Zwei Wochen Schnupperpraktikum

Praktika,

Auslandspraktikum

Ich war gerade unterwegs in Namibia, inmitten einer Gruppe von Backpackern aus aller Welt. Nach den ersten 6 Wochen an einer Sprachschule in Kapstadt gönnte ich mir die Auszeit, um etwas von diesem schönen Kontinent kennen zu lernen. Eine der Mitreisenden brauchte mich bei einem abendlichen Gespräch auf eine neue Idee, wie ich mein Englisch verbessern könnte. Ein Sprachkurs kostete doch eine Menge Geld, hingegen wäre doch ein Praktikum kostenlos. Im besten Fall verdiene man vielleicht sogar etwas Geld. Sie erzählte mir jedenfalls, daß sie auf diese Weise ihre Sprachkenntnisse stark verbessert habe. Für mich klang dies erst mal einleuchtend, doch wie sollte ich denn an eine Praktikumsstelle kommen? Soweit ich wußte, bekommt man als Ausländer kaum eine Chance, an solch eine Stelle zu gelangen zu gelangen. Außer man bezahlt für die Vermittlung. In ihrer Firma am Rande von Kapstadt gäbe es vielleicht die Möglichkeit, ein Praktikum zu absolvieren, meinte sie. Anschließend gab sie mit die Handynummer von ihren Chef. Ich solle ihren Namen mit erwähnen, wenn ich anrufe.

Mit dem Praktikum hat es geklappt

Gesagt getan. Unmittelbar nach meiner Rückkehr in Kapstadt rief ich dort an. Der Chef zeigte sich ziemlich aufgeschlossen. Er meinte, daß er morgen zurück rufen wird und mir Bescheid gäbe. Am nächsten Morgen kam der Anruf – ein Praktikum sei möglich. So begann meine Zeit als Praktikant in einer südafrikanischen Baufirma. Dummerweise war der Sitz der Firma außerhalb von Sea Point im Industriegebiet von Blackheath, etwa 40 km entfernt von meinen bisherigen Wohnort. Ein Auto hatte ich nicht, Busverbindungen gab es auch nicht. Zu meinem Glück führte jedoch eine der wenigen Bahnlinien hier vorbei. Obwohl mir viele davon abrieten, wollte ich die Bahn nutzen, um zu meinen Praktikumsplatz zu gelangen. Das Ticket selbst war spottbillig und bis auf einmal hatte ich immer einen pünktlichen Zug erlebt.

Südafrika Reiseangebot

Ein Praktikum in einer südafrikanischen Firma

Die Baufirma war relativ klein, etwa 20 Leute im Büro und eine unbekannte Anzahl von Arbeitern draußen. Es gab etwa 5 Bauingenieuren, die in verschiedenen Bereichen arbeiteten. Ich wurde einen Mitarbeiter zugeordnet und sollte ihm erst mal nur zuschauen. Da ich kein Geld bekommen würde, gab es keinen Druck, sofort effizient zu arbeiten. Ich konnte einfach nur beobachten und mich mit den Angestellten unterhalten. Da meine Englischkenntnisse noch nicht perfekt waren, gab es auch immer mal Verständnisschwierigkeiten. Wenn mein Betreuer auf Baustellen mußte, begleitete ich ihn. So lernte ich auch einige Ecken Kapstadts kennen, die nur wenige Touristen bisher sahen. Schnell stellte ich jedoch fest, daß es Unterschiede zur Heimat in Deutschland gibt. Alles war etwas chaotischer und ineffizienter. Terminzusagen wurden fast immer gebrochen, was aber Usus in Afrika ist. Gewöhnt man sich erstmal an die typischen afrikanischen Eigenheiten, kann man es jedoch gut aushalten. Mit den Mitarbeitern kam ich gut klar, meine Sprachkenntnisse verbesserten sich auch. Dummerweise klappte es nicht mit einem längeren Praktikum. Ich hatte mir schon ausgemalt, eine Wohnung im nahegelegenen Badeort Strand zu mieten und dann etwas länger den South African way of working life zu erleben.

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