In vielen Teilen Afrikas ist es noch gang und gäbe, daß der Bräutigam den Brauteltern eine Art Ablöse zahlen muß – als Kompensation. Dies nennt sich Lobola und wird üblicherweise in Kühen gezahlt. Als Richtwert werden 10 bis 20 Tiere genannt. Dies hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab, z.B. der Schönheit der Braut, deren Ausbildung, aber auch des sozialen Status der Eltern. In Südafrikas kommt dies noch in den ländlichen Regionen der Transkei und von KwaZulu Natal vor.
Nun will es der Zufall, daß Prinz William seinen Junggesellenabschied in Kapstadt feiern wird. Und da Firmen wie Wimpies oder Kulula schön öfters mit Guerrillamarketing ihren Bekanntheitsgrad vergrösserten, hatten sie eine witzige Idee. Da der Prinz dieser afrikanischen Tradition nicht entsprach, boten sie dem Königshaus an, in seinem Namen die Tiere zu erwerben, um sie dann den Brauteltern übergeben zu können. Besonders hervorgehoben wurde, daß man nur kräftige englische Tiere kaufen wolle und nicht an Importe aus Afrika denke.
Das Ziel dieser Kampagne wurde bereits erreicht. Der Name Kulula, eine lokale Fluglinie, ist in aller Munde.
Und ein Detail wurde aus offensichtlichen Grund nicht erwähnt: Wieviel Kühe es denn sein sollten. Dies wird jetzt via Facebook nachgeholt. Dort gibt es eine Abstimmung, wieviel Kate Middleton denn wert sei.
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