Mietwagen – Wissen

Mietauto

Mietwagen Südafrika

Eine Mietwagenreise durch Südafrika – viele Leser träumen von solch einem Erlebnis. Beim Gedanken an eine Rundreise mit dem Mietwagen kommen aber sofort Fragen auf. Dieser Artikel versucht, die meisten Aspekte um das Thema Automiete zu beleuchten.

Kann man aus Sicherheitsgründen überhaupt eine Mietwagenreise in Südafrika durchführen?

Es ist bekannt, dass die Sicherheitslage in Südafrika nicht die Beste ist. Für Mietwagentouren gibt es neben den allgemeinen Hinweisen nur wenig Spezielles für diese Art des Reisens hinzuzufügen. Fahrten während der Dunkelheit sollten vermieden werden, da die Gefahr des Zusammenstosses mit Tieren und auf der Straße laufenden Menschen zu hoch ist. Es kann für einzelne Regionen besondere Handlungsempfehlungen geben, die man entweder bei der Verleihstation oder in der Unterkunft erfragen sollte. Während der Nacht sollte der Mietwagen an einem sicheren Ort (z.B. bewachter Parkplatz oder im umzäunten Grundstück der Unterkunft) geparkt werden. Übrigens haben die meisten Mietwagen eine automatische Schließfunktion, die die Zentralverriegelung unmittelbar nach Fahrtbeginn aktiviert.

Wo kann man die Mietwagen abholen?

Mietwagen sind in den großen Städten Südafrikas leicht erhältlich. In Kapstadt kann man beispielsweise als Abholort den Flughafen bzw. Entleihstationen in den meisten Stadtteilen auswählen. In praktisch allen Städten wie Johannesburg, Durban, George, Mbombela (früher: Nelspruit), Port Elizabeth, Pretoria und Stellenbosch befinden sich Mietwagenstationen verschiedener Anbieter. Gegen eine Extragebühr werden die Autos zu jedem gewünschten Ort (z.B. ins Hotel) vom Autovermieter gebracht. Sofern eine klassische Mietwagenrundreise absolviert wird, erfolgt die Rückgabe des Fahrzeugs an der Station, an welcher das Fahrzeug abgeholt wurde. Ist keine Rückkehr vorgesehen (z.B. bei einer Tour entlang der Gardenroute), gilt es im Vorfeld zu prüfen, ob der favorisierte Autovermieter auch am Zielort ansässig ist und das Fahrzeug dort abgegeben werden darf. Lokale Anbieter kommen dann häufig nicht in Frage, die großen und internationalen Anbieter warten mit einem ausreichenden Netz an Mietwagenstationen auf. Als Zusatzkosten fallen für Entfernungen bis 1.000 Kilometer zwischen Abhol- und Rückgabestation ca. 50 Euro an, für größere Entfernungen etwa 100 Euro. Möchte man beispielsweise in Windhoek starten und den Mietwagen dann in Kapstadt abgeben, kann man mit einer Extragebühr von etwa 200 Euro kalkulieren. Hier variieren die Zuschläge je nach Anbieter jedoch sehr stark. Eine Kreditkarte muß bei der Abholung vorgezeigt werden, worauf dann die Kaution gebucht wird.

Wo sollte man das Mietauto buchen?

In den allermeisten Fällen ist es besser, vorab in Deutschland zu buchen. Als Gründe zählen bessere Versicherungsbedingungen, eine größere Auswahl an Mietwagen, Gewährleistung der gewünschten Fahrzeugklasse insbesondere in der Hauptsaison, deutsches Vertragsrecht, deutsche Ansprechpartner und in vielen Fällen günstigere Konditionen. Evt. Versicherungsausschlüsse bei Fahrten in die südafrikanischen Nachbarländer (z.B. Botswana, Lesotho) bei Buchungen vor Ort in Südafrika sind ein Grund, nur von Deutschland aus zu buchen. Wenn jedoch die südafrikanische Währung relativ schwach im Vergleich zum Euro ist (etwa ab 1:13) und man mit der englischen Sprache und den südafrikanischen Mietbedingungen (die auch akzeptabel sind) kein Problem hat, dann ist die Vor – Ort – Buchung auch eine Möglichkeit.

Enthaltener / Notwendiger Versicherungsschutz

Generell empfiehlt es sich, ausschließlich auf die Kombination aus Haftpflicht- und Vollkaskoschutz zu setzen. Mit diesem Versicherungsschutz befindet man sich auf der sicheren Seite. Sollte das Fahrzeug beschädigt werden, trägt der Versicherer die Kosten. Je nach Anbieter gibt es verschiedene Höhen bei der Selbstbeteiligung. Je höher der Selbstbehalt gewählt wird, umso günstiger ist auch die Miete des Wagens. Bei Buchungen bei lokalen Anbietern ist in der Regel immer ein Selbstbehalt vorgesehen, wohingegen es bei Buchungen aus Deutschland Rundum – Sorglos – Pakete gibt.

Welchen Fahrzeugtyp sollte man wählen?

Der zweifelsohne größte Kostenfaktor ist der eigentliche Fahrzeugtyp mit der enthaltenen Kilometerleistung. Bei den großen Anbietern können Interessenten zwischen mehreren Arten von Fahrzeugen wählen. Zum einen warten die Autovermieter mit einer großen Auswahl an preiswerten Fahrzeugen auf, die vor allem von asiatischen Herstellern stammen. Insbesondere Modelle von Toyota, Nissan und Honda gelten als sehr verbreitet – wobei es sich hierbei allerdings nicht exakt um die Modelle handelt, die viele Leute aus Deutschland kennen. Zum anderen stehen Fahrzeuge der Mittel – und Oberklasse bereit, welche von allen bekannten Herstellern kommen. Bei der Größe des Mietwagens sollte man jedoch nicht zu knauserig sein. Südafrika ist ein riesiges Land und Fahrstrecken über 3.000 km sind möglich. Sitzt man dann in einem Kleinwagen, der an Anhöhen ab 100 km/h an seine Grenzen stößt oder keinerlei Beinfreiheit bietet, wird man sich für seine Sparsamkeit verfluchen. Klimaanlage und GPS Navigationssystem sollten zur Ausstattung gehören. Bei den Buchungen aus Deutschland ist im Regelfall eine unbegrenzte Kilometeranzahl im Mietpreis enthalten. Für große Rundreisen ist es empfehlenswert, dass nicht nur ein Fahrer die Erlaubnis zum Fahren des Mietwagens hat. Je nach Autovermieter kostet dies eine kleine Extragebühr.

Südafrika Reiseangebot

Internationaler Führerschein ist notwendig

Zu diesem Thema gibt es verschiedene Aussagen. Es wird jedoch dringend empfohlen, einen internationalen Führerschein zu haben. Bei der Abholung des Mietwagens gilt es, den internationalen Führerschein vorzulegen – der deutsche Führerschein wird von einigen Mietwagenfirmen nicht akzeptiert. In einer Polizeikontrolle ist es auch besser, den internationalen Führerschein vorzuzeigen.

Unterwegs: Rasten, Tanken und Pannenhilfe

Die Infrastruktur ist mit der in Deutschland gleichwertig. In regelmäßigen Abständen gibt es an den Autobahnen und größeren Landstraßen Raststätten mit angeschlossener Tankstelle. Hier bekommt man neben Benzin auch kleinere Ersatzteile für das Auto, Getränke, warme und kalte Mahlzeiten und findet saubere Toiletten vor. Als Pannenservice kann man den südafrikanischen ADAC mit Namen AA nutzen. Viele Autovermieter haben auch einen eigenen Pannenservice. Hier sollte man prüfen, wie die genaue Abdeckung im Lande ist. Aufgrund der Dimensionen des Landes und der relativ geringen Besiedlung kann es jedoch einige Zeit dauern, bis der Pannenhelfer dann auch kommt.

Länderübergreifende Rundreise mit dem Mietwagen

Bei der Buchungen müssen bereits alle Länder angeben werden, die man bereisen möchte. Je nach Land (Namibia, Botswana) ist ein Besuch problemlos möglich, kostet aber eine Extragebühr. Fahrten nach Zimbabwe beispielsweise sind fast unmöglich. Bei südafrikanischen Mietverträgen ist oft der Versicherungsschutz bei Fahrt in die Nachbarländer ausgeschlossen. Hier muß man in Ruhe die AGB des jeweiligen Autovermieters studieren. Zur Überquerung der Grenze benötigt man vom Vermieter einen „Letter of Authority“, eine Genehmigung zur Grenzpassage.

Ist 4 x 4  notwendig auf Südafrikas Straßen?

Die südafrikanischen Hauptstraßen sind in solch einem Zustand, dass ein 4 x 4 nicht nötig. Manchmal sind es aber die buchstäblich letzten Hundert Meter, z.B. die Zufahrt zu einem entlegenen Haus, ein Nebenweg zum Strand oder eine der vielen Passstrassen, wo man sich einen 4 x 4 wünscht. Definitiv ein Allradfahrzeug benötigt man für den Sani – Pass nach Lesotho und für diverse Strecken in Botswana. In Namibia ist ein 4 x 4 auf den Schotterpisten manchmal wünschenswert, aber eigentlich nicht unbedingt notwendig. Dann muß man entsprechend langsam fahren.

Langzeitmiete ab etwa 3 Monaten

Je länger man ein Auto benötigt, desto interessanter sind auch Varianten mit Kauf – und garantierten Rückkauf bzw. die Miete von spezialisierten Anbietern, die ältere Modelle im Angebot haben. Hierzu gibt es einen gesonderten Artikel.

Was kostet der Mietwagen?

Für eine dreiwöchige Miete in der Hochsaison sollte man für einen Mietwagen der Mittelkasse, unbegrenzte Kilometer und Rundum – Sorglos Versicherungspaket etwa 30 bis 40 Euro je Tag einkalkulieren. Nehmen Sie sich die Zeit, um unter anderem auch bei cardelmar.de die einzelnen Mietwagenanbieter für Kapstadt in Ruhe miteinander zu vergleichen.

Verhalten bei Unfällen

Ein weiteres Thema ist das richtige Verhalten bei Unfällen. Generell empfiehlt es sich, kein Risiko einzugehen und grundsätzlich die Polizei zu verständigen – zumindest wenn Personen verletzt wurden oder Schäden an einem der Fahrzeuge aufgetreten sind. Diese Vorgehensweise ist ratsam, damit der Unfallhergang und seine Folgen unmittelbar erfasst werden. Wer sich auf Absprachen mit der anderen Unfallpartei einlässt, riskiert womöglich Folgekosten, weil diese später einige Schäden anmeldet, die zum Zeitpunkt des Unfalls nicht bestanden haben. Außerdem sollten sich Mietwagenkunden von ihrem Autovermieter unbedingt die Nummer der Service-Hotline zur Meldung von Unfallschäden geben lassen. Oft organisieren die Autovermieter oder deren Versicherer eigene Abschleppdienste – sollten ähnliche Leistungen von anderen Unternehmen übernommen werden, drohen ebenfalls Zusatzkosten.

Autofahren / Verkehrsregeln / Gefahren

In Südafrika herrscht bekanntlich Linksverkehr. Wie schwierig es ist, was es zu beachten gibt, die wichtigsten Verkehrsregeln und Gefahren finden sich in diesem Artikel im vierten Absatz.

Vorteile, wenn man ADAC – Mitglied ist

Diverse Serviceangebote, welche man bei einer vorhandenen Mitgliedschaft des ADAC genießen kann, wie beispielsweise Pannenservice, hat man mit der Buchung eines Mietwagens auch erworben. Interessant ist jedoch die Hilfestellung bei der Planung einer Rundreise. Der ADAC hilft, wenn es um die exakte Strecke geht, wenn es Fragen zu Grenzüberschreitungen gibt oder zu Mautstrecken. Außerdem werden elektronische Straßenkarten zum Download angeboten.

Bucht man sein Auto vor Ort bei einem lokalen Autoverleiher, dann lohnt sich die Nutzung der ADAC – Angebote umso mehr.

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