Was tun bei schlechten Wetter in Kapstadt ?

Companies Garden South African National Gallery

South African National Gallery

Kapstadt bietet eine Vielzahl an Outdoor – Freizeitaktivitäten, sei es Baden, Ausflüge zum Kap der Guten Hoffnung, eine Klettertour auf den Tafelberg oder eine Weintour. Sobald aber die Sommerzeit vorbei ist, das Wetter umschwingt und die stürmischen Regentage kommen, sind Alternativen gefragt. Eine Möglichkeit ist der Besuch eines der Museen von Kapstadt. Viele beinhalten Ausstellungen über die wechselvolle Geschichte Kapstadts, von den Anfängen als Stützpunkt der Ostindien-Kompany über die Sklaverei bis hin zur Apartheid. Gemäldeliebhaber kommen auch auf ihre Kosten.

Einige dieser Museen sollen kurz vorgestellt werden:

Castle of Good Hope

Wie die meisten europäischen Städte hatte auch Kapstadt eine Verteidigungsanlage, das sechseckige Castle, erbaut 1666. Teile der Anlage werden noch vom Militär genutzt, ansonsten kann man jedoch eine Waffenausstellung, ein Verlies und diverse historische Räume besichtigen. Der Eintritt beträgt 25 Rand.

District Six Museum

Wenn man vom Flughafen stadteinwärts fährt, wundert man sich, warum sich in bester Lage im Zentrum ein riesiges Brachland befindet. Dies ist der ehemalige Stadtteil District Six, welcher 1966 unter der Apartheid – Herrschaft dem Boden gleichgemacht wurde. Alle 60.000 Bewohner, meistens Coloureds, wurden in sogenannte Townships zwangsumgesiedelt. Ein Besuch dieses Museums bewirkt beklemmende Gefühle, insbesondere wenn man über die raumgroße Stadtkarte des Viertels läuft, auf der ehemalige Bewohner ihren Namen und Adresse hinterließen. Hier lernt man den Alltag der Anwohner vor und nach der Vertreibung kennen.

Gold of Africa Museum

Robben IslandAusgestellt werden Artefakte des 19. und 20. Jahrhunderts von Regionen in Westafrika, wo ehemals große afrikanische Königreiche existierten. Der Eintritt beträgt 30 Rand

Iziko Slave Lodge Museum + Iziko South African Museum

Das Sklavenhaus, unmittelbar am Companies Garden gelegen, beherbergte zwischen 1679 und 1811 über 9000 Sklaven, welche von den anderen holländischen Kolonien in Asien und anderen afrikanischen Ländern nach Kapstadt gebracht wurden. Bis zum Verkauf hausten die Sklaven in diesem Gebäude. Die Ausstellungen zeigen die Unmenschlichkeit des Sklavenhandels auf. Das South African Museum fokussiert auf der der Flora und Fauna des afrikanischen Kontinents. Der Eintritt beträgt je 15 Rand

Bo – Kaap Museum

Südafrika Reiseangebot

Bo Kaap ist der durch die bunten Häuser bekannte Stadtteil zu Füssen des Signal Hill, wo sich die freigelassenen ehemaligen Sklaven niederließen. Thema des Viertels ist die Geschichte des Viertels und seiner Bewohner. Der Eintritt beträgt 10 Rand.

South African Jewish Museum

Südafrika war von jeher ein Zufluchtsort für jüdische Bürger, welche nach Pogromen in ihrer Heimat ein neues Zuhause suchten. Die ersten Flüchtlinge kamen vor über 200 Jahren, vor und nach dem Zweiten Weltkrieg erreichte der Zustrom seinen Höhepunkt. Das Museum stellt die wechselvolle Geschichte dieser Gruppe dar, beginnend mit der Ausstellung historischer Gegenstände der Juden, der Beteiligung am Goldrausch in Kimberley , dem Straußenfederboom in Oudtshoorn bis zur Beteiligung am Anti – Apartheid Kampf. Ein Teil des Museums stellt in Originalgröße ein litauisches Stetl ( Stadt ) dar. Heutzutage ist der Einfluss der jüdischen Bevölkerung insbesondere in den Stadtteilen an der Atlantikküste nicht unbeträchtlich. Der Eintritt beträgt 50 Rand

Iziko South African National Gallery

Die imposanten Hallen beherbergen sowohl diverse Gemälde Alter Meister als auch moderner Künstler. Idyllisch gelegen im Companys Garden, ist die Ausstellung eine nette Abwechslung nach einem Spaziergang durch die Gartenanlage. Der Eintritt beträgt 15 Rand.Chavonnes Battery

Während der Bauarbeiten zur Errichtung der Waterfront wurde diese Verteidigungsanlage wiederentdeckt. Zum Schutz der westlichen Flanke des Castle of Good Hope lies der damalige Gouverneur diese Batterie 1726 errichten. Heute umfasst die Ausstellung eine Waffenpräsentation des 18. Jh. Und umfassendes militärhistorisches Zusatzmaterial. Der Eintritt beträgt 25 Rand.

Robben Island Museum

Die idyllisch in der Tafelbucht gelegene Insel ist heutzutage das Synonym für Apartheidkampf. Angefangen als Leprainsel über Gefangenenort für jedwede Kriminelle und Gegner der Herrschenden bekam diese Insel ihren Ruf durch den Verbannungsort der bedeutendsten Führer des ANC während der Apartheidzeit, u.a. Nelson Mandela und Walter Sizulu. Die Gedenkstätte umfasst das ehemalige Gefängnis mit der Zelle, wo Nelson Mandela 18 Jahre inhaftiert war. Ausserdem besichtigt man den Tagebau, wo die Häftlinge tagein tagaus arbeiten mussten. Die Insel erreicht man via Fährboot von der Waterfront aus. Die Auusicht auf die Stadt mit Signal Hill und Tafelberg ist von Robben Island aus grandios. Der Eintritt beträgt 200 Rand.

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