Wunderbare Strände auf Phu Quoc in Vietnam

Strandleben auf Phu QuocMein Flugzeug landete kurz nach Mitternacht auf dem Saigoner Flughafen in Vietnam. Die Passkontrolle verlief sehr schnell und innerhalb von 30 Minuten nach der Landung hatte ich meinen Rucksack in der Hand. Jetzt war die große Frage, wie es weitergehen sollte. Mein Anschlussflug nach Phu Quoc startete um 6 Uhr und jetzt war es kurz vor 1 Uhr. Der Saigoner Flughafen hat ein Terminal für internationale und für nationale Flüge, somit lief ich zum Terminal für Inlandsflüge. Die Luft im Außenbereich war trotz der späten Stunden noch warm, aber auch stickig. Mit Entsetzen stellte ich fest, dass mein Abflugsterminal geschlossen war und erst wieder am frühen Morgen öffnete. In den internationalen Terminal kam ich nicht mehr rein, somit musste ich mich mit dem Gedanken anfreunden, meine erste Nacht auf vietnamesischen Boden im Freien vor dem Flughafengebäude zu verbringen. Glücklicherweise gab es einige Bänke zum Sitzen, außerdem fanden sich dort auch noch andere Wartende. Die Wartezeit verging dann doch relativ schnell und gegen 4.30 Uhr konnten wir den nationalen Flughafenterminal betreten.

Der Flug auf die vietnamesische Trauminsel Phu Quoc

Ich hatte mir schon meine Gedanken gemacht, was für ein Flugzeug dann eingesetzt werden würde. Wahrscheinlich kein moderner Jet, sondern eher eine in die Jahre gekommene Maschine. Der Eindruck war dann doch ok, obwohl es sich um ein Propellerflugzeug mit etwa 80 Sitzen Vietnamesisches Flugzeughandelte. Der Hinflug wurde von einem Zwischenstopp in Rach Ghia unterbrochen, wo alle Passagiere das Flugzeug verlassen musste. Beim Landen konnte ich überall überschwemmte Strassen und Felder sehen. Es sah so aus, als ob erst vor Kurzen ein heftiger Regenschauer niedergegangen war. Das Flugzeug startete dann wieder und flog auf die Insel. Die ersten Blicke auf die Insel aus dem Flieger heraus waren viel versprechend. Lange Strände, viel Wald und glasklares Wasser war erkennbar. Komischerweise drehte das Flugzeug eine Runde nach der anderen. Zuerst dachte ich, dass es gemacht wurde, um den Touristen schon etwas Vorfreude einzuhauchen. Die Wendungen hörten jedoch nicht auf und als ich dann noch ein komisches Licht sah, was nach einem brennenden Propeller aussah, bekam ich es echt mit der Angst zu tun. Der Flieger verlor dann noch etwas an Höhe, es zeigte sich aber, dass alles in Ordnung war. Ich bin zwar schon sehr oft geflogen, aber für einige Sekunden hatte ich das erste Mal Angst um mein Leben. Der Flieger fliege landete jedoch dann problemlos auf dem kleinen Inselflughafen und der Urlaub konnte beginnen.

Ein schönes Hotel direkt am Strand von Phu Quoc

Es war jetzt Ende Oktober, die Urlaubsaison auf der Insel hatte noch nicht begonnen. Beste Reisezeit ist Mitte November bis Ende März, dann ist es heiß und trocken. Aufgrund der Vorsaison hatte ich auch keine Unterkunft gebucht, die Auswahl müsste ja groß sein. Am Ausgang sprach Hotel Tropicanamich gleich ein Vermittler eines Hotels an und teilte mir den Preis mit. Im Gebäude gab es noch eine Art Touristeninformation, die aber auch nur als Agent für diverse Hotels agierte. Der Preis von 25 USD für eine Ferienwohnung erschien mir erstmal akzeptabel, da mein Reiseführer von diesem Hotel Tropicana auch nicht so schlecht schrieb. Als besonderen Service brachte man mich sogar ins Hotel, so dass ich mir das Taxi sparen konnte. Das Hotel Tropicana war schon etwas in die Jahre gekommen, die Zimmer waren jedoch tiptop und die Lage am Strand perfekt. Außerdem gab es einen großen Pool. Ich entschied mich trotzdem, erstmal nur für eine Nacht zu buchen und mich noch etwas vor Ort umzuschauen.

Die Suche nach einem Alternativhotel

Das touristische Leben in Phuo Quoc spielt sich zum großen Teil am Langen Strand südlich der Hauptstadt Duong Dong ab. Hierbei handelt es sich um einen etwa 9 km langen schönen Sandstrand, der zur Stadt hin schon komplett mit Ressorts, Hotels, Bungalows, Bars und Restaurants bebaut ist. Je weiter man nach Süden kommt, desto unbebauter ist es. Das Wasser ist glasklar und richtig warm. Nach einer kurzen Rast begann ich mit der Erkundung des Strandes und der Suche nach weiteren Übernachtungsoptionen. Ich stellte schnell fest, dass es wirklich der absolute Beginn der Saison ist, die Auslastung der Hotels war im Schnitt bei etwa 20 Prozent. Die billigeren Unterkünfte waren teilweise noch komplett geschlossen. Die benachbarten Ressorts, die ebenfalls Swimmingpools und ein gewisser Niveau hatten, klapperte ich der Reihe nach ab. Die regulären Preise für ein Doppelzimmer lagen zwischen 80 und 150 US Dollar. einzelne Hotels gaben bis zu 50 Prozent Rabatt. Nachdem ich diverse Anlagen besichtigt hatte, musste ich aber feststellen, dass meine Rate im Tropicana von 25 US Dollar pro Nacht nicht zu schlagen war und blieb dort die volle Woche.Langer Strand auf Phu Quoc

Am Strand faulenzen und Baden – Phu Quocs Angebot

Laut meinen Reiseführer gibt es in Phu Quoc 2 Dinge zu tun – am Strand faulenzen und im Meer baden. Ich gab mich diesen Aktiviäten am Anfang extrem hin. Das Hotel hatte glücklicherweise ein Regal mit Büchern, somit konnte ich hier aus dem Vollen schöpfen. Überall gibt es Stände, wo Massage angeboten wird. Die Preise variieren von 5 USD für eine Stunde auf einer Strandliege bis zu 20 USD je Stunde in modernen Spas. Hier wird auf höchsten Niveau und Ambiente alles angeboten, was es an Behandlungen und Massagen in Asien gibt. Zwischen 11 und 15 Uhr wird am Strand jedoch schon extrem heiß, dann ist es besser, sich im Schatten zu verkriechen. Gegen 17 Uhr erreichten die Temperaturen ein angenehmes Maß und vor vielen Hotels wurde am Strand Volleyball gespielt. 18 Uhr wurde es dann stockdunkel und alle Urlauber bereiteten sich auf das Abendprogramm vor, dass hauptsächlich aus Essen gehen und etwas Strandspaziergang besteht.

Überall am langen Strand gibt es Strandrestaurants, wo man typische lokale Mahlzeiten bekommen kann. Spezialität vor Ort ist natürlich Sea Food in allen Varianten und das zu extrem niedrigen Preisen. Im Regelfall bezahlt man für eine Portion Garnelen mit Reis oder Fisch mit Reis und 2 Getränken weniger als 10 Euro. Nach Beendigung des Essens kann man dann in eine der Strandbars begeben und beim Blick aufs Meer einen Cocktail schlürfen. Auf der Hauptstrasse gibt es diverse Bars, die bis in die Nacht ein entsprechendes Nightlife garantieren.

Südafrika Reiseangebot

Hauptattraktion Nachtmarkt in Duong Dong

Frischer Fisch auf dem NachtmarktIn Phu Quocs Hauptstadt wird jede Nacht ein Markt abgehalten. Natürlich gibt es auch die Stände mit Souvenirs und sonstigen Schnickschnack, Hauptattraktion sind aber die vielen Straßenrestaurants mit dem Sea Food Angebot. Vor jedem Stand gibt es eine reichhaltige Auslage mit den gefangenenn Fischen, Garnelen, Krebsen, Muscheln und sonstigen Meeresgetier. Es gibt hier Tiere, die man garantiert noch nie gesehen hat, hier aber mal kosten sollte. Am besten ist es, an mehreren Abenden sich durch die verschiedenen Stände und Sea Food Möglichkeiten durchzuessen. Das Beste neben der absoluten Frische ist hier der Preis, der noch mal einiges günstiger als in den schon preiswerten Restaurants ist.

Tagesausflüge auf die Insel Phu Quoc

Nach einigen Tagen Strandaufenthalt buchte ich dann einen Tagesausflug auf einen Boot zu den südlichen Inseln. Laut Beschreibung konnte man hier vor mehreren Inseln Schnorcheln. Der Minibus mit den 10 Touristen hielt nach 30 Minuten erstmal an einem riesigen Geschäft für Perlen. Hier gab es alle Arten von Perlenschmuck zu erweben. Nach einer kurzen Pause fuhren wir dann ganz in den Süden der Insel, wo unser Ausflugsboot startete. Erster Zwischenstopp war noch im Hafenbereich an einer Fischfarm, wo man Krebse, Garnelen und Schnecken züchtete. Einige Mitreisende kauften sich Krebse. Dann ging es weiter Richtung der Inselwelt. Zwischen einigen Inseln stoppte das Boot wieder und jeder Tourist bekam eine AnglerglückAngelschnur in die Hand gedrückt, da Angeln auch Programmbestandteil war. Es war zwar nicht zu glauben, aber im Minutentakt wurde von der Gruppe ein Fisch gefangen. Es handelte sich um eine kleine Art, die Größe war zwischen 3 und 5 cm. Ich fing auch einen Fisch, der zu dem Größeren gehörte. Nach etwa 30 Minuten sammelten sich diverse Fische im Eimer und das Mittagessen war gesichert. Bisher hatte ich noch nie erlebt, dass man bei einem Ausflug erstmal seinen Fisch selbst angeln sollte, hier funktionierte es. Allen Teilnehmern machte es echt Spaß, bei vielen war der Jagdtrieb ausgebrochen.

Nach dieser Angelpause ging es dann zu den einzelnen Riffs, wo wir dann Schnorcheln konnten. Die Riffs waren jetzt nicht extrem beeindruckend, es schwammen jedoch einzelne bunte Fische herum. Nach 2 Schnorchelrunden gab es dann Mittagessen, unseren gefangenen Fisch mit Reis und etwas Gemüse und eine Fischsuppe, alles echt lecker. Am Naschmittag fuhren wir dann direkt zum Hafen zurück, um mit dem Bus noch zu einem besonders schönen Strand an der Ostküste zu gelangen.

Unterwegs stoppten wir an einem Museum, das den Opfern der südvietnamesischen Militärdiktatur während des Vietnamkrieges gedachte. Eine Art Propagandamuseum. Der Strand .“Dam Beach“. war jedenfalls wunderschön, es gab den perfekten Sand. Der ganze Tagesauflug kostete nur 14 Euro, ein echtes Schnäppchen. Den gleichen Tagesausflug gibt es auch noch in den Norden. Dort befinden sich kurz vor der kambodianischen Grenzen auch eine Vielzahl von Inseln.

Ausflug mit dem Mofa

Viele Touristen benutzen zur Inselerkundung ein Mofa. Ich entschied mich auch, für 7 Euro solch ein Gefährt zu mieten. Das letzte Mal bin vor 20 Jahren mit dem Moped gefahren und war daher mehr als erfreut, als es sich hier um Mofas ohne Gangschaltung handelte. Man gab einfach Gas und erreichte dann Geschwindigkeiten von etwa 60kmh. Ganz einfach zu fahren. Im Norden der Insel gab es noch diverse Strände und auch einen Nationalpark, den ich nun erkunden wollte. Die ersten Kilometer waren echt kein Problem, die Strassen in guter Verfassung und die anderen Straßenteilnehmer fuhren zwar chaotisch, konnten aber auch entsprechend reagieren. Leider ist das Streckennetz auf Phu Quoc noch nicht komplett ausgebaut und nach etwa 15 km fand ich nur noch Schotterpisten vor. Da es immer wieder mal regnete, waren es eigentlich Schlammpisten, die einiges Fahrvermögen abverlangten.Vietnamesisches Alltagsgefährt Moped

Je weiter ich in den Norden kam, umso bescheidener war der Straßenzustand. Nachdem ich auf der Hauptstrasse in einem knapp 30 m langen Schlammloch fast festgesessen hatte, drehte ich wieder um und fuhr die nächstbeste Abzeigung zum Strand. Beim ersten Schlenker entdeckte ich ein wunderschönes Ressort, was komplett abgelegen war, aber an einem perfekten Strand lag. Deren Saison begann erst am darauf folgenden Tag, aber das Restaurant war glücklicherweise schon auf. Ein anderes Mal fand ich mich an einem schönen Strand wieder, wo nur ein kleines Restaurant war. Andere Strandgäste machten mich hier darauf aufmerksam, dass ich einen platten Reifen hatte, was ich gar nicht mitbekommen hatte. Ein Mann hat sich dann das Moped geschnappt und für 1 Euro den Reifen geflickt. Währenddessen konnte ich am Strand faulenzen und ein äussert gutes Mittagessen zu mir nehmen, war nochmal billiger war in der Stadt. Der Ausflug mit dem Moped war nett, aufgrund der schlechten Strassenverhältnisse kann ich es jedoch insbesondere kurz nach Ende der Regenzeit nicht empfehlen.

Ein Aufenthalt auf Phu Quoc ist für Strandliebhaber und Leute, die einfach nur mal relaxen wollen, erste Wahl. Hier gibt es Alles, was ein Tourist benötigt und das zu Preisen, die man kaum glauben kann. Optimalerweise kombiniert man den Strandurlaub mit einer Vietnam – oder Kambodiarundreise.

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