De Hoop Naturreservat

De Hoop NationalparkEtwa 3 Fahrtstunden östlich von Kapstadt liegt das 360 Quadratkilometer große De Hoop Naturreservat. Ganz in der Nähe erstreckt sich der südlichste Punkt des afrikanischen Kontinents – Cape Agulhas. Aufgrund der beschwerlichen Anfahrtstrecke (50 km östlich von Bredasdorp) ist dieser Nationalpark auch heute noch ein ruhiges Reservat, in das sich nur nicht sehr viele Touristen verirren. Der Park wird von der Tourismusverwaltung als „Juwel des Western Cape“ beworben. Ist man erstmal vor Ort und erlebt die Natur, dann kann man dieses Motto bestätigen.

Naturparadies De Hoop Naturreservat

Touristen, die es dann bis zum Eingangstor geschafft haben, erwartet Einiges im De Hoop Naturreservat. Aufgrund der Artenvielfalt der hier lebenden Tiere und der seltenen Fynbos-Pflanzen, zählt das Reservat als Teil des Cape Floral Kingdom jetzt zum Unesco Weltnaturerbe. Über 250 verschiedene Vogelarten wurden in diesem Schutzgebiet gezählt, unter anderem des seltenen Kapgeier. An größeren Tieren können Besucher Cape Mountain Zebras, Baboons und verschiedene Antilopen erleben.

Eine Lagune im Westen des Nationalparks

Im Westen des Schutzgebietes schlängelt sich der Salt River dem Meer entgegen. Die letzten 14 Kilometer bildet er dabei eine riesige Lagune, in Afrikaans Vlei genannt. Diese Lagune bietet Tausenden Zugvögeln einen Rast- und Futterplatz.

Sanddünen am Horizont

Neben diesem Stückchen Natur können Touristen auch riesige weiße Sanddünen und Kalksteinhügel erblicken. Solch eine imposante Dünenkette würde man eigentlich nur in der Namibwüste in Namibia erwarten. Im Nordosten des Nationalparks liegt der 600 m hohe Potberg, wo die seltenen Kapgeier brüten.

Naturpark, Nationalpark

De Hoop Naturreservat – Fynbos

Wandern und Walbeobachtung

Eine Wanderung entlang des Küstenstrandes zählt zu den beliebtesten Aktivitäten der Besucher. Hierbei kann man immer wieder an den zahlreichen Felsenpools entlang der Küste rasten und natürlich auch baden. Zwischen Juli und November können vom Strand an manchen Tagen Dutzende Wale gesehen werden. Der Küstenstreifen zählt zu den besten Plätzen der Walbeobachtung. Im Gegensatz zu Hermanus kann man diese Giganten der Meere hier ohne Hunderte andere Touristen betrachten. Wegen des nährstoffreichen Wassers und der Ruhe in einem Schutzgebiet halten sich hier viele Wale bevorzugt auf.

Neben Strandwandern sind auch Wanderungen (geführt oder alleine) im Inneren des De Hoop Naturresevat beliebt. Der „De Hoop Klipspringer Trail“ bringt Wanderer auf einem 6 km langen Rundwanderweg bis in Sichtweite der Kapgeier. Auf dem 15 km langen „De Hoop Vlei Trail“ können Aktive dem Ufer der Lagune folgen.

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Das Highlight: 5 Tage auf dem Whale Trail

Die Gesamtstrecke dieses einmaligen Wandererlebnisses beläuft sich auf 55 Kilometer. Wie beim berühmten Otter Trail an der Garden Route ist die Anzahl der Wanderer begrenzt und eine zeitige Anmeldung vonnöten. Startpunkt ist der Potberg im Nordosten. Von dort führen 5 Tagesettappen entlang der Küste bis zur Lagune des Salt River. Wie der Name schon sagt, sind die Walbeobachtungen die Erlebnisse, die man als Wanderer hier nie vergisst. Übernachtet wird in Steinhütten, den typischen Häusern dieser Region.

Folgende Tagesetappen sind zu bewältigen:

Tag 1: Potberg to Cupidoskraal
14,7 km – moderate bis anstrengende Wanderung in der Bergregion im Nordosten von etwa 8 Stunden

Tag 2: Cupidoskraal to Noetsie
15 km – moderate Wanderung von etwa 8 Stunden
Vom Potberg geht es durch hügeliges Gelände bis zur Küste

Tag 3: Noetsie to Hamerkop
8.5 km – ein leichter Wandertag von etwa 6 Stunden
Entlang der Küste kann immer wieder eine Rast eingelegt werden

Tag 4: Hamerkop to Vaalkrans
10,5 km – moderate Wanderung von etwa 6 Stunden
Wieder immer am Strand entlang, nur etwas länger als wie am Vortag

Tag 5: Vaalkrans to Koppie Alleen
7 km – ein leichter Wandertag von etwa 3 Stunden
Es bleibt wieder genügend Zeit für individuelle Erkundungen, bevor man am Endpunkt ankommt.

Homepage des De Hoop Naturparks

(Bildquelle für beide Fotos: Axel Hecht, Flickr CC BY-ND 2.0)

 

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