West Coast – Das Südafrika der leisen Töne

Denkt man an Südafrika, dann hat man das Bild einer bunten, quirligen und lebensfrohen Gemeinschaft vor sich. Dabei ist dieses Land und seine Menschen so facettenreich wie der Regenbogen der diese Nation symbolisiert. Ich nehme Dich heute mit an die Westküste (West Coast), denn hier zeigt sich Südafrika von seiner sanften, leisen und beschaulichen Seite.

West Coast Nationalpark (www.couchabenteurer.de)

West Coast bis hinauf nach Namibia

Die Westküste reicht von Kapstadt in Richtung Namibia hinauf bis nach Lamberts Bay. Sie ist kein klassisches Touristenziel in Südafrika und wird daher allzu gerne übersehen, auf der Karte der Reisenden. Und wahrscheinlich ist genau deshalb der ursprüngliche Charme dieser Gegend hier noch erhalten geblieben.

Hier gibt es sie nicht, die großen Hotelketten, die Bunker am Strand oder Heerscharen von Menschen am Meer. Hier findet man beschauliche Fischerdörfer mit sanften und zum Teil unberührten Strände und Buchten. Dazu gesellt sich der raue Atlantik, der hier mit seinem Benguelastrom das Leben bestimmt. Sei es durch den Artenreichtum an Fischen und Vögeln oder die Arbeit der Menschen.

Fischerboote in Paternoster (www.couchabenteurer.de)

Fischerboote in Paternoster (www.couchabenteurer.de)

Hier an der Westküste ticken die Uhren noch anders. Die Bewohner werden nicht bestimmt von Business wie in Jozi, Verkehr wie in Kapstadt oder Geschäftigkeit wie in Durban. Man könnte fast sagen, hier bestimmen noch Ebbe und Flut das Leben. In jedem Fall ist jedoch spürbar, dass die Menschen an der Westküste noch geerdet sind und genau zieht auch zunehmend mehr Urlauber hierher.

Mein Lieblingsort: Paternoster an der Westküste

De Winkel op Paternoster (www.couchabenteurer.de)

De Winkel op Paternoster (www.couchabenteurer.de)

Mich hat es nach Paternoster verschlagen, einem kleinen Ort der Beispielhaft für die Ausstrahlung dieser Region steht. Morgens verlassen die Fischer die kleine Bucht und mit ihnen erwacht die beschauliche Siedlung aus ihrem Dornröschenschlaf. Die Sonne küsst sanft den Strand und die ersten Spaziergänger zieht es hinaus ans Meer.
Die Gehwege vor den Geschäften werden gefegt und die ersten Cafés eröffnen.

Paternoster (www.couchabenteurer.de)

Paternoster (www.couchabenteurer.de)

Und damit ist auch schon alles beschrieben, was Paternoster ausmacht.

Hierher kommt man um die Seele baumeln zu lassen, in den Tag hinein zu leben und zu genießen. In Straßencafés, Strandbars oder exzellenten Restaurants. Kunsthandwerk, Galerien und wunderbar dekorierte Cottages vervollständigen das Bild. Actiontouren wie man sie in Kapstadt oder entlang der Garden Route findet sind hier definitiv fehlt am Platz. Man braucht sie hier einfach nicht. Hier geht es ums Erden, um Ruhe und Gelassenheit.

Ich sitze auf den Felsen an der Bucht, verträumt verfolge ich das Einholen der Fischernetze, schaue den Spaziergängern und Muschelsammlern zu und lasse mich berauschen vom Klang der Wellen. Mit jedem Atemzug frischer Meeresbrise werde ich entspannter und mit jedem Sonnenstrahl auf meiner Haut steigt mein Wohlfühlpegel und so geht es wohl Allen, die hierher an die Westküste kommen.

Südafrika Reiseangebot

Weiter zum West Coast Nationalpark

Aber Paternoster ist nicht die einzige Oase, der die Menschen hier her lockt. Jedes Jahr im beginnenden südafrikanischen Frühling zieht es Naturliebhaber in den West Coast Nationalpark zu einem ganz besonderen Schauspiel. Die so genannte „Flower Saison“ hat Einzug gehalten. Nach den ergiebigen Regengüssen des Winters, blüht die Landschaft im wahrsten Sinne des Wortes auf.

Blumen im West Coast Nationalpark (www.couchabenteurer.de)

Blumen im West Coast Nationalpark (www.couchabenteurer.de)

Aus kargem Terrain und einfachen Wiesen werden nun ganze Blütenmeere, wenn tausende Wildblumen ihre Köpfchen der Sonne entgegen strecken. Ein Paradies aus Farben und Düften – eine Spielwiese für Naturkundler und Fotografen.

Und auch hier ist Ruhe angesagt! Durch den Park fährt man am besten langsam und sehr wachsam, um seine kleinen Besonderheiten und Lebewesen auch wirklich entdecken zu können. Die typische Fynbos Vegetation säumt den Fahrbahnrand und mit ihr Singvögel und Landschildkröten. In der angeschlossenen Langebaan Lagune durchwaten Flamingos andächtig das Wasser und an den Buchten auf der Meerseite lassen sich riesige Kolonien von Seevögeln beobachten. Mit viel Glück auch Wale. Wer Zeit und Muße mitbringt, sich auf Stille und Natur einlässt wird hier sein Himmelreich finden.

West Coast: Ueberall leckeres Seafood

Überall an der Westküste spielt auch der Genuss eine übergeordnete Rolle. Was wenig verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass ein großer Teil der Bevölkerung noch immer vom Fischfang lebt. Mich hat es deshalb jetzt nach Langebaan verschlagen. Der beschauliche Ort liegt an der nach ihr benannten Lagune. Türkisblaues Wasser, sanfte Wellen und mildes, fast schon mediterranes Klima sind bezeichnend für diese Gemeinde. Meine Lieblingsbar findet sich hier und eigentlich ist das „Strandlooper“ ein Open-Air-Restaurant mit frischen Spezialitäten aus dem Meer, aber eben auch eine echt coole Location mit angeschlossener Strandbar.

Strandlooper Restaurant (www.couchabenteurer.de)

Strandlooper Restaurant (www.couchabenteurer.de)

Ihr Trumpf ist die Lage direkt an den Felsen und Buchten der Lagune, die typische Fischerdorf-Deko, die offene Art und Küche. Wer hierher kommt verbringt Stunden mit Genuss, lockeren Unterhaltungen und genau diesem westküsten-typischen Lifestyle. Dem süßen Genießen. Dem Schlemmen, dem „da sein“, dem Miteinander und das alles gerahmt in ein traumhaftes Panorama.

Strandlooper SeaFood (www.couchabenteurer.de)

Strandlooper SeaFood (www.couchabenteurer.de)

Auch nur einen Tag an Südafrikas West Coast empfinde ich als Seelenschmeichler pur. Alle Anspannung fällt ab und man begreift, dass ein einfaches Leben manchmal das Beste ist, was einem passieren kann.

Es schrieb für Dich, Marlene von Couchabenteurer.de

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