Kap der guten Hoffnung – Ein Tagesausflug über die Kap-Halbinsel

Das Kap der guten Hoffnung auf der Kaphalbinsel südlich von Kapstadt zählt zu den magischsten Plätzen der Welt. Fast jeder Weltenbürger hat schon einmal von diesem sturmumtosten Kap an der Süd(west)spitze Afrikas gehört, wo zahllose Schiffe untergingen und sich der Atlantik mit dem Indischen Ozean trifft. Touristen werden im Großteil des Jahres jedoch von einer ruhigen See empfangen, die einen kilometerweiten Blick erlaubt. Ein Besuch des südlichsten Punkt Afrikas ist ein absolutes Must! Um irgendwelchen Kommentaren vorzubeugen: Cape Agulhas ist selbstverständlich der südlichste Punkt Afrikas, das Kap ist nur der „südwestlichste“ Punkt. Thema geklärt. Für den Besuch des Kap der guten Hoffnung sollte man einen ganzen Tag einplanen. Die Entfernung beträgt zwar nur ca. 40 km, es gibt aber unterwegs viel zu sehen.

Cape Point mit Kap der guten Hoffnung (Bild: Bas-Leenders CC BY-SA 2.0)

Cape Point mit Kap der guten Hoffnung
Bild: Bas Leenders (Flickr CC BY-SA 2.0)

Inmitten des Cape Peninsula National Park

Das berühmte Kap liegt inmitten eines knapp 8.000 Hektar großen Naturreservates, welches unter dem Namen Cape Peninsula National Park bekannt ist. Inmitten des Reservates lebt eine Vielzahl von Wildtieren, erwähnt werden sollen hier nur Paviane, Zebras, Strauße und verschiedene Antilopenarten. Wessen Interesse mehr auf der Fauna liegt, wird hier ebenfalls fündig: Über 1.100 Fynbospflanzen wachsen im Park, damit ist das Kap artenreicher als ganz Großbritannien.

Pavian am Kap (Bild von Heike Gerhard)

Pavian am Kap (Bild von Heike Gerhard)

Zwischenstationen der Kaphalbinselrundreise sind in der Regel die Orte Simons Town mit der Pinguinkolonie, Chapman’s Peak Drive, der berühmten Küstenstraße oberhalb der False Bay und der Besuch einer Straußenfarm.

Tagesausflug zum Kap der guten Hoffnung

Reisende absolvieren in der Regel eine Tagestour über die Kaphalbinsel mit dem Endziel Cape Point. Hierbei handelt es sich um ein etwa 250 m hohes Kliff mit einem Leuchtturm, der den schon angesprochenen südwestlichsten Zipfel Afrikas darstellt. In etwa 1

Kap-der-Guten-Hoffnung

Kap-der-Guten-Hoffnung

Kilometer Entfernung liegt das Kap der guten Hoffnung, wo jeder Tourist das berühmte Erinnerungsfoto mit Ortsschild schießen kann. An schönen Sommertagen wimmelt es von Hunderten Touristen, die diese Kapstädter Sehenswürdigkeit besuchen.

Am besten reist man auf der Ostseite der Halbinsel entlang der False Bay Richtung Süden, und auf der Westseite zurück, dann hat man fast die ganze Zeit die Sonne. Im Schatten des Tafelberges kann es ganz schön kalt werden, insbesondere wenn auch noch ein starkes Lüftchen geht. Erster Halt der Tour kann in Muizenberg sein. Dort findet man einen extrem langen Strand vor.

Ab dann führt die Route entlang der Küste der False Bay und der Bahnlinie RichtungSimons Town. Die Straße schlängelt sich entlang der Ausläufer des Tafelbergmassivs durch kleine Orte wie Kalk Bay, Fish Hoek bis nach Simons Town, wo man mit Pinguinen baen kann. Unterwegs gibt es genügend Stops, um immer wieder die Aussicht zu genießen.

Stop in Simons Town und den Pinguinen

Nächster Halt könnte in Simons Town sein, Standort der südafrikanischen Kriegsmarine (alle 8 Schiffe, einschl. der in Deutschland gebauten U-Boote). Die Stadt selbst versprüht noch alten englischen Charme, ein kleiner Spaziergang ist echt nett. Dann erreicht man das erste Highlight der Rundreise: Boulders Beach, dem Ort der Pinguine. Es handelt sich hier um einen geschützten Strandabschnitt, wo Tausende Afrikanische Pinguine brüten. Echt drollig. Nach Simons Town beginnt dann die Natur, Siedlungen gibt es nicht mehr. In Millers Point trifft der Urlauber meistens die ersten Affenbanden, welche gern auf Tuchfühlung zu Touristen gehen.

Pinguine am Boulders Beach von Simons Town (Bild:  Vince Smith (CC BY-SA 2.0)

Pinguine am Boulders Beach von Simons Town (Bild: Vince Smith (CC BY-SA 2.0)

Etwa einen Kilometer, nachdem das Naturschutzgebiet beginnt, liegt ein Aussichtspunkt oberhalb Smitswinkel Bay. Von hier ergeben sich atemberaubenden Ausblicke auf die False Bay. Manchmal sieht man auch Wale.

Wie das Kap der guten Hoffnung zu seinem Namen kam

Der Ursprung des Namens Kap der guten Hoffnung kann nicht mit Hundert Prozent Wahrscheinlichkeit ermittelt werden. Es gibt jedoch einige Erklärungsversuche der Namensbildung, die wir hier gerne aufführen wollen:
Im Jahre 1488 umsegelte der portugiesische Seemann Bartolomeu Diaz auf dem Weg nach Indien dieses markante Kliff. Er geriet bei der Umrundung in einen der hier typischen heftigen Stürme, die im Laufe der Jahrhunderte Tausende Segelschiffe gegen die Klippen treiben lies und letztendlich zum Sinken brachte.

Diaz nannte angeblich diese Felsspitze „Cabo das Tormentas“, was treffenderweise mit „Kap der Stürme“ übersetzt werden kann. Andere Quellen meinen, dass Diaz bzw. der portugiesische Koenig bereits den Namen „Cabo de Boa Esperança“, also „Kap der guten Hoffnung“ verwendete.

Laut Wikipedia wurde im 19. Jahrhundert im deutschen Sprachgebiet jedoch noch der Name „Vorgebirge der guten Hoffnung“ genutzt, bevor sich dann auch hier der nun gebräuchliche Begriff des Kaps der guten Hoffnung durchsetzte.

Würdigung des Entdeckers des Kaps der guten Hoffnung

Der Seefahrer Bartolomeu Diaz wurde im Nachhinein mit der Benennung des „Diaz Point“, also der äußersten Punktes am Kap, geehrt.

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Die Portugiesen hatten Anfang des 15. Jahrhunderts bereits die Westküste Afrikas erkundet, bevor der portugiesische König Diaz den Auftrag gab, einen Seeweg nach Indien zu finden. Im Süden des heutigen Namibias in der Lüderitzbucht (Diaz – Spitze) setzte Diaz den ersten Wappenpfeiler, der den Besitzanspruch für Portugal anzeigen sollte.

Nach der Umrundung des Kaps segelten die Entdecker entlang der Südküste bis ins heutige Mossel Bay, wo sie einen weiteren Wappenpfeiler setzten. Aufgrund Krankheit unter der Besatzung konnte Diaz nur bis an den die Mündung des Großen Fischflusses vordringen, bevor die Expedition umdrehte. Aufgrund des bereits nach Norden laufenden Küste war den Seefahrern aber zu diesem Zeitpunkt bereits bewusst, dass sie den Weg um den afrikanischen Kontinent gefunden hatten.

Diaz Museum Mossel Bay

Diaz Museum Mossel Bay

In Mossel Bay wurde zu Ehren des Seefahrers Bartolomeu Diaz ein maritimes Museum eröffnet, wo unter anderem ein originalgetreuer Nachbau seines Segelschiffes ausgestellt ist.

Der Entdecker des Kaps der guten Hoffnung reiste kurz danach mit einer neuen Expedition bis nach Indien.

Das Reservat am Kap der guten Hoffnung

Und plötzlich steht man vor dem Tor des Cape of Good Hope Nature Reserve. Das Nature Reserve nimmt mit seinen 7.775 ha

Fynbos am Kap der guten Hoffnung

Fynbos am Kap der guten Hoffnung

den gesamten südlichen Teil der Kaphalbinsel ein, gehört heute zum Cape Peninsula National Park und hat etwa 40 km Küstenlinie.

Naturliebhaber kommen voll auf ihre Kosten: Über 1100 Fynbos-Pflanzenarten , 30 verschiedene Protea-Arten, 139 Erika- und 52 Orchideenarten ( insgesamt über 2200 verschiedene Pflanzen ) ; 260 verschiedenen Vogelarten. Im ganzen Areal trifft man auch auf Reptilien, Zebras, Bunt-, Geis-, Rehböcke beobachtet sowie Strauße und Paviane.Ungefähr 13 Kilometer hinter dem Tor liegt Cape Point.

Vom Parkplatz aus führt eine Seilbahn zum alten Leuchtturm hinauf. Natürlich kann man auch hinauflaufen. Das 1860 entstandenen Historical Lighthouse steht ca. 250 m über den Meeresspiegel und war von Anfang an eine Fehlinvestition, da der Leuchtturm meistens in Nebel gehüllt war. 1911 entstand daher der zweite Leuchtturm, welcher nur 80 m über den Meeresspiegel. Vom Cape Point hat man einen atemberaubenden Ausblick auf das

Kap der Guten Hoffnung

Kap der Guten Hoffnung

Am Kap der Guten Hoffnung

Nachdem man dort lange verweilt hat und sich bei den normalerweise vorhandenen starken Brisen Gedanken über die Schwierigkeiten der Segelschiffe vor Hunderten Jahren bei der Umquerung des Kaps gemacht hat, bietet sich eine Wanderung zum Cape of Good Hope an. Der leichte Wanderweg entlang einer Klippe führt in etwa einer 3/4 Stunde zum westlich gelegenen Kap der Guten Hoffnung. Dort steht das berühmte Schild. Ein Beweisfoto ist Pflicht. Ein ausgiebiger Besuch des Cape of Good Hope Nature Reserve kann einen halben Tag dauern.

Im Reservat gibt es eine Vielzahl von Wanderwegen. Wanderfreunde kommen hier voll auf ihre Kosten. In einem separaten Artikel haben wir verschiedene Wanderwege am Kap beschrieben.

Straußenfarm in der Nähe des Kap der guten Hoffnung

Der Rückweg nach Kapstadt führt an der Cape Point Ostrich Farm vorbei. Wer keine Möglichkeit hat in der Kleinen Karoo um Oudtshoorn herum eine Straußenfarm zu besuchen, sollte hier einen Halt einlegen. Neben den obligatorischen Straußeneiern können hier auch Straußenleder und sonstiger Schnickschnack erworben werden. Auf dem Weg nach Kapstadt passiert man nun diverse flache Landschaften mit Fynbos-Vegetation, bevor es wieder in die Berge des Tafelbergmassivs hineingeht.

Strausse

Straussenfarm

Chapmans Peak Drive

Letztes Highlight der Tour ist die Passage des Chapman Peak Drive. Während der Fahrt ergeben sich fantastische Aussichten auf die Hout Bay mit dem gleichnamigen Ort. Am besten legt man eine Rast auf einen der Aussichtspunkte ein.

Chapmans Peak Drive

Chapmans Peak Drive

In Hout Bay selbst gibt es eine kleine Waterfront. Ist es noch nicht zu spät, bietet sich eine Bootsfahrt zur Seal Island an. Falls doch, dann lädt einem eines der besten Seafood – Restaurants an der Waterfront auf einen leckeren Fisch ein. Dazu gibt es südafrikanischen Wein.Den Abend ausklingen kann man dann an der Strandpromenade in Camps Bay. Dort gibt es unzählige Bars und Cafes. Der Tag selbst ist anstrengend. Wenn man dann aber in seiner Unterkunft angekommen ist und noch mal den Tag an sich vorbeiziehen lässt, wird einem bewusst: Dies ist eine der schönsten Ecken der Welt und die heutige Tagestour war absolut jede Anstrengung wert.

Die Tagestour kann entweder auf eigene Faust mit einem Mietwagen oder mit einem Touranbieter für etwa 80 Euro unternommen werden.

Die Sage vom fliegenden Holländer

Eine berühmte Sage spielt am sturmumtosten Kap – ein Segelschiff, welches aufgrund eines Fluches auf Ewigkeit die Weltmeere befährt und besonders häufig vor dem Kap der guten Hoffnung kreuzt.

Die schönsten Bilder unserer Leser vom Kap

Auf Facebook haben wir unserer Leser gebeten, ihre schönsten Bilder vom Kap der guten Hoffnung hochzuladen. In der Gallerie seht ihr eine Auswahl:

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