
Zu klein für Cricket und daher nur für Rugby vorgesehen, erscheinen die Stadien, welche mehr als 1 $ Mrd. Dollar kosteten, sich zu „White Elephants“ zu entwickeln. Rugby und Cricket sind kommerziell erfolgreicher als Fußball in Südafrika und Klubs beider Sportarten sollten nach Ende der Weltmeisterschaft die Stadien nutzen.
Am Dienstag erklärte jedoch der Präsident der südafrikanischen Rugby Union Oregan Hoskins vor Mitgliedern des Parlaments in Kapstadt, dass es keine Gespräche zwischen Beamten der Stadt Durban und Rugby-Vertretern gab, bevor das 400 Mio $ teure Moses Mabhida Stadion gebaut wurden. Nun gebe es nicht genug Logen, um alle Mieter unterzubringen. Hoskins sagte, dass die Sharks, die um den jährlichen Rugby Super Wettbewerb und den südafrikanischen Currie Cup konkurrieren, nun ein “massives Problem” bekommen.
“Was wir heute diskutieren, hätte während der Planungsphase diskutiert werden müssen, sagte Hoskins. “Es ist tragisch für uns als Nation, das wir das Pferd von hinten aufzäumen.”
Die Situation in Kapstadt ist genauso schlimm laut Hoskins wegen der sich verschlechternden Beziehungen zwischen dem lokalen Western Province Rugby Union und dem Green Point Stadium Betreiber. Die südafrikanische Pressevereinigung zitiert den Western Province Rugby Präsident Tobie Titus, dass entsprechend dem Rat von einem unabhängigen Finanzberater der Rugbyverein im alten Stadion in Newlands bleibt. Also besteht das Risiko, dass das majestätische Green Point Stadium im Schatten des berühmten Tafelberg jetzt nur noch zu einzelnen Veranstaltungen genutzt wird, trotz Unterhaltskosten von allein mehr als 6 Mio $ pro Jahr.
Der Cricket Hauptgeschäftsführer Gerald Majola fügte hinzu, dass die Rasen in den Stadien zu klein für Cricket – Spiele seien. Auch dies sei der fehlerhaften Planung zuzuschreiben.
Hoskins sagte, dass der Hype durch die WM viele Probleme kaschierte, welche erst jetzt bekannt werden.
Rugby und Cricket waren die einzigen Hoffnungsträger für eine Nachnutzung.
In seiner brutal ehrliche Einschätzung sagte Hoskins, dass diese Probleme nun Südafrika “zum Gespött” der ganzen Welt machen.
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