Wie nachhaltig ist Kapstadt?

Kapstadt
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Ein Thema, über das heutzutage alle Welt spricht, wird auch in Kapstadt ernst genommen: Nachhaltigkeit, Umweltschutz und soziale Verantwortung werden großgeschrieben und mit zahlreichen Maßnahmen in ganz Kapstadt angegangen. Das ist auch unbedingt notwendig, denn die Mutter Natur leidet in der Mother City seit einigen Jahren gewaltig. Zwischen 2017 und Mitte 2018 herrschte in Kapstadt die schlimmste Dürre seit über 100 Jahren, sodass die Stadt gezwungen war, den Wasserverbrauch der Bewohner stark einzuschränken. Zum Glück brachte ein regenreicher Winter dann doch wieder Wasser in die Dämme, was die Notlage deutlichverbesserte.

Dennoch ist in Kapstadt das Bewusstsein über mögliche Konsequenzen mehr als ausgeprägt. Hier war nämlich bereits vor einem Jahr die Rede von einem „DayZero“, einem Tag, an dem das Wasser hätte ausgehen können. Wäre solch ein Ereignis eingetroffen, wäre Kapstadt so die erste Metropole der Welt gewesen, der je das Wasser ausgegangen wäre.

Metropolen wie Kapstadt kommen natürlich auch eine besonders hohe Verantwortung in Sachen Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung zu. Zahlen der UNO ergaben, wie Watson.ch berichtet, dass die Metropolen zwar nur drei Prozent der Erdoberfläche einnehmen, sie jedoch die Hälfte der Menschen weltweit beherbergen und somit für rund 75 Prozent des weltweiten Ressourcenverbrauchs und 70 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich sein sollen. Dass diesen Großstädten eine immense Rolle im Kampf gegen den Klimawandel zukommt, ist da wohl nicht verwunderlich. Deshalb stellt sich auch Kapstadt den Herausforderungen und Fragen bezüglich Energie, Trinkwasserversorgung und Co.

Zuletzt wird außerdem die soziale Verantwortung in der Mother City großgeschrieben. Denn Nachhaltigkeit betrifft nicht nur die Natur, sondern auch die Gesellschaft, in der vor allem Unternehmen agieren. In Kapstadt verstehen die Unternehmen jedoch ihre Verantwortung gegenüber den Menschen ihrer Stadt und leisten deshalb auch ihren sozialen Beitrag zur Gesellschaft bei.

Maßnahmen und Konferenzen zum Umweltschutz

Kapstadt wurde im Sustainability Cities Index 2018, wie der Springer Verlag berichtete, als sogenannte „Evolutionary City“ – das heißt als Stadt, die dabei ist, sich rasant zu entwickeln – gerade mal auf Platz 97 von 100 platziert. Dies ergaben die Ergebnisse der Arcadis-Studie, die sich 100 Metropolen weltweit angesehen und auf die Faktoren Menschen, Planet und Wirtschaft untersucht hat. Leider fällt dieses Ergebnis nicht sonderlich gut für die Mother City aus. Dennoch ist die Stadt gerade dabei, sich zu verbessern. Regierung, Unternehmen und Bewohner sind stets auf der Suche nach innovativen Möglichkeiten und Technologien, Kapstadt noch nachhaltiger zu gestalten.

Bereits seit 2008 nutzt Kapstadt Windenergie, außerdem weist die Stadt mit 290 Quadratmetern eine besonders große Grünfläche pro Einwohner auf. Hierzu trägt sicherlich auch die legendäre Garden Route entlang der afrikanischen Südküste mit ihren Nationalparks bei. Des Weiteren unterstützt die Stadt einen überaus umweltbewussten Lebensstil. So soll in erster Linie mit Fahrradwegen und der kostenlosen Nutzung des Nahverkehrs den Autos der Kampf angesagt werden.

Hinzu kommen zahlreiche Maßnahmen, die die Stadt zur Steigerung des Umweltbewusstseins der Bevölkerung anstrebt. Regelmäßig finden daher in Kapstadt Konferenzen, Messen und Fortbildungen statt, die die Menschen und Angestellten über die Nachhaltigkeit unterrichten. Eine davon ist die Sustainability Expo in Waterfront Silo, über die ich bereits in einem vergangenen Beitrag berichtet habe. Ebenfalls wichtige Termine im Nachhaltigkeitsveranstaltungskalender ist die Sustainability Week, die im Mai 2020 in die zehnte Runde geht. Hier inbegriffen ist zudem die dritte Sustainable Cities South Africa Conference. Sie bringt die Regierung und den privaten Sektor in einen Dialog, um gemeinsam eine Lösungen für Kapstadt und Südafrika zu erarbeiten. Auch die Green Expo Africa hat sich der Nachhaltigkeit des Landes verschrieben. Hier werden vor allem Verbraucher angesprochen, denen Unternehmen vorgestellt werden, die nachhaltiges Leben und Arbeiten fördern. Von Energie- und Wasserersparnis, über Recycling und biologische Produkte, bis hin zu effizienten Transportmöglichkeiten können die Besucher Unternehmen und Produkte aus sämtlichen Bereichen kennenlernen. Neben Sodastream sind auch die örtlichen Unternehmen Sun International und die Immobilienfirma Pam Golding Properties vertreten, die nachfolgend vorgestellt werden.

Welche Maßnahmen ergreifen die Unternehmen?

Während das Bewusstsein zur Nachhaltigkeit wächst, haben es sich mehr und mehr Unternehmen in Kapstadt zum Ziel gemacht, diese in sämtlichen Belangen zu praktizieren. Darunter zählen beispielsweise Vorsätze wie den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, sich für den Umweltschutz einzusetzen oder den eigenen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Im Folgenden stelle ich euch nun zwei Unternehmen in Kapstadt vor und analysiere, was genau sie zur Nachhaltigkeit beitragen.

Südafrika Reiseangebot

Sun International

Das Tourismusunternehmen Sun International gehört zu den größten in ganz Afrika. Mit insgesamt 19 Häusern ist das Unternehmen sowohl in Afrika als auch in Südamerika vertreten. Darunter fallen luxuriöse 5-Sterne-Hotels, moderne Casinos und Premiumresorts. Das erfolgreichste ihrer Casinos ist die GrandWest Casino and Entertainment World in Kapstadt. Das liegt nicht nur an der einzigartigen Architektur und dem herausragenden Service, für den der Ort steht, sondern auch an seiner Nachhaltigkeit, die einen großen Teil der Unternehmensstrategie darstellt. Auch setzt sich die Firma ökologisch sowie sozioökonomisch ein. Damit versuchen die Verantwortlichen nicht nur die Umwelt zu schützen, sondern gewährleisten auch die Sicherheit ihrer Mitarbeiter und Kunden. Das GrandWest Casino investierte bereits früh in die Gesellschaft. Hierzu zählen soziale Initiativen und Programme, an denen GrandWest mit ihren Mitarbeitern und Partnern teilnimmt, um den Bewohnern von 3Kapstadt ein besseres Leben zu ermöglichen. Ein Beispiel ist die vom Food-and-Beverage-Bereich des GrandWests entwickelte Initiative „Chefs that Care“, dank der auch bedürftige Gemeinschaften keinen Hunger leiden müssen. Mit ihren Corporate Social Responsibilities trägt das Casino ihren Beitrag zur Gesellschaft. Die soziale Verantwortung gewinnt auch im Onlinebereich stark an Bedeutung. Das Online Casino Betway gewährleistet mit ihren „Responsible Gambling“-Richtlinien beispielsweise verantwortungsbewusstes Spielen und somit den Schutz der Spieler. Hierzu zählen Screeninginstrumente, mit denen man sein Spielverhalten besser einschätzen kann sowie Funktionen, die es ermöglichen, sein Spielen zu steuern, etwa durch Begrenzungen von Einzahlungen und Spieldauer. Unternehmen wie das Grand West und Betway sind dadurch vor allem ihrer Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft bewusst.

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Casino Grand West

Pam Golding Properties

Ebenfalls auf der Green Expo Africa vertreten ist das Immobilienunternehmen Pam Golding Properties. Das Unternehmen setzt sich nicht nur intern für Nachhaltigkeit ein, sondern nutzt seinen Einfluss ebenfalls, um Bewusstsein zu schaffen und das Verhaltender Menschen in Kapstadt langfristig zu verändern. Es ist zurzeit dabei, hausintern den Energieverbrauch zu senken, Ideen umweltfreundlicher umzusetzen, den Abfall zu reduzieren und seine Mitarbeiter zu schulen, ein Bewusstsein für den Umweltschutz zu entwickeln. Diese wiederum sollen in Zukunft Immobilienkäufern mit umfassendem Wissen zum Thema zur Seite stehen und ihnen zu nachhaltigen Entscheidungen für die Gestaltung der Häuser raten. Auf diesen Weg möchte Pam Golding Properties auch andere Menschen weiter positiv beeinflussen.

Hinzu kommt der bereits erwähnte Trend in Richtung Digitalisierung, der in Zukunft weitere Energieersparnisse einbringen könnte. Bereits jetzt bietet Pam Golding Properties in Südafrika gemeinsam mit dem britischen Unternehmen BidX1 die Möglichkeit, ein Angebot online an Immobilienauktionen abzugeben, was Prozesse beschleunigt und unnötige Wege reduziert. Ausgewählte Objekte können zudem bereits durch virtuelle Touren mit Videos aus der Ferne angesehen werden, wodurch Interessenten und Makler nicht stets zur Immobilie reisen müssen. Einen Schritt voraus ist allerdings vor allem die Hausbesichtigung über einen Livestream von Immowelt. Der Makler führt den Kunden hier per Live-Video virtuell in Echtzeit durch das Haus, sodass Fragen direkt beantwortet werden können, ohne dass der Interessent anreisen muss. Das spart nichtnur Zeit, sondern reduziert auch den CO2-Ausstoß. Dies könnte auch in Zukunft noch ein wichtiger Teil des Programms von Pam Golding Properties werden.

Die Mother City Kapstadt ist demnach also bereits jetzt stark bemüht, zu einer nachhaltigen Metropole zu werden. Die beunruhigenden Zustände während der Dürre im letzten Jahr sowie missliche Lagen einiger Gesellschaftsschichten haben mit Sicherheit das Umweltbewusstsein und das soziale Verantwortungsgefühl der Menschen Kapstadts gestärkt und sie noch mehr zum Handeln motiviert. Bereits jetzt ergreifen die Stadt und Unternehmen zahlreiche Maßnahmen, um sich weiter für die Umwelt und die Gesellschaft einzusetzen. Kapstadt ist zweifelsohne im Wandel und wird vielleicht schon bald mit den nachhaltigsten Metropolen der Welt mithalten können. Ich hoffe das klappt!

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