5 Interviews

In diesem Artikel haben wir 4 Interviews zusammengefaßt.

a) Interview mit Auswanderer Kathi

Hallo, ich bin Kathi. Seit fast einem Jahr lebe ich jetzt in Kapstadt und ich muss sagen: ich verliebe mich jeden Tag aufs Neue in die Mother City. Wann mich das Südafrika-Fieber gepackt hat? Das war 2015. Nach dem Bachelor wollte ich einfach mal raus und habe mit der Organisation initiAID drei Monate Freiwilligenarbeit im Township Vrygrond bei Muizenberg geleistet. Und danach war es um mich geschehen: Ich wollte zurück. 2016 habe ich dann meine Koffer gepackt und bin ohne Rückflugticket in die Mother City gezogen.

Kathi in Boulders Beach (kathi-daniela.com)
  1. Wie hast du einen Job bekommen?

Das ging überraschend einfach. Ich weiß, es heißt ja generell, dass es so gut wie unmöglich ist, einen Job in Südafrika zu ergattern, aber über AKA Recruitment ging es ziemlich flott. Natürlich sind das keine Traumjobs, zur Auswahl stehen die Callcenter bei Lufthansa und Amazon oder ein Job als Client Liaison Agent bei Pixelfaerie. Für den habe ich mich dann schlussendlich entschieden, da ich keinen Bock auf reine Callcenter-Arbeit hatte. Pixelfaerie ist eine Firma, die Desktop Publishing betreibt, also PowerPoint-Präsentationen und andere Aufgaben im Graphic Design für große Unternehmen durchführt.

Wirklich gefallen hat es mir dort aber nicht und inzwischen arbeite ich bei MSS Kapstadt, einer kleinen Sprachagentur, die ihren Sitz auch direkt hier in Kapstadt hat. Das Team ist super und ich fühle mich hier als Projektmanager endlich angekommen!

  1. Wie ist die Visumsbeantragung verlaufen?

Auch die Visumsbeantragung ging relativ einfach… na ja, relativ. Ich musste schon einen wirklich langen Atem mitbringen, denn schnell geht in Südafrika nun mal nichts. Pixelfaerie hat mich bei der Beantragung des Visums unterstützt, gemeinsam mit einer Immigrations-Agentur. Alles ist schrecklich schleppend gelaufen, ich habe ewig auf Dokumente gewartet und schlussendlich konnte ich nach einem halben Jahr mein Visum in den Händen halten. Jedem sollte bewusst sein, dass Zeit und Kosten auf ihn zukommen. Für die Beglaubigung aller Dokumente, Passbilder, Röntgenaufnahmen etc. habe ich rund 400 Euro ausgegeben. Schon alleine das Visum kostet dabei 280 Euro.

Die Kosten für das Critical Skills Visum, mit dem man ja offiziell Arbeitgeber wechseln darf und das deshalb sehr begehrt ist, musste ich Pixelfaerie übrigens zurückerstatten, als ich gekündigt habe. Insgesamt kostet ein Visum über eine Agentur rund 10.000 ZAR, ich habe knapp die Hälfte „abgearbeitet“, bevor ich von der Firma weg bin.

  1. Wie hast du eine Wohnung in Kapstadt gefunden?

Auch da hatte ich am Anfang großes Glück. Ich habe auf Gumtree und über diverse Facebook-Gruppen (sehr gut: Huis Huis) nach Wohnungen gesucht und dann auch schnell ein Zimmer in Vredehoek gefunden. Zack, Skypegespräch mit dem Vermieter vereinbart, Zusage, Kaution überwiesen und los. Die Wohnung war super schön, mit meinem Vermieter bin ich leider gar nicht gut zurecht gekommen und so ging nach 4 Monaten wieder die Suche los.

Eine Wohnung in Kapstadt zu finden, ist ein Krampf und alles, was ich raten kann ist: Habt Geduld, die richtige Wohnung kommt noch. Und seid schnell: Wer die geforderten Dokumente nach der Besichtigung gleich abschickt und auch mit der Kaution nicht lange wartet (vorausgesetzt, ihr seid sicher, es ist kein Betrug), der hat gute Chancen auf einen Zuschlag. Meine neue, tolle Wohnung in Bo-Kaap konnte ich nur ergattern, weil ich eine halbe Stunde nach der Besichtigung schon eine Ausweiskopie, einen dreimonatigen Kontoauszug und das Infoblatt des Vermieters ausgefüllt zurückgeschickt hatte.

  1. Wie bist du an ein Auto gekommen?

Da ich ja vorhatte, nur so ein oder zwei Jahre zu bleiben, wollte ich eigentlich kein Auto kaufen. Gebrauchtwagen sind nämlich relativ teuer. Noch von meinem ersten Aufenthalt 2015 hatte ich ein Long Term Rental meines Vertrauens. Eine kleine private Autovermietung aus Blouberg. Dort habe ich dann auch ein Auto für ein ganzes Jahr gemietet. 2.000 ZAR zahle ich pro Monat, was wirklich ein sehr guter Preis ist, dafür, dass der Vermieter Reparaturen am Auto selbst durchführt und das Auto selbstverständlich versichert ist, ohne, dass mir dafür noch Kosten entstehen. Aber über kurz oder lang macht es natürlich Sinn, ein eigenes Auto zu kaufen.

  1. Welchen Stadtteil kannst du empfehlen?

Ich liebe Bo-Kaap über alles und bin super glücklich, dass ich dort mit meinem Freund zusammen eine Wohnung ergattern konnte! Das Viertel ist nah an der Innenstadt, ich kann in 20 Minuten zur Arbeit laufen und es ist sehr ruhig, obwohl es so zentral ist. Auch unsere Miete ist für Kapstadt ziemlich günstig, mit 8.500 ZAR für zwei Zimmer. Auf der anderen Seite gibt es direkt in Bo-Kaap keinen Supermarkt und wir müssen zum Einkaufen an die Waterfront fahren, was manchmal etwas nervt.

Freunde von mir leben in Tamboerskloof und Vredehoek, das sind auch beides wirklich schöne, ruhige und sichere Stadtteile in Kapstadt. Es gibt dort viele Bars, Restaurants und auch Einkaufsmöglichkeiten. Die Kloof Street ist nie weit. Meistens lebt man dort in einem Komplex aus mehreren Wohnungen. Die Mieten in den beiden Stadtteilen sind allerdings schon etwas teurer. 6.000 ZAR hatte ich in Vredehoek für ein Zimmer bezahlt.

  1. Was gefällt dir an Kapstadt so gut?

Tja, womit soll ich anfangen. Ich könnte erstmal das offensichtliche aufzählen: 3.700 Sonnenstunden im Jahr, die Nähe zum Meer und die tollen, entspannten Menschen. Das Lebensgefühl in Kapstadt ist einfach ein ganz anderes. Ich mag diese Kleinigkeiten, die das Leben so schön machen hier: First Thursdays, die kitschigen Sonnenuntergänge, Joggen an der Promenade in Sea Point, den guten Wein, die Wochenendemärkte, die Rooftop-Bars, die tollen Ausblicke, die Pop-up Clubs, die Vielfältigkeit… ich könnte noch tausend Dinge aufzählen, aber am meisten gefällt mir glaube ich, dass es in Kapstadt immer etwas Neues zu entdecken gibt und niemals langweilig wird.

  1. Was magst du an Kapstadt nicht so gern?

Dass gutes Brot so schwer zu finden ist. Oh ja, das klingt trivial, aber ich vermisse ein gutes Schwarzbrot mit Butter!

Davon abgesehen muss jedem bewusst sein, dass die sozialen Unterschiede in Kapstadt riesig sind! Und mit riesig meine ich, dass Leute vor meiner Nase abgebissene Cheeseburger aus dem Mülleimer fischen. Das kann manchmal schon sehr hart sein und ich glaube nicht, dass ich mich jemals daran gewöhnen werde.

Genauso schwierig ist es übrigens, sich daran zu gewöhnen, dass man sich in Kapstadt nicht so frei bewegen kann, wie ich es aus Deutschland kenne. Wenn es dunkel ist mal schnell noch 10 Minuten zum Supermarkt laufen? Ist nicht drin. Überhaupt nachts alleine herumzulaufen ist nicht unbedingt empfehlenswert. Außer dem MyCiti-Bus gibt es nicht besonders viele Möglichkeiten für öffentliche Verkehrsmittel. Das heißt ihr braucht ein eigenes Auto oder müsst Uber verwenden. Das ist etwas, was mir immer noch schwer fällt, als leidenschaftlicher Radfahrer und Spaziergänger.

  1. Wie hast du neue Freunde gefunden?

Ich hatte das große Glück dass ich schon ein paar Leute von meinem ersten Aufenthalt kannte. Die anderen Freunde, die ich jetzt habe, habe ich über Couchsurfing kennen gelernt. Couchsurfing ist hier in Kapstadt eine wirklich sehr aktive Community, in der es sich nicht nur um Übernachtungen geht. Wir treffen uns regelmäßig zu Aktivitäten und sind auf Facebook und Whatsapp in Kontakt. Dadurch habe ich nicht nur viele Reisende, sondern auch jede Menge Locals kennen gelernt – und außerdem auch meinen Freund getroffen.

  1. Resumé nach einem Jahr: würdest du es wieder tun?

Ich würde es auf jeden Fall immer wieder tun! Das eine Jahr hat mir unglaublich viel über mich selbst und andere Menschen beigebracht. Ich habe bemerkt, wie wenig ich eigentlich über die Welt weiß. Hier in Kapstadt habe ich Menschen unterschiedlichster Kulturen und Nationalitäten getroffen und über unsere Unterschiede und Gemeinsamkeiten gelernt. Spoiler: Es gibt mehr Gemeinsamkeiten, egal, woher jemand kommt.

Mein Englisch ist viel besser geworden – obwohl ich auf der Arbeit Deutsch spreche. Das ist natürlich auch ein sehr angenehmer Nebeneffekt. Sich in zwei Sprachen komplett sicher und fließend zu fühlen, ist schon ein tolles Gefühl.

Außerdem habe ich neue Menschen kennen gelernt, die zu einer Familie für mich geworden sind und bemerkt: Man kann sich überall wohlfühlen, wenn man mit der richtigen Gesellschaft umgeben ist. Ich würde also auf jeden Fall wieder nach Kapstadt ziehen, es war eines der besten Jahre, die ich jemals hatte!

Kathi schreibt über ihre Kapstadterlebnisse auf ihren Blog http://kathi-daniela.com/

Folgende Artikel möchten wir interessierten Lesern empfehlen, die mehr zum Thema Auswanderung erfahren wollen:

Jo Weber lebt seit vielen Jahren im Kapstadt und schreibt in seinem lesenswerten Blog über sein Leben in der Stadt. Im verlinkten Artikel beantwortet er 30 Fragen, die einen zum Thema Auswandern nach Kapstadt einfallen könnten. Ausserdem hat er ein E-Book herausgegeben, welches wir hiermit gerne anpreisen.

Neben Jo haben wir auch mit Dario ein Interview durchgeführt. Er hat sich eine Farm an der Route 62 aufgebaut, wo er Strauße züchtet.

Wie wir unseren Traum einer Farm in Afrika verwirklichten

b) Wie Du gute Fotos machst – Interview mit einem Kapstädter Fotograf

 
 
b) Wie Du gute Fotos machst – Interview mit einem Kapstädter Fotograf
 

Kannst Du Dich bitte vorstellen.

Ich bin Markus Klein, Fotograf aus Wuppertal. Ich habe das Fotografieren nicht beruflich erlernt. Eigentlich komme ich  aus der Kunstszene. Ich fotografiere aber schon seit meiner Kindheit und habe es autodidaktisch gelernt. Damals noch typisch analog ohne YouTube. Für mich ist die Fotografie das beste Medium um meine Kunst zum Ausdruck zu bringen. Deshalb mache ich neben der Hochzeitsfotografie auch die Fine Art Fotografie. Diese Bilder landen dann in Galerien. Für einige der hier gezeigten Bilder habe ich mehrfach Preise gewonnen.

Fine Art von Markus Klein

Ich trenne das. Deswegen auch zwei verschiedene Webseiten:

www.designbyklein.net

www.weddingforever.de

Ich bin nicht der beste Fotograf der Welt, aber ich habe meinen eigenen Stil entwickelt, der zum Glück bei meinen Kunden ankommt. Ich nehme meinen Beruf sehr ernst. Deshalb fotografiere ich meine Kunden, als wären sie meine Kinder oder Partnerin. Da möchte man sich auch keine Fehler leisten.

Vor allem bei der Hochzeitsfotografie bedarf es einer gründlichen Vorbereitung. Das beginnt schon Tage vorher. Ich muss wissen, wie wird das Wetter, wie ist der zeitliche Ablauf. Ich muss die Location vorher besuchen. Ich habe ein Vorgespräch mit dem Brautpaar um die Wünsche zu kennen etc. Auch rufen vorher Freunde der Braut an, um mich in Überraschungen einzuweihen. Eine Hochzeit ist mehr als nur ein paar Fotos zu machen. Du hast nur eine Chance. Deshalb musst du immer 100% geben.

Deshalb auch mein Tipp an alle Hobby Fotografen: Es gibt keine Regeln. Es gibt nur Mangel an Fantasie. Lernt eure Kamera kennen sowie Ihr euren Partner kennt. Ich kann keinen Spaß haben mit jemanden den ich nicht richtig kenne. So ist das mit eurer Kamera. Ich sehe immer wieder Hobbyfotografen die eine Ausrüstung für mehrere tausend Euro haben, aber immer im Automatik Modus fotografieren. Das ist als würde ich einen Porsche kaufen und nur im zweiten Gang fahren und mich beschweren das der Wagen so lahm ist. Fotografieren ist eine Verantwortung. Denn ich zeige meine Bilder anderen Menschen. Also versucht das Beste aus eurer Kamera rauszuholen. Probiert andere Einstellungen. Auf YouTube gibt es Millionen von Turtorials. Ihr werdet erstaunt sein wie schön Bilder sein können wenn Ihr die Einstellungen an eurer Kamera selbst vornimmt.

Aber einen Fehler solltet Ihr vermeiden wenn Ihr eine Hochzeit fotografiert: Niemals Fotos machen beim Essen. Niemand sieht gut aus wenn er gerade einen Bissen im Mund hat. Wenn die Gäste essen, hat auch der Fotograf Pause..

Ich bin schon immer gerne gereist. Deshalb bin ich 2004 nach London gezogen, 2005 nach Miami FL, war kurz in Panama und bin 2017 nach Kapstadt. Ich denke ich werde hier bleiben. Kapstadt hat etwas von jeder Stadt. Die Britische Höflichkeit. Die Sauberkeit von Dubai. Das europäische Flair. Die Gebäude im Kolonialstiel. Die Surfer am Blouberg und Big Beach erinnern mich an die Dudes in Kalifornien. Kapstadt ist für mich 5 Städte in einem. Ich fotografiere hier besonders gerne, da hier fast immer die Sonne scheint, es aber nicht so heiß ist wie in anderen Ländern wo ständig die Sonne scheint. Die Landschaft hier ist einzigartig. Ich habe mich sofort in diese Stadt und deren Menschen verliebt.

Was sind Deine Tipps, um gute Fotos zu bekommen?

Natürliches Licht ist durch nichts zu ersetzen. Die Mutter Natur hat uns den besten Blitz geschenkt den es gibt. Die Sonne. Das Spiel durch Licht und Schatten ist durch nichts zu ersetzen. Aber hütet euch vor der Mittagssonne. Die besten Fotos macht man zur „golden hour“ Da ist der Winkel der Sonne besonders gut.

Beginnt ca. ab 16 Uhr bis 18 Uhr. Zum Üben fangt am besten schon um 14 Uhr an. Und die Blende ist wichtig. Man sagt ja: „Blende 8 wenn die Sonne lacht“. Ist eine Universal Formel. Aber nehmt mal eine große Blende (f1,4 oder f2,8) dann habt Ihr den typischen unscharfen (freigestellt) Hintergrund. Konzentriert euch auf das was Ihr fotografieren wollt. Ich mag keine Bilder wo eine Person fotografiert wird mit dem (z.B.) Tafelberg im Hintergrund.

Der Betrachter weiß nicht was Ihr jetzt eigentlich fotografieren wolltet. Die Person oder den Berg. Wenn Ihr einen Berg als Motiv wählt, dann fotografiert auch den Berg und lasst die Person weg. Wollt Ihr eine Person fotografieren, dann bitte auch die Person zu 90% fotografieren. Also in den Vordergrund stellen, so dass ich den Hintergrund nur zu 10% sehe.

Noch ein Tipp für gute Motive in Kapstadt. Fahrt auf den Signal Hill. Auf halber Strecke kommt links ein kleiner Schotter Weg mit einem Parkplatz. Dort habt Ihr Abends den besten Sonnenuntergang auf der linken Seite und rechts seht Ihr auf die Lichter der Stadt. Einmalig. Wenn Ihr das Meer zu eurer Linken habt, dann geht auf dem kleinen Pfad entlang, dort seht Ihr Sea Point von oben. Dort schaut Ihr euch bei einer Flasche südafrikanischen Wein den Sonnenuntergang an. Damit wäre mein Geheimplatz jetzt auch hinfällig.

Stimmt es, dass das Licht besonders gut in Kapstadt für Fotoshootings ist?

Die Sonne hier lässt die Natur und Farben wie in Florida sehr intensiv aussehen. Deshalb fotografiere ich so gerne hier draußen. Und es geht meistens ein Wind, das erspart mir die Windmaschine. Nicht ohne Grund ist die Stadt im Sommer voll von Mode Fotografen. Es ist aber nicht nur das Licht. Ich habe wie in keiner anderen Stadt der Welt so viele verschiedene Kulissen. In jeden Viertel verschiedene Motive. Das ist einmalig und gibt es nur so in Kapstadt.

Also bitte, wenn ihr Kapstadt besucht bringt unbedingt eure Kamera mit. Immer und überall. Es gibt an jeder Ecke was zu sehen. Die Menschen hier lassen sich gerne fotografieren. Keine Angst.

Mit welcher Kamera arbeitest Du?

Nikon

Lass uns nun über Hochzeiten sprechen. In Kapstadt zu heiraten ist ja der Traum Vieler. Geht das denn so einfach?

Ich fotografiere nächsten Monat eine Hochzeit eines deutschen Pärchens aus Frankfurt. Die sind seit 9 Monaten mit den Papieren beschäftigt. Leider habe ich noch nicht in Kapstadt geheiratet, deshalb kann ich keine genauen Angaben machen. Aber es lohnt sich immer die Hochzeitsfotos hier zu machen, auch wenn Ihr in Deutschland geheiratet habt.

Wie ist der Ablauf solch eines Fotoshootings?

Planung, Planung, Planung. Was möchte der Kunde. Welche Location? Welche Themen? Manchmal fahre ich stundenlang einfach nur so durch die Gegend (auch mit den Bus) um neue interessante Gegenden zu entdecken. Damit ich immer neue Motive habe und Kapstadt ist voll davon. Dann kann fotografiert werden. Die eigentliches Arbeit beginnt am Computer. Das Fotografieren ist nur ein Drittel der Arbeit. Ich mache bei einem Shooting zwischen 500-1000 Fotos. Die müssen alle am Mac gesichtet werden. Dann selektiert man und schließlich werden die Fotos bearbeitet. Ich gebe nur bearbeitete Fotos an meine Kunden. Da ist immer ein Mülleimer der entfernt werden muss, oder auch nur die eine oder andere kleine  Falte die man schmeichelhaft entfernt. Schließlich muss ich mich ja von den Hobbyfotografen unterscheiden. Das sind dann schon mal 1-2 Tage Arbeit zusätzlich. Also ein Hochzeitsshooting sind immer mehrere Tage Arbeit. Das erklärt den Preis.

Ich nehme mal an, dass Strandfotos sehr beliebt sind. An welchen Strand bringt Du gewöhnlich die Frischvermählten?

Geheimtipp: Cosy Bay an der Victoria Rd. Oudekraal. Einmalige Kulisse. Das Spiel mit dem feinen Sand und die unglaublichen Felsen. Da kann man mit Licht und Schatten spielen. Wenn es zu voll ist weiche ich auf Blouberg aus. Genug Platz und immer den Tafelberg im Hintergrund als Bensch Mark.

Llandudno ist auch sehr schön, meist aber überfüllt. Und nicht vergessen: Immer zur „Goldenen Stunde“ am Strand fotografieren.

Welche anderen Locations nutzt Du regelmäßig? (mit Fotos)Kapstadt ist voll mit Locations. Manchmal fällt einem die Wahl schwer. Signal Hill, die alte Bibliothek im Park. Der neue Mojo Market Sea Point ist eine tolle Kulisse. Der botanische Garten von Kirstenbosch, aber auch Woodstock mit den unzähligen kleinen Geschäften und Handwerkern. Nur Bo Kap nicht. Das ist zu Touristenmäßig.

Zum Glück habe ich hier ein paar Freunde die schöne Häuser mit Terrassen haben, wo ich ungestört auch mal ein Aktshooting machen kann.

Sind Deine Kunden mehr Deutsche oder Südafrikaner?

Absolut Gemischt. Letzte Woche hatte ich zwei Pärchen aus den USA gehabt. Ich habe den „deutschen“ Bonus. Die Deutschen buchen mich auch weil sie sich gut aufgehoben fühlen. Nicht jeder spricht perfekt Englisch. Da ist es leichter wenn man sich in seiner Landesprache unterhalten kann. Da ist auch gleich das Vertrauen da. Als Fotograf muss man immer auch ein bisschen „Psychologe „sein um die Wünsche der Kunden umzusetzen.

Was für Unterschiede beim Fotoshooting gibt es zwischen beiden Nationen?

Keine. Die Traditionen der Zeremonie sind durchaus verschieden. Das schriftliche Treuegelöbnis bei den Amerikanern, der Kuss bei den Deutschen. Aber ein Hochzeitsshooting ist „all about the bride“. Es geht um die Braut. 70% der Fotos ist die Braut. Sie ist die, die wie eine Prinzessin aussehen möchte und die Bilder Ihrer Familie und Freunden zeigt. Der Bräutigam würde sich lieber das Geld sparen und seinen Freund bitten die Fotos mit seinem Smartphone zu machen. Es sind die Frauen die am Hochzeitsruder stehen und den Kurs bestimmen. Hier ein großer Dank an alle Frauen.

Wieviel kostet Dein Service?

Eine halber Tag beginnt bei 3000 ZAR / ein ganzer Tag 5000 ZAR. Ein fashion shooting kann schon mal 10.000 ZAR kosten, je nach Aufwand.

Kannst Du einige beliebte Restaurants für  Hochzeitsfeiern nennen?

Ich gehe selten ausswärts essen. Aber ich liebe das HQ da gibt’s Montags zwei Steaks zum Preis von einem und ich liebe das Ocean Basket. Frischer köstlicher Fisch zum sattessen und kleines Geld. Für Hochzeitsfeiern gebe ich keine Empfehlungen das verbrenn ich mir nur die Finger..

Welchen idyllischen Ort kannst Du unseren Lesern empfehlen?

Mein Geheimplatz ist am Signal Hill und ich liebe den Deer Park in Vredehoek. Da muss man mal spazieren gegangen sein. Besonders der Weg wo man über ganz Vredehoek schaut und den Hafen. Wahnsinns Kulisse.

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c) Interview mit einer Sprachschule: Kapstadt ist am preiswertesten für Englisch

Viele jüngere Leute kommen aufgrund einer Sprachreise nach Kapstadt. Die Auswahl hier ist riesig, schätzungsweise 20 Sprachschulen bieten ihre Leistungen an. Aufgrund des günstigen Wechselkurses ist Kapstadt im Moment das günstigste Fernreiseziel, wenn man die englische Sprache erlernen möchte. Ich selbst bin damals wegen eines Sprachschulaufenthaltes in Kapstadt gelandet. Heute interviewen wir die Marketingmanagerin einer Kapstädter Sprachschule.

Sprachkurs
Sprachschule Good Hope Studies Newlands (Bild: Good Hope Studies)

1) Kannst Du Dich kurz vorstellen?

Mein Name ist Bianca Obermaier, ich bin seit 4 Jahren bei Good Hope Studies tätig und für den Bereich Marketing zuständig. Die „Mother City“ hat auch mich nach meinem ersten Besuch in Ihren Bann gezogen und ich bin glücklich für eine Sprachschule zu arbeiten, die sich in einer der schönsten Städte der Welt befindet !

2) Eine allgemeine Frage vorab: Wie lernt man am besten eine Fremdsprache?

Es kommt natürlich darauf an, welche Fremdsprache man erlernen möchte. Unserer Meinung nach sollte man sich erstmals Grundkenntnisse aneignen und anschließend das jeweilige Land bereisen um die Sprachkenntnisse in einer Sprachschule zu perfektionieren sowie die Fremdsprache vor Ort zu „leben“ und „erleben“.

3) Die beste Variante für Erwachsene soll ja „Immersion“ sein, also das Eintauchen in den Alltag ohne speziellen Unterricht. Was hältst du von dieser Variante, die ja damit Sprachschulen obsolet machen würde?

Das „Eintauchen in den Alltag“, das Leben und Kennenlernen einer Kultur legen auch wir unseren Kunden sehr nahe, es macht jedoch den Besuch einer Sprachschule nicht obsolet! Zum Erwerb einer Fremdsprache zählt für uns das Gesamtpaket: das Miteinander und der Austausch mit anderen Sprachstudenten, das Leben mit und in einer Gastfamilie sowie das gemeinsame Erleben von Freizeitaktivitäten.

4) Die Herausforderung dürfte ja wahrscheinlich nur sein, genügend englisch–sprachigen Kontakt zu bekommen?

Die Sprachschule spielt in diesem Punkt eine wichtige Rolle. Sie stellt den Kontakt zu anderen Sprachstudenten/Mitschülern sowie zu den Gastfamilien her, organisiert Freizeitaktivitäten und unterstützt bzw. ermöglicht so den Kunden sich rundum in einem englisch-sprachigen Umfeld zu bewegen.

5) Oder noch besser: Die ganze Zeit mit englischsprachigen Gruppen herumreisen? Ich habe dies teilweise anstelle des Schulbesuchs getan.

Unserer Erfahrung nach besitzen Studenten mit geringen Sprachkenntnissen oftmals noch nicht das nötige Sprachniveau um problemlos mit anderen kommunizieren zu können. Hier fungiert die Sprachschule als wichtige Stütze um die Sprachkenntnisse sowie die Kommunikation durch praktische Übungen zu festigen und zu verbessern.

6) Wer hat beim Erlernen von Englisch einen größeren Vorteil aufgrund seiner Muttersprache: der Franzose, der Deutsche oder der Spanier?

Unserer Erfahrung nach hat keiner der genannten Nationalitäten einen Vorteil.

7) Es gibt ja diverse Onlinekurse zum Erlernen einer Sprache. Wie ist Deiner Meinung nach hier die Erfolgsquote?

Auch wir bieten seit kurzer Zeit Onlinekurse zum Englisch lernen an. Diese Kurse ersetzen zwar nicht den Besuch einer Sprachschule in dem jeweiligen Land, sind aber eine sinnvolle & wichtige Ergänzung zum Festigen der Sprachkenntnisse. Entweder man nützt es als Sprachtraining vor dem Auslandsaufenthalt oder als Nachbereitung wenn man bereits wieder zu hause ist. Onlinekurse sind auch eine tolle Alternative für jene, die keine bzw. wenig Zeit haben um Ihre Sprachkenntnisse im Ausland zu verbessern oder auszubauen. Mit Muttersprachlern und der neuesten Technik steht so einem „realen“ virtuellen Einzelunterricht nichts mehr im Wege.

8) Kannst Du eine Sprach – App empfehlen, die leicht zu handhaben ist?

Leider nein, da wir mit Sprach-Apps keine Erfahrungen haben.

9) Genug philosophiert, wie man lernen kann. Zu guter Letzt entscheiden sich Viele doch für die gute alte Sprachschule. Kommen wir also zum eigentlichen Thema Kapstadt. Warum sollte jemand einen Kurs in dieser Stadt buchen?

Weil Kapstadt wahrhaftig einfach traumhaft und eine der schönsten Städte der Welt ist! Südafrika ist eine, gerade in Europa, exotische Reisedestination mit vielen Vorteilen:
– tolles Preis/Leistungsverhältnis.
– einzige englischsprachige Fernreisedestination mit keiner Zeitverschiebung; also auch ideal für einen kürzeren Aufenthalt von 2 Wochen.
– Ganzjahresdestination aufgrund des warmen und sonnigen Klimas.
– berühmte touristische Attraktionen und eine Vielzahl an Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten.
– einzigartige Flora.
– Kapstadt ist eine außergewöhnliche Stadt mit sehr freundlichen und kommunikativen Menschen.
– klares und deutliches Englisch.

10) Laut Statistik sind in Südafrika nur 10 % der Bevölkerung englische Muttersprachler. Macht es da überhaupt Sinn, hier die englische Sprache zu erlernen?

Südafrika ist ein riesiges Land, was einem erst bewusst wird wenn man sich vor Augen führt dass der Flug von Kapstadt nach Johannesburg 2 Stunden dauert! In den Metropolen Südafrikas ist Englisch die Sprache des öffentlichen Lebens. Zeitungen, Fernsehen und Radio berichten hauptsächlich in Englisch. Darüber hinaus wird Kapstadt überwiegend von englischen Muttersprachlern bewohnt.

11) Also spricht man hier British English oder mehr ein South African English?

In Kapstadt wird ein sehr klares und deutliches English gesprochen. Es gibt aber einige südafrikanische Wörter und Redewendungen, die sich in die englische Sprache integriert haben, wie etwa Braai anstatt von Barbecue. Aufgrund der Vielzahl an Sprachen in Südafrika (11 offizielle Sprachen) ist die Bevölkerung sehr sensibel im Hinblick auf Leute, die gerade eine Fremdsprache erlernen und reagiert mit Verständnis und Unterstützung.

Südafrika Reiseangebot

12) Aus welchen Ländern kommen die Sprachstudenten vorrangig nach Kapstadt?

Es gibt einen recht guten Nationalitätenmix an Sprachstudenten. Vorwiegend kommen die Studenten aus Europa (Niederlande, Schweiz, Spanien, Deutschland, Frankreich, Italien), Südamerika (Brasilien, Kolumbien, Argentinien), Afrika (Angola, Kongo, Mozambique) und Asien (Korea, China, Japan).

13) Du arbeitest bei GHS? Stelle Deine Sprachschule kurz vor. Wie ist da in etwa die Aufteilung der Nationalität der Sprachschüler?

Good Hope Studies wurde 1995 gegründet und ist eine unabhängige, privat geführte Sprachschule für Englisch in Kapstadt. Den Sprachstudenten stehen 2 Standorte zur Auswahl: eine Sprachschule befindet sich an einer Fußgängerzone direkt im Zentrum von Kapstadt, die andere liegt in dem südlichen Nobelbezirk Newlands. Wir sind Mitglied bei IALC (preisgekrönte Organisation weltweit führender, unabhängiger Sprachschulen) und EAQUALS (Zusammenschluss von Sprachkursanbietern) und unterliegen somit strengen und regelmäßigen Kontrollen vor Ort.

Mehr und ausführliche Infos gibt’s auf unserer Website www.ghs.co.za.

14) In welchen Stadtteilen und was für Unterkünfte habt Ihr im Angebot?

Wir bieten 4 unterschiedliche Unterkunftsarten an:
– Gastfamilien
– Campusunterkunft (befindet sich direkt neben der Schule in Newlands).
– Studentenresidenz (in einem Studentenviertel).
– Studentenhaus (15 Gehminuten von der Schule in Newlands entfernt).

15) Bietet Ihr ein Freizeitangebot an, auch teilweise ohne Entgelt?

Das Freizeitangebot ist ein sehr wichtiger Teil bei einem Sprachaufenthalt. Es bietet den Studenten die Möglichkeit, die touristischen Highlights zu sehen, die Mitschüler besser kennenzulernen, die Lokalszene zu erforschen und vieles mehr. Zusätzlich kann man gleich die neu erworbenen Sprachkenntnisse in die Praxis umsetzen. Die Angebote unseres „Good Hope Studies Social Club“ umfassen Ausflüge und Aktivitäten, die zum Teil kostenlos sind.

16) Die südafrikanische Währung ist in den letzten Monaten massiv abgestürzt. Nebenkosten wie Essen gehen und Ausflüge sind nun für Sprachschüler noch günstiger als vorher. Wie sieht es mit dem Kursgebühren und der Unterkunft aus?

Zurzeit genießen Sprachstudenten in Kapstadt das beste Preis/Leistungsverhältnis. Kapstadt ist im Hinblick auf Sprachkurse und Unterkünfte momentan die günstigste englischsprachige Destination. Längerfristig wirkt sich der schwächere Rand positiv auf die Preise der Sprachschulen aus.

17) In den meisten Sprachschulen gibt es 5 Sprachlevel, vom Beginner bis zum Fortgeschrittenen. Wie lange braucht man aus der Erfahrung im Durchschnitt für die Verbesserung um einen Sprachlevel?

Bei uns gibt es 7 Sprachniveaus. Der Fortschritt hängt sehr stark von der Kursintensität ab (16, 20, 26 oder 30 Wochenstunden), sowie vom Sprachtalent und der Lernbereitschaft des Kunden. Auch machen Anfänger schneller Fortschritte wie bereits Fortgeschrittene. In der Regel benötigt man jedoch 4 Wochen um eine Stufe weiter zu gelangen.

18) Was ist effektiver: 20 Wochenstunden in einer Gruppe von 10 Leuten oder 5 Einzelstunden?

Dies ist von der jeweiligen Person abhängig, in der Regel lernt es sich aber in der Gruppe besser. Am effektivsten ist sicherlich die Kombination von Gruppen- und Einzelunterricht.

19) Sprachschüler dürfen ja mit dem Touristenvisum in das Land einreisen, oder?

Sprachstudenten können bis zu 3 Monate mit einem Touristenvisum einreisen. Das Touristenvisum kann dann einmalig um weitere 3 Monate verlängert werden.

20) Aus meiner Erfahrung her ist es für Sprachanfänger am schwersten, außerhalb der Sprachschule den Kontakt mit Einheimischen aufzunehmen. Hast Du hier Tipps?

Hier ist es von Vorteil wenn man sich bei der Unterkunft für die Gastfamilie entscheidet. Südafrikanische Gastfamilien sind dafür bekannt, dass sie sehr freundlich sind und die Sprachstudenten integrieren. Man verbringt immer wieder gemeinsam Zeit, und man hat die Möglichkeit das authentische südafrikanische Leben kennenzulernen, was dem durchschnittlichen Touristen nicht möglich ist.

21) Nochmal zurück zu Kapstadt: Welche Aktivität sollten Kapstadtbesucher unbedingt machen?

Auf jeden Fall sind die klassischen touristischen Highlights zu empfehlen, wie etwa der Tafelberg, Robben Island, das Kap der guten Hoffnung, die V&A Waterfront, Botanischer Garten Kirstenbosch, Boulders Beach mit seinen Pinguinen und vieles mehr.

Wer etwas mehr Zeit hat, kann Weingüter besuchen, auf den Signal Hill zum Sundowner fahren oder bei sozialen Aktivitäten in Townships mithelfen. Außerdem bieten sich eine Vielzahl von Outdoor- Aktivitäten wie Skydiving, Bungy Jumping, Surfen, Safari Tours, Paragleiten, Sandboarding, Kayak Tours, Tauchen und vieles mehr an.

Wenn nun jemand Interesse an einem Sprachschulkurs hat, dann kann er sich jederzeit beim Interviewten melden. Weitere Infos können dann bekommen werden, z.B. wieviel die einzelnen Kurse kosten.

Interview: Warum ich es keine Sekunde bereue, nach Südafrika gegangen zu sein

Silke, kannst Du Dich bitte vorstellen?

Mein Name ist Silke Rylands. Ich bin 34 Jahre alt und vor 2 Jahren der Liebe wegen nach Südafrika ausgewandert. Ich war für meinen alten Arbeitgeber im Jahr 2014 für ½ Jahr in Johannesburg. In dieser Zeit verliebte ich mich. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland führten wir zunächst ein Fernbeziehung. 2015 haben wir geheiratet und im Februar 2016 habe ich alle Zelte in Deutschland abgebrochen.

Silke Rylands

Zuerst wollte ich hier einen normalen Job suchen. Das gestaltete sich aber schwieriger als gedacht und ich merkte mit der Zeit, dass eine Festanstellung auch gar nicht mehr das ist, was ich will. Also belegte ich einen Kurs an der Uni für Gründung und Management von kleinen Unternehmen und setzte das anschließend in die Tat um. Als Ausländerin eine Firma in einem fremden Land zu gründen hat natürlich seine Tücken. Jetzt betreibe ich von hier aus einen Online Shop in Deutschland. Zudem engagiere ich mich ehrenamtlich für ein Kinderheim hier in Johannesburg und tüftele gerade an der Idee eine eigene Charity Organisation zu gründen. In der Zwischenzeit, vor 8 Monaten, kam übrigens auch unser Sohn zur Welt, der natürlich die meiste meiner Zeit in Anspruch nimmt.

Was genau gibt es denn in Deinem Online Shop?

Ich kaufe auf südafrikanischen Märkten Gemälde von lokalen Künstlern, zu fairen Preisen, und verkaufe sie in meinem Shop www.arts-of-africa.de. Somit habe ich mein eigenes kleines Business und eine weitere Art hier die Menschen zu unterstützen. Denn durch den Verkauf der Gemälde an mich haben die Künstler ein kleines Einkommen. Die Gemälde sind alle handgemalte Unikate. Ich habe auch einen Wunschservice. Wenn jemand ein spezielles Motiv, Größe oder Stil haben möchte, versuche ich, diesen Kundenwunsch bestmöglich zu erfüllen. Ich versende die Gemälde an meinen Logistikpartner in Deutschland. Einfach um Lieferkosten zu sparen und um die Lieferzeit für den Kunden in Deutschland geringer zu halten.

Also wer gerne ein original Bild aus Südafrika hätte kann sehr gerne in meinem Shop vorbeischauen.

War es kompliziert eine Firma in Südafrika zu gründen?

Ja, das Gründen der Firma brachte durchaus Schwierigkeiten mit sich. Keine Firmengründung ohne Bankkonto, kein Bannkonto ohne work permit, keine work permit ohne bestehende Firma. Ein Kreislauf… Zum Glück ist mein Mann Südafrikaner und konnte mir aushelfen. Er hat dann z.B. das Bankkonto zuerst in seinem Namen eröffnet und war kurzzeitig Direktor meiner Firma. Anschließend musste das dann natürlich alles wieder auf meinen Namen abgeändert werden. Kompliziert, aber zum Glück hat es letzten Endes geklappt.

Erzähle doch ein bisschen vom Kinderheim, das Du unterstützt.

Das Kinderheim heißt Hugh’s Haven und liegt in Kelvin, Johannesburg. Es beherbergt derzeit 17 Kinder im Alter von 1 – 8 Jahren. Die Kinder sind entweder verwaist oder ihre Eltern können sich aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründen nicht um sie kümmern. Ein wichtiges Ziel haben wir erreicht. Das Heim konnte in ein größeres, helleres Haus mit Garten in einer sicheren Gegend ziehen und sie müssen keine Miete zahlen. Die Kosten für die Renovierung wurden komplett von einem deutschen Spender übernommen. Zwei weitere wichtige Dinge stehen noch aus: Wir müssen versuchen genügend regelmäßige Spender zu finden, um die laufenden Kosten zu decken (für Lebensmittel, Strom, Medizin etc.) und wir müssen alle nötigen rechtlichen Voraussetzungen schaffen, damit die Kinder zur Schule gehen können.

Du sagst Du möchtest eine eigene Charity Organisation Gründen. Kannst Du uns mehr darüber erzählen?

Das ist noch ganz im Anfangsstadium. Geplant ist es nicht nur eine einzige feste Einrichtung wie z.B. das Kinderheim zu unterstützen, sondern breiter gefächert. Dies sind Projekte, die ich ins Auge gefasst habe:

-Spender für Schulgelder finden (Paten)
-Nachmittagsbetreuung in sozial schwacher Gegend
-Essen kochen und verteilen
-Medizin, Kleidung, Spielzeug etc. sammeln und an Bedürftige verteilen
-Sportaktivitäten anbieten
-Fun Days für Kids im Township organisieren
-Skills Training für Teenager und junge Frauen

Natürlich ist all dies nur mit Unterstützung von Spendern möglich. Falls jemand Interesse daran hat und gerne spenden möchte (oder in Kapstadt lebt und mit anpacken möchte) meldet Euch bitte. Ich stehe jederzeit für alle Fragen zur Verfügung. Es wäre wirklich toll, wenn wir zusammen das Leben einiger Menschen positiv verändern würden. silke.rylands@arts-of-africa.de

Was magst Du an Südafrika besonders und was nicht so sehr?

Natürlich mag ich das Wetter. Hier wird es einfach nicht so kalt wie in Deutschland. Wobei ich sagen muss, dass ich hier abends im Winter manchmal ganz schon friere. Hier gibt es keine Isolierung wie bei uns oder Zentralheizungen. Die Lebensweise ist einfach ganz anders. Leute sind entspannter, nicht so sehr von Zeit- und Erfolgsdruck geprägt. Die Arbeitsmoral ist ebenfalls größtenteils eine andere, was mich manches mal zur Verzweiflung gebracht hat. Die Leute hier sind offener. Die Landschaft Südafrikas und die Tierwelt sind wunderschön. Hier gibt es alles – Meer, Berge, man kann auf Safaris gehen, unendliche Weiten mit dem klarsten Sternenhimmel, den man sich vorstellen kann.

Woran ich sehr zu knabbern habe ist die Armut hier. Es gibt kein soziales System wie in Deutschland und viele Menschen leben wirklich am absoluten Existenzminimum. Millionen Menschen leben in Blechhütten in Townships, an jeder Ecke sieht man Bettler. Deshalb hatte ich auch das dringende Bedürfnis mich hier für die weniger Privilegierten zu engagieren.

Und auch die Rassendiskriminierung ist doch noch sehr spürbar, von beiden Seiten. Leider herrscht hier auch viel Kriminalität. Mir ist bisher nichts passiert, aber fast jedem, den ich kenne. Das ist schon manchmal ein wenig beängstigend. Das Essen hier ist sehr lecker und in Restaurants essen gehen vergleichsweise günstig.

Resumé nach 2 Jahren: würdest du es wieder tun?

Auf jeden Fall. Ich musste damals eine Grundsatzentscheidung treffen: den Mann, den ich liebe aufgeben oder ein neues Leben auf einem anderen Kontinent starten. Ich hätte es mein Leben lang bereut, wenn ich nicht umgezogen wäre, um bei meinem Mann zu sein. Meinen Sohn, das tollste Geschenk, das man sich vorstellen kann, ein kleines Wunder, würde es nicht geben und ich kann und will mir ein Leben ohne ihn gar nicht vorstellen. Zudem habe ich auch so viele andere neue Erfahrungen gesammelt und auch Einiges über mich selbst gelernt. Natürlich vermisse ich meine Familie und Freunde sehr. Trotzdem würde ich es immer wieder so machen.

Einmal um die Welt mit Stop in Südafrika

Ein Interview mit Bolle und Marc, die im Moment auf Weltreise sind.

Stellt Euch bitte vor

Wer wir sind? Wir sind zwei Weltenbummler, die verrückt nach dem Leben sind und ihr Herz am rechten Fleck tragen. Im September 2015 haben wir den Entschluss gefasst, endlich in ein neues Leben zu starten. Wir wollten nicht mehr länger nur für andere arbeiten. Endlich wollten wir es selbst anpacken, unser Leben selbst gestalten und mit eigenen Inhalten füllen. Schnell hatten wir begriffen, dass das Leben doch so viel mehr zu bieten hat, als 40 Stunden die Woche oder mehr im Büro zu sitzen.

Bolle und Marco in Mauritius
Bolle und Marco in Mauritius

Erzählt mal, wie der Entschluss zur Weltreise bei Euch gereift ist.

Im Februar 2015 lernten wir uns über eine Dating App kennen, trafen uns ein paar Mal und verliebten uns. Klingt nach einem kitschigen Film, aber genau so war es. Irgendwann erfuhr ich von Marcos Plänen. Er hatte bereits Wohnung und Job gekündigt um die Welt zu bereisen. Da musste ich erstmal schlucken. Ich wollte nicht, dass alles schon wieder zu Ende war, bevor es richtig beginnen konnte.

Doch schnell steckte er mich mit seinem Optimismus und seiner Abenteuerlust an. Nun hatte ich die Wahl: mitgehen oder Zuhause bleiben. Aber was hatte ich schon zu verlieren? Was hatten WIR zu verlieren? Nichts außer Zeit! Und so stürzten wir uns schon 8 Monate später ins Ungewisse, in unser persönlich größtes Abenteuer.

Wie waren die Reaktionen der Familie und Freunde auf Euren Plan?

Unsere Familien haben uns von Anfang an unterstützt. Natürlich ist es besonders für eine Mutter sehr schwer, Ihr Kind gehen zu lassen. Alle wussten aber, dass es genau das Richtige für uns ist. Daher waren Reaktionen wie: „Es war ja klar, dass du es irgendwann mal machen wirst!“ oder „Das passt zu Euch! Ihr macht das richtig!“ nur eine Bestätigung für uns. Und auch knapp 550 Tage nach dem Start stehen alle hinter unseren Plänen und unterstützen uns, wo sie nur können. Wir telefonieren viel, machen Live-Chats und können uns dank der heutigen Technik immer sehen – egal wo wir sind. Das macht vieles wesentlich einfacher.

Was waren die größten Hindernisse?

Das größte Hindernis ist man meist selbst. Der Entschluss und den Mut aufzubringen, ist die größte Hürde. Danach ist alles verhältnismäßig einfach. Anfangs erscheint alles wie ein riesiger Berg voll Arbeit. Man weiß gar nicht wo man anfangen soll. Auch wird es nicht einfacher, wenn man z.b. nach dem Gespräch mit drei Mitarbeitern der Agentur für Arbeit insgesamt vier verschiedene Angaben bekommt. Aber mit der Zeit bekommt man alles recht gut gemeistert.

Da wir beide aber komplett überzeugt von unserem Vorhaben waren, haben wir alle Dinge mit sehr viel Power und Freude erledigt. Das Schlimmste war der Abschied von allen. Das schmerzt schon sehr. Als wir aber das erste Land betraten, war all der Kummer weg. Dort merkten wir: „Okay – jetzt gehts los! Liebes Leben – da sind wir. Und wir sind sowas von bereit!“

Wie plant man solch eine Reise?

Wir haben viel im Netz recherchiert und zu anderen Weltenbummlern Kontakt gesucht. Sei es in Facebook Gruppen, über Facebook oder andere Foren. Im Netz findet man ja alles, was man wissen muss. Nun mussten wir uns mit Themen auseinandersetzen wie Krankenversicherung, Jobs, Kündigung der Wohnung, Visa, Impfungen und und und.

Wir haben uns eine To-Do-Liste angelegt, welche mit der Zeit immer länger wurde. Dennoch erledigten wir alles rechtzeitig. Was wir nicht geplant haben war eine Reiseroute. Einfach One-Way Ticket buchen, das erste Hotel und schauen, wo es einem gefällt. Im Nachhinein lachen wir oft über die Planungsphase, da sie am Ende viel einfacher war, als wir es anfangs gedacht hatten.

Wie habt Ihr die Finanzierung gestemmt?

Wir haben direkt nach unserem Entschluss damit begonnen, eisern zu sparen. So ganz ohne Geld sollte man so ein Abenteuer natürlich nicht wagen. Wir haben das Auto verkauft, Möbel verkauft, die letzten Fotojobs angenommen, Minijobs gemacht und versucht, so viel wie nur möglich von unseren Gehältern zu sparen. Auch ist es wichtig, Ausgaben zu hinterfragen und entsprechend zu vermeiden. Also keine Shopping-Touren mehr, keine Parties, selbst kochen statt Essen zu gehen usw.

So kamen nach 6 Monaten knapp 12.000€ zusammen. Damit kommt man in (Südost-) Asien mindestens ein Jahr lang gut über die Runden. So hatten wir auch genügend Zeit, um neue und eigene Projekte anzugehen und Einnahmequellen zu erschließen.

Vor Beginn der Reise starteten wir unseren eigenen Reiseblog. Natürlich sollten Freunde und Familie stets auf dem Laufenden gehalten werden. Relativ schnell entwickelte sich der Blog in eine andere Richtung, wir bekamen viel Aufmerksamkeit von fremden Leuten, immer mehr Leser verirrten sich auf unsere Seite.

Mit der Zeit wurde unser persönliches „Tagebuch“ zu unserem kleinen „Business“ mit dem wir anfangs ein kleines Taschengeld dazu verdienten. Nebenbei arbeiten wir zudem für andere Firmen als Freelancer, schreiben Texte und kümmern uns um eigene Projekte.

Mittlerweile hat auch der Blog eine Größe erreicht, mit der wir nun auch für Firmen interessant werden. Was auch wieder gewisse Möglichkeiten mit sich bringt. Nach fast 2 Jahren nehmen wir nun also konstant Geld mit unserem „kleinen Business“ ein und können so schon einen großen Teil der Ausgaben finanzieren. Und auch unser veröffentlichtes E-Book über Südafrika ist eine weitere Einnahmequelle.

Unter welchen Gesichtspunkten habt Ihr Eure Länder ausgewählt?

Wir sind damals einfach mit einem Oneway-Ticket über Dubai und Sri Lanka nach Bali geflogen. Das war auch schon der „Plan“. Vorab besorgten wir uns ein 2-Monats-Visum, damit wir erst einmal genug Zeit hatten, richtig anzukommen. Spontan entschieden wir dann immer, wie es weiter geht. Mal hat der eine einen Vorschlag, mal der andere.

Asien war ein guter Start, da es natürlich vor allem sehr günstig ist, dort zu leben. Man kommt problemlos und sehr einfach in ein nächstes Land. Wichtig war uns nur: Meer, Strand, Internet und gutes Wetter. Und so sind wir die meisten Zeit nach den Klimatabellen der einzelnen Länder gereist. „Gerade ist Regenzeit in Thailand? Na dann fliegen wir erst einmal nach Vietnam.“

Da wir unsere Arbeit online verrichten, sind natürlich komplett abgelegene Orte für uns schwierig zu managen. So haben wir es leider nicht auf die Philippinen geschafft, da man dort auf den Inseln nicht mit stabilem Internet rechnen kann. Aber sowas holen wir dann nach, wenn wir offiziell „Urlaub“ haben und nicht arbeiten müssen.

Warum habt Ihr auch Südafrika ausgewählt?

Ich (Bolle) war bereits 2013 schon einmal in Südafrika und habe dort direkt mein Herz verloren. Nie zuvor hatte ich so ein wunderschönes und vor allem vielseitiges Land gesehen.

Ständig schwärmte ich davon, doch leider waren die Flüge von Asien aus einfach zu teuer. Dann flogen wir nach knapp 10 Monaten das erste Mal zurück nach Deutschland, um unsere Familien zu überraschen.

Die Hochzeit meiner Schwester stand vor der Tür und dieses Ereignis wollten wir auf keinen Fall verpassen. In solchen Situationen gibt es nichts Wichtigeres, als bei der Familie zu sein. Und das Beste an unserem Deutschland-Urlaub: Wir buchten einen super günstigen Flug (dank Systemfehler der Airline) von Rom nach Johannesburg mit Weiterflug nach Bangkok für nur unglaubliche 280€. Das war perfekt für uns und so zögerten wir keine Minute.

Könnt Ihr kurz den Streckenverlauf vorstellen?

Nach einem schönen Tag in Rom, machten wir uns über Äthiopien auf den Weg nach Johannesburg. Alles was wir vorab gebucht hatten war ein Hostel in Maboneng und ein Mietwagen. Der Rest würde sich schon ergeben – dachten wir uns. Und so fuhren wir anschließend einfach drauf los und ließen uns Treiben.

Schon auf den ersten Kilometern verliebten wir uns beide unsterblich in dieses Land. Es ist einfach das „schönste Ende der Welt“. Von Johannesburg aus fuhren wir quer durchs Land bis nach Kapstadt. Ein richtiges Ziel hatten wir so gesehen eigentlich nicht, dennoch wollten wir so viel wie möglich vom Land sehen. Relativ schnell bemerkten wir, dass wir zu wenig Zeit hatten. Und so fuhren wir zu einem Emirates-Büro und verschoben unseren Weiterflug weit nach hinten.

Das ist eben das Gute an unserem jetzigen Leben: wir entscheiden stets selbst, wo wir hin wollen und vor allem wann und wie lange. Wir können so lange an einem Ort bleiben, wie wir wollen (es sei denn wir müssen das Land verlassen wegen Visa-Bestimmungen).

So fuhren wir also zu den Drakensbergen, weiter Richtung Küste bis nach Kapstadt.

Zwischendurch fuhren wir immer mal wieder ins Landesinnere auf die R62, um nicht nur die „Standard-Sachen“ abzufahren. Und wir werden definitiv wiederkommen, da wir noch lange nicht alles gesehen haben.

Gibt es ein Erlebnis (in Südafrika), dass Ihr wahrscheinlich nie vergessen werdet?

Oh ja das gibt es. Spontan fuhren wir an der Bloukrans Bridge Nähe Nature’s Valley vorbei. Wir hielten an und schauten uns die beeindruckende Brücke aus der Ferne an. In dem Moment schauten wir uns beide an und die Sache war klar: Wir werden da auch runterspringen! Ich zitterte am ganzen Körper, sagte zu Marco lediglich: „Okay, kauf die Tickets schnell, bevor ich es mir anders überlege!“ Zu meinem Glück war der Ticketverkauf bereits geschlossen. So konnte ich mich mental auf den nächsten Tag vorbereiten.

Diesen Sprung werden wir beide nie vergessen! Es war ein unbeschreibliches Erlebnis. Noch heute kribbelt es im ganzen Köper, wenn wir uns das Videomaterial anschauen. Ich (Bolle) würde es persönlich nie wieder machen, Marco hingegen fand Gefallen daran. Männer eben!

Ein weiterer unglaublicher Moment war, als wir mit dem Auto über den Chapman’s Peak Drive fuhren, an den Zwölf Aposteln vorbei und uns Camps Bay näherten. Die Abendsonne ließ die Bucht in eine umwerfende Atmosphäre tauchen. Wir parkten das Auto am Straßenrand, blickten auf die Bucht und die Bergkette. Wir blickten auf das Meer und lagen uns mit Tränen in den Augen in den Armen. Vollkommen zufrieden und glücklich erreichten wir nach 3500 Kilometern Kapstadt.

Hinter uns lag einer der schönsten Roadtrips unseres Lebens.

Ihr wart ja auch in Kapstadt. Könnt Ihr nachvollziehen, warum so viele Deutsche Kapstadt – süchtig sind?

Das können wir sehr gut nachvollziehen. Kapstadt hat so ein wunderbares und ganz eigenes Flair. Wir könnten uns sehr gut vorstellen, eines Tages dort für eine längere Zeit zu leben. Die Stadt ist bunt, modern, multikulturell, hip, trendy und eben so ganz eigen. Marco verliebte sich sofort in die Metropole und ich konnte es absolut nachvollziehen.

Der Mix aus Natur, Großstadt und das Meer machen Kapstadt zu einem wunderschönen Fleckchen Erde. Das wäre ein Ort für uns, an den wir uns sehr schnell gewöhnen könnten.

Ihr habt ein E-Book zu Südafrika herausgegeben. Warum sollte das Buch jemand lesen, wenn es überall kostenlose Info gibt?

Weil es sehr viel entspannter ist, es sich mit einem schönen E-Book in der Hand auf dem Balkon oder Sofa gemütlich zu machen, als Inhalte von 298 Seiten im Internet zu recherchieren. Das eine ist pure Vorfreude auf Südafrika, das andere ist Arbeit :)

Uns fehlte eine Informationsquelle, die so wirklich alles abdeckt und sich trotzdem auf die wesentlichen Dinge fokussiert, die Südafrika-Einsteiger eben wissen sollten. Was muss ich beachten wenn ich ein Auto mieten möchte? Was gibts im Straßenverkehr zu beachten? Welche Alternativen habe ich zu einem Mietwagen? Welche Strecke bzw. Reiseroute ist in zwei, drei, vier Wochen machbar? Und was gibt es in den jeweiligen Orten zu sehen? Mit welchen Kosten muss man rechnen? Welche Camps gibt es rund um den Krüger Nationalpark? Wo kann ich die Big Five
sehen?

Natürlich kann man alle Informationen irgendwo in den Tiefen des Internets finden, man muss aber eben viel Zeit aufwenden.

Auch vor der Konkurrenz verstecken wir uns nicht. In einem Hostel haben wir etwas in einem Lonely Planet nachgeschlagen und fanden das Buch total überladen. Klar findet man entsprechend viel darin, doch jemand der 2-3 Wochen durchs Land reisen möchte, braucht unserer Meinung nach nicht unbedingt 3000 Restaurant-Empfehlungen.

Bisher bekamen wir ausschließlich positives Feedback, selbst wenn wir explizit nach Schwachstellen gefragt haben. Das bestärkt uns und das Konzept des E-Books natürlich ungemein. Daher haben wir auch gar keine Angst vor den großen Marken wie Lonely Planet und Marco Polo. Wir haben einfach unsere Erfahrungen mit viel Seele, Herz und Persönlichkeit kompakt verpackt.

Wie lange seid Ihr noch on tour und was habt Ihr nach dem Ende Eurer Welterkundung vor?

Nachdem wir nun 3,5 Monate auf Mauritius verbracht haben (hier haben wir unseren Südafrika Reiseführer fertiggestellt), geht es nun zurück zurück Richtung Europa. Zuerst zur ITB nach Berlin und direkt im Anschluss weiter nach Barcelona, Marrakech und Andalusien. Im Mai werden wir dann 2 Monate durch unser Heimatland Deutschland reisen. Wir kennen einfach viel zu wenig über unsere Heimat und wollen das vor allem in diesem Jahr ändern.

Dabei stehen besonders Menschen im Mittelpunkt. Ein „besonderes Gebäude“ ist für uns halb so spannend wie die Geschichten und Erlebnisse die uns von Mitmenschen erzählt werden. Getreu dem Motto: „Gemeinsam mit Euch die Heimat entdecken“, werden wir unsere Leser besuchen und gemeinsam mit ihnen die Hotspots ihrer Stadt erkunden. Die Route und den gesamten Ablauf findet man auf unserer Homepage. Anschließend werden wir dann erst einmal zurück nach Berlin und Zeit mit der Familie verbringen, bevor die nächsten Flugtickets ins Haus flattern werden.

Wohin? Lassen wir uns einfach mal überraschen! Ein Ende ist also noch nicht in Sicht :)

 

 

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