Warum Kapstädter jeden Tag den Kopf eines Löwen sehen

Vor 400 Jahren streiften durch die Ebene, wo heute Kapstadt ist, noch eine Vielzahl von Löwen, Elefanten und sonstige Wildtiere. Mit der Expansion der neu gegründeten Stadt in das Umland und des damit verbundenen Aufbaues vieler Farmen kam es jedoch wie überall zu Konflikten zwischen Mensch und Tier. Im Laufe der Jahrhunderte verschwanden die Tiere immer mehr aus den bevölkerten Gebieten und zogen sich in die entlegenen Berge zurück.

Löwe (Foto: African Soul)

Löwe (Foto: African Soul)

Heute müssen Besucher in Zoos oder Parks gehen, um die majestätischen Tiere beobachten zu können.

Doch der Kopf eines Löwen erinnert die Kapstädter immer wieder an die Tage, als es normal war, wenn Löwen am Fuße des Tafelberges auf Jagd gingen.

Was für ein Kopf, werden sich jetzt viele Leser fragen?

OK, wir sprechen nicht von einem lebenden Löwen, sondern von einem Berg, dem Lions Head oder gutdeutsch Löwenkopf.

Direkt am Atlantik erhebt sich ein Berg namens Signal Hill, im oberen Teil davon ragt der  Lions Head empor. Die Holländer nannten seit der Stadtgründung den Berg Leeuwen Kop (Löwenkopf) und den Signal Hill Leeuwen Staart (Löwenrücken), da sie die Form an einen liegenden Löwen erinnert.

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Mit ein bisschen Fantasie kann jeder den Löwen sehen.

Eine zweite Erklärung für die Namensbildung sind die Geräusche, die manchmal der Wind verursacht, wenn er über den Bergrücken zieht. Diese Laute ähneln denen eines Löwen.

Ein weiterer Hintergrund für die Namensbildung erscheint auch logisch. Während der ersten Jahre nach Ankunft der holländischen Siedler am Kap war der Berg ein beliebtes Jagdgebiet der Kaplöwen. Einer der dort lebenden Löwen tötete eine Vielzahl von Rindern der Bewohner. Deswegen nannte man den Berg Löwenkopf.

Eine der Geschichten ist nun der Grund, dass Einheimische und Touristen immer noch jeden Tag einen Löwen in Kapstadt betrachten können.

Oder habt ihr noch eine andere Geschichte gehört, wie der Berg zu seinem Namen kam?

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