts (CIDs)“ erklärt.

Besonderheiten in Kapstadt

Im Dezember 2011 wurde eine Spezialeinheit („Gang unit“) gegründet, die sich alleine der Bandenkriminalität widmet. Aufgaben sind u.a. Datensammlung einzelner Gangmitglieder, Zusammenführung dieser Daten mit allen Ordnungsbehörden, Beobachtung einzelner Gangs, Verhaftungen usw. Erste Erfolge zeigen sich hier in der Beschlagnahme von beträchtlichen Mengen der Droge Tik, von Waffen und der Verhaftung von Bandenmitgliedern. Zur Erhöhung der öffentlichen Sicherheit wurde eine spezielle Nahverkehrspolizeieinheit („ Public Transport Interchange Unit“) geschaffen, die die Busbahnhöfe in Bellville und auf dem Kapstädter Bahnhofsgelände überwacht.

Eine ungewöhnliche Einheit ist die Sozialwohnungspolizei („Social Housing Unit“), welche 2012 gegründet wurde. Deren Aufgabe liegen in der Überwachung der etwa 50.000 städtischen Mietwohnungen. Ein Hauptaugenmerk liegt auf der Kontrolle des friedlichen Nebeneinanders der einzelnen Mieter (antisoziales Verhalten) und der Prüfung der Mieter auf rechtmäßige Nutzung der Wohnungen (illegale Weitervermietung).

Im Juli 2012 wurden in allen Stadtteilen Nachbarschaftssicherheitsbeamte eingeführt („Neighbourhood safety officers“). Wie in Deutschland sollen sie erster Ansprechpartner der Anwohner bei sicherheitsrelevanten Aspekten sein. Vergangenen September wurden mit dem Schulbeamten („School resource officers“) ein neues Pilotprojekt für Südafrika gestartet. Er soll für die Sicherheitsbelange einer kompletten schulischen Einrichtung zuständig sein.

Weiterführende Artikel, die das Thema Gewalt und Kriminalität in Kapstadt und Südafrika behandeln:

Kriminalstatistik 2012 – alle Daten und Fakten über Mord, Raub und Vergewaltigungen

Wie ich überfallen wurde – ein persönlicher Bericht

2 Videos, die vom Umgang mit der Kriminalität handeln

Um tatsächlich zu verstehen, was vor Ort los ist, muß man mit den Einheimischen reden. Hier kommen 2 Südafrikaner zu Wort, ein Bewohner eines Armenviertels und ein typischer Südafrikaner, der unter der Gewalt leidet.

Ein Bewohner eines Kapstädter Townships berichtet darin, warum in seinem Township Nyanga die höchste Mordrate weit und breit ist.

Der Sprecher einer Bürgerinitiative klagt die Unfähigkeit der Regierung an, etwas gegen die grassierende Gewalt im eigenen Lande zu tun. Es werden diverse Zeitungsartikel über Verbrechen gezeigt und Betroffene kommen zu Wort.

(Bildquelle: Tim Notari, Flickr CC BY-SA 2.0)

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