Trinkgeld Südafrika

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Besucht man als Tourist ein neues Land, wird man relativ schnell mit der Trinkgeldfrage konfrontiert. Ist es üblich, dass man dem Kellner oder einer anderen Servicekraft ein Trinkgeld gibt oder besteht sogar die Gefahr, dass man ihn damit beleidigt? Oder noch schlimmer: Man möchte sich bei der Person mit einem Obulus bedanken, aber gibt ihm ein solch niedriges Trinkgeld, dass man es als Herabschätzung seines Service auffassen kann. Wie sieht es also in Südafrika aus?

 Was bekommen Kellner in Restaurants als Tringeld?

Kellner erhalten in Südafrika ein extrem niedriges Gehalt. Sie sind auf Trinkgelder, im Englischen „Tip“ genannt, angewiesen. Üblicherweise zahlt man dem südafrikanischen Kellner oder der Kellnerin etwa 10 Prozent der Rechnungssumme als Trinkgeld. Angaben zu verschiedenen Restaurantpreisen finden sich hier. Ist man mit dem Service oder dem Essen nicht zufrieden, braucht man natürlich nichts oder einen geringeren Betrag geben. Dem Kellner sollte man dann jedoch mitteilen, was einem nicht gepasst hat. Ist der Service jedoch außergewöhnlich gut, darf es ruhig mehr sein. Die 10 Prozent sind halt kein Trinkgeld im deutschen Sinne. In den meisten Restaurants sind am Eingang Schilder mit dem Hinweis: „Wait to be seated“ aufgestellt, man kann sich also nicht selbst den Tisch aussuchen. Ein Hauptgrund für diese in Deutschland unübliche Verfahrensweise ist, dass der Empfangsmensch die Gäste gleichmäßig den Kellnern zuweisen kann. Somit ist sichergestellt, dass jeder Kellner potentiell das gleiche Trinkgeld erhält. Ist das Trinkgeld schon explizit auf der Rechnung ausgewiesen, was in touristischen Regionen oft der Fall ist, braucht man dann natürlich keinen weiteren Obulus zahlen.

Soll man dem Reiseleiter / Tourguide auch etwas geben?

Die komplette Tourismusindustrie ist ein Trinkgeld – orientiertes Geschäft in Südafrika. Die Bediensteten bekommen ein niedriges Gehalt und sind daher auf diese Zusatzeinnahmen angewiesen. Hat man einen netten Tagesausflug dank des Reiseleiters erlebt, sollte man ihm als Dankeschön ein Trinkgeld von 10 Rand geben.

Ein Dankeschön an die Hotelservicekräfte

Hier gilt die gleiche Aussage wie bei dem Reiseleiter. Ist man mit dem Service zufrieden, kann man dem Zimmermädchen 10 Rand pro Tag geben.

Bei einer Safari – Ranger  / Spurensucher

Ist man mit der Safaritour zufrieden, kann man dem Fahrer etwa 50 Rand geben. Wird die Pirschfahrt von Fahrer + Späher ausgeführt, gibt man beiden den Obulus. Wenn man natürlich das große Glück hat, durch den Ranger Leoparden oder ein anderes seltenes Tier zu erspähen, dann freut sich jeder auch über 100 Rand. Und ist man mal ehrlich: Für einen selber sind 10 Euro doch nichts, wenn man 3 Wochen Safaritour macht, wohingegen der Anblick eines Leoparden einem ein Leben lang in Erinnerung bleiben wird.

Ein Trinkgeld für den Taxifahrer?

Taxifahrer erhalten 10 Prozent des Preises als Trinkgeld. Genau wie Kellner haben sie ein geringes Grundgehalt und sind auf diese Einnahmen angewiesen.

Südafrika Reiseangebot

Neuland für die meisten: Tankwarte in Südafrika

Ist man mit einem Mietwagen unterwegs, wird man beim ersten Tankstopp etwas unsicher sein. Üblicherweise kommt sofort ein Angestellter der Tankstelle angerannt und fragt nach dem Autoschlüssel. Man teilt ihm dann mit, welcher Treibstoff und welche man Menge benötigt und er betankt dann das Auto. Anschließend wird von ihm noch die Windschutzscheibe gereinigt und der Tankstellenmann fragt, ob er auch noch nach dem Kühlwasser schauen soll. Zum Schluss gibt man ihm Geld und er kommt mit der Quittung und dem Wechselgeld zurück. Für den Komplettservice sollte man etwa 5 Rand zahlen, für den reinen Tankvorgang reichen 2 Rand.

Eine schwierige Situation: selbst ernannte Parkplatzwächter

Auf vielen Parkplätzen und Randstreifen betätigen sich selbst ernannte Parkplatzwächter. Sie stellen sicher, dass das Auto nicht geklaut bzw. aufgebrochen wird. In den meisten Fällen kommen diese Wächter sofort angerannt, wenn man eingeparkt hat und weisen daraufhin, dass sie das Auto bewachen werden. Es besteht natürlich keine Pflicht, für diesen Wachservice etwas zu zahlen. Die meisten Südafrikaner geben den Leuten dann bei der Abfahrt einige Münzen, die sie für diesen Zweck immer im Auto parat haben. Für mehrere Stunden kann man ruhig bis zu 5 Rand geben, hat man jedoch nur für einige Minuten geparkt, zahlt man nichts bzw. 1 Rand.

Der Windschutzscheibenreiniger bekommt im Regelfall kein Trinkgeld

In einigen touristischen Gebieten tummeln sich auf Parkplätzen Leute, die die Autofenster unaufgefordert putzen. Bei der Rückkehr zum Auto fordern sie ein Trinkgeld. Dies muß man natürlich nicht bezahlen, bei der lautstarken Aufforderung durch die Reiniger sollte man jedoch die Ruhe bewahren und entschieden sagen, dass man die Leistung nicht gewünscht hat. Ist die Reinigungsleistung jedoch ein Mehrwert, dann gibt man 2 Rand.

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Bildquelle: warrenski (CC BY-SA 2.0)

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