Kap der guten Hoffnung – Ein Tagesausflug über die Kap-Halbinsel

Das Kap der guten Hoffnung auf der Kaphalbinsel südlich von Kapstadt zählt zu den magischsten Plätzen der Welt. Fast jeder Weltenbürger hat schon einmal von diesem sturmumtosten Kap an der Süd(west)spitze Afrikas gehört, wo zahllose Schiffe untergingen und sich das kalte Wasser des Atlantiks mit dem warmen Wasser des Indischen Ozeans vermischt. Touristen werden im Großteil des Jahres jedoch von einer ruhigen See empfangen, die einen kilometerweiten Blick Richtung Antarktis erlaubt.

Für den Besuch des Kap der guten Hoffnung einschließlich diverser Stops auf der Kaphalbinsel sollte man einen ganzen Tag einplanen. Die Entfernung beträgt zwar nur ca. 40 km, es gibt aber unterwegs viel zu sehen.

Im Sommer (Oktober-März) ist das Kap der guten Hoffnung von 6-18 Uhr geöffnet, im restlichen Jahr von 7-17 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene 303 Rand (etwa 18 Euro)

Inmitten des Cape Peninsula National Park am Kap der guten Hoffnung

Das berühmte Kap liegt inmitten eines knapp 8.000 Hektar großen Naturreservates, welches unter dem Namen Cape Peninsula National Park bekannt ist. Inmitten des Reservates lebt eine Vielzahl von Wildtieren, erwähnt werden sollen hier nur Paviane, Zebras, Strauße und verschiedene Antilopenarten. Wessen Interesse mehr auf der Fauna liegt, wird hier ebenfalls fündig: Über 1.100 Fynbospflanzen wachsen im Park, damit ist das Kap artenreicher als ganz Großbritannien.

Highlight ist Cape Point, ein etwa 250 m hohes Kliff mit einem Leuchtturm. Von dort hat man einen unvergeßlichen Ausblick auf die Weiten des Meeres. Am Cape Point fährt eine Seilbahn hinauf, um Wartezeiten zu vermeiden, sollte man in der Hochsaison aber das Ticket vorab online erwerben.

 

 

 

 

In etwa 1 Kilometer Entfernung von Cape Point liegt das Kap der guten Hoffnung, wo jeder Tourist das berühmte Erinnerungsfoto mit „CAPE OF GOOF HOPE“ schießen kann. Von Cape Point kann man zu Fuß zum Kap der guten Hoffnung laufen. An schönen Sommertagen wimmelt es dort jedoch von Hunderten Touristen, die diese Kapstädter Sehenswürdigkeit besuchen.

Mögliche Stopps beim Tagesausflug zum Kap der guten Hoffnung

Am besten reist man auf der Ostseite der Halbinsel entlang der False Bay Richtung Süden, und auf der Westseite zurück, dann hat man fast die ganze Zeit die Sonne. Im Schatten des Tafelberges kann es ganz schön kalt werden, insbesondere wenn auch noch ein starkes Lüftchen geht. Erster Halt der Tour kann in Muizenberg sein. Dort findet man einen sehr langen Strand vor. Ab hier besteht auf der Fahrt entlang der Küstenstraße zum Kap der guten Hoffnung jederzeit die Chance, im Meer Wale, Haie oder Delphine zu erblicken. 

Ab dann führt die Route entlang der Küste der False Bay und der Bahnlinie Richtung Simons Town. Die Straße schlängelt sich entlang der Ausläufer des Tafelbergmassivs durch kleine Orte wie Kalk Bay, Fish Hoek bis nach Simons Town. Unterwegs gibt es genügend Stops, um immer wieder die Aussicht zu genießen.

Simons Town versprüht noch alten englischen Charme, ein kleiner Spaziergang ist  nett. Hier findet sich das erste Highlight der Rundreise: Bouldrs Beach, der Ort der Pinguine. Es handelt sich hier um einen geschützten Strandabschnitt, wo Tausende Afrikanische Pinguine brüten. Echt drollig.

Nach Simons Town erstreckt sich dann die Natur der Kaphalbinsel, Siedlungen gibt es nicht mehr. In Millers Point trifft der Urlauber meistens die ersten Affenbanden, welche gern auf Tuchfühlung zu Touristen gehen.

Etwa einen Kilometer vor dem Cape Peninsula National Park liegt Smitswinkel Bay. Vom oberhalb gelegenem Aussichtspunkt ergeben sich atemberaubenden Ausblicke auf die False Bay. Manchmal sieht man auch Wale.

Auf der Rückfahrt stoppt man oberhalb des Strandes von Noordhoek für ein Foto, passiert dann den berühmten Chapmans Peak Drive und erreicht via Hout Bay den Stadtteil Camps Bay.

Cape Point mit Kap der guten Hoffnung (Foto: Bas-Leenders-CCBYSA20)

Besucher können zwischen Halbtages- und Ganztagesfahrten zum Kap der guten Hoffnung wählen. Wir empfehlen die Ganztagestour, um auch noch etwas Zeit für die schönsten Stops auf der Kaphalbinsel zu haben. 

Die Kurzversion: Halbtagestour zum Kap der guten Hoffnung

Bei diesem etwa 4,5-stündigen Ausflug fahren Sie via Camps Bay und Chapmans Peak Drive direkt zum Kap der guten Hoffnung. Hier haben Sie genügend Zeit, um den Leuchtturm am Cape Point zu bewundern und ein Foto vom berühmten Schild am Kap der guten Hoffnung zu schiessen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Bestseller: Cape Point & Pinguine – Tagestour für Entdecker

Bei dieser achtstündigen Tour in einer größeren Reisegruppe fahren Sie entlang der Küste der False Bay durch Muizenberg und Kalk Bay bis zu den Pinguinen von Boulders Beach. Hier besteht ausreichend Zeit, um die drolligen Tiere aus nächster Nähe zu beobachten. Am Kap der guten Hoffnung haben sie neben den reinen Fotostops genügend Zeit, um die phantastische Landschaft bei einer Wanderung hautnah zu erleben.

Wer eine Privattour bevorzugt, wird bei dem zweiten Angebot fündig.

 

 

 

 

 

 

Wie das Kap der guten Hoffnung zu seinem Namen kam

Der Ursprung des Namens Kap der guten Hoffnung kann nicht mit Hundert Prozent Wahrscheinlichkeit ermittelt werden. Es gibt jedoch einige Erklärungsversuche der Namensbildung, die wir hier gerne aufführen wollen:
Im Jahre 1488 umsegelte der portugiesische Seemann Bartolomeu Diaz auf dem Weg nach Indien dieses markante Kliff. Er geriet bei der Umrundung in einen der hier typischen heftigen Stürme, die im Laufe der Jahrhunderte Tausende Segelschiffe gegen die Klippen treiben lies und letztendlich zum Sinken brachte.

Diaz nannte angeblich diese Felsspitze „Cabo das Tormentas“, was treffenderweise mit „Kap der Stürme“ übersetzt werden kann. Andere Quellen meinen, dass Diaz bzw. der portugiesische Koenig bereits den Namen „Cabo de Boa Esperança“, also „Kap der guten Hoffnung“ verwendete.

Laut Wikipedia wurde im 19. Jahrhundert im deutschen Sprachgebiet jedoch noch der Name „Vorgebirge der guten Hoffnung“ genutzt, bevor sich dann auch hier der nun gebräuchliche Begriff des Kaps der guten Hoffnung durchsetzte.

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Das absolute Highlight: Hubschrauber-Rundflug über der Kap-Halbinsel

Von der Waterfront startend, fliegen Sie entlang der Küste über Camps Bay und Hout Bay zum Cape Point, um auf dem Rückweg dann auf der Ostseite der Kaphalbinsel vielleicht Wale oder Haie zu sichten.

 

 

Würdigung des Entdeckers des Kaps der guten Hoffnung

Der Seefahrer Bartolomeu Diaz wurde im Nachhinein mit der Benennung des „Diaz Point“, also der äußersten Punktes am Kap, geehrt.

Die Portugiesen hatten Anfang des 15. Jahrhunderts bereits die Westküste Afrikas erkundet, bevor der portugiesische König Diaz den Auftrag gab, einen Seeweg nach Indien zu finden. Im Süden des heutigen Namibias in der Lüderitzbucht (Diaz – Spitze) setzte Diaz den ersten Wappenpfeiler, der den Besitzanspruch für Portugal anzeigen sollte.

Nach der Umrundung des Kaps segelten die Entdecker entlang der Südküste bis ins heutige Mossel Bay, wo sie einen weiteren Wappenpfeiler setzten. Aufgrund Krankheit unter der Besatzung konnte Diaz nur bis an den die Mündung des Großen Fischflusses vordringen, bevor die Expedition umdrehte. Aufgrund des bereits nach Norden laufenden Küste war den Seefahrern aber zu diesem Zeitpunkt bereits bewusst, dass sie den Weg um den afrikanischen Kontinent gefunden hatten.

In Mossel Bay wurde zu Ehren des Seefahrers Bartolomeu Diaz ein maritimes Museum eröffnet, wo unter anderem ein originalgetreuer Nachbau seines Segelschiffes ausgestellt ist.

Der Entdecker des Kaps der guten Hoffnung reiste kurz danach mit einer neuen Expedition bis nach Indien.



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Straußenfarm in der Nähe des Kap der guten Hoffnung

Der Rückweg nach Kapstadt führt an der Cape Point Ostrich Farm vorbei. Wer keine Möglichkeit hat in der Kleinen Karoo um Oudtshoorn herum eine Straußenfarm zu besuchen, sollte hier einen Halt einlegen. Neben den obligatorischen Straußeneiern können hier auch Straußenleder und sonstiger Schnickschnack erworben werden. Auf dem Weg nach Kapstadt passiert man nun diverse flache Landschaften mit Fynbos-Vegetation, bevor es wieder in die Berge des Tafelbergmassivs hineingeht.

Chapmans Peak Drive

Letztes Highlight der Tour ist die Passage des Chapman Peak Drive. Während der Fahrt ergeben sich fantastische Aussichten auf die Hout Bay mit dem gleichnamigen Ort. Am besten legt man eine Rast auf einen der Aussichtspunkte ein.

Chapmans Peak Drive
Chapmans Peak Drive

In Hout Bay selbst gibt es eine kleine Waterfront. Ist es noch nicht zu spät, bietet sich eine Bootsfahrt zur Seal Island an. Falls doch, dann lädt einem eines der besten Seafood – Restaurants an der Waterfront auf einen leckeren Fisch ein. Dazu gibt es südafrikanischen Wein. Den Abend ausklingen kann man dann an der Strandpromenade in Camps Bay. Dort gibt es unzählige Bars und Cafes. Der Tag selbst ist anstrengend. Wenn man dann aber in seiner Unterkunft angekommen ist und noch mal den Tag an sich vorbeiziehen lässt, wird einem bewusst: Dies ist eine der schönsten Ecken der Welt und die heutige Tagestour war absolut jede Anstrengung wert.

Etwas Besonders: E-Bike-Tour zur Kap-Halbinsel

Auf dieser 7stündigen Tour erkunden Sie ebenfalls die Kaphalbinsel. Inmitten des Cape Peninsula National Park am Kap der guten Hoffnung fährt man dann jedoch etwa 20 Kilometer mit dem E-Bike und kann dabei hautnah auf Strauße, Bergzebras und Paviane stossen.

 

 

Die Sage vom fliegenden Holländer

Eine berühmte Sage spielt am sturmumtosten Kap – ein Segelschiff, welches aufgrund eines Fluches auf Ewigkeit die Weltmeere befährt und besonders häufig vor dem Kap der guten Hoffnung kreuzt.

Die schönsten Bilder unserer Leser vom Kap

Unsere Facebookleser haben hier ein Foto vom Kap gepostet – ca. 150 Kommentare

Auf Facebook haben wir unserer Leser gebeten, ihre schönsten Bilder vom Kap der guten Hoffnung hochzuladen. In der Gallerie seht ihr eine Auswahl:

Tip: Buchen Sie bequem Ihren Tagesausflug (entweder in der Gruppe oder individuell) über vorherige Links. Die Preise sind identisch mit den Buchungen vor Ort und die Tour kann bis 1 Tag vor Antritt kostenlos storniert werden.