Victoriafälle – Victoria Falls

Bruecke bei Victoria Falls

Bruecke bei Victoria Falls

Eines der bekanntesten Urlaubsziele im südlichen Afrika sind die Victoriafälle. Dieser mächtige Wasserfall liegt an der Grenze zwischen Victoria Falls in Zambia und Livingstone in Zimbabwe. Erreichbar sind die Städte entweder mittels Flugzeug von Johannesburg oder via Reisebus von Kapstadt oder Johannesburg. Seit 1989 gehört der Victoriafall zum UNESCO Weltkulturerbe.

Die Fluten des Sambesi-Flusses stürzen hier auf einer Breite von 1708 m über eine 100m abfallenden Felswand.

Größter Wasserfall der Welt – die Victoriafälle

Bei Wasserfällen kann man ja nach verschiedenen Parametern vergleichen. Nimmt man jedoch als Maßgabe „Breitester einheitlich

Nebelwolke über den Victoriafällen

Nebelwolke über den Victoriafaellen

herabstürzender Wasserfall der Erde“, dann liegen die Victoriafälle an erster Stelle der Welt. „Größter Wasserfall der Welt“ als Titel besitzt schon Marketingpotenzial. Bei Hochwasser führt der Fluß bis zu 10.000 m³ Wasser je Sekunde, während des Niedrigwassers ist es nur noch ein trauriger Rinnsal. Üblicherweise wird das Wassermaximum im Februar / März erreicht, wenn das Wasser aus der angolanischen Hochebene hier ankommt. Die Wassermassen erschaffen einen immerwährenden Sprühnebel, der bis zu 300 m aufsteigt. In einigen Kilometern Entfernung kann man diesen Vorhang schon sehen und außerdem den Wasserfall hören. Bei extremem Hochwasser kann es sogar vorkommen, dass anstelle eines Sprühnebels ein heftiger Dauerregen vorherrscht. Die Einheimischen nennen die Victoria Falls passenderweise „Donnernder Rauch“.

In der direkten Umgebung gibt es einen Regenwald, der durch den Sprühnebel der Victoriafälle gespeist wird. Dieser Nationalpark namens Mosi-Oa-Tunya-Nationalpark ist etwa 70 km² groß und beherbergt eine Vielzahl an Pflanzen, welche normalerweise in dieser Region nicht gedeihen würden.

David Livingston – Entdecker der Wasserfälle

Denkmal von David Livingstone

Denkmal von David Livingstone

Erster Europäer, der die Victoriafälle entdeckte, war David Livingstone im Jahre 1855. Er benannte die Wasserfälle zu Ehren der Königin Victoria Victoria Falls. Im Park befindet sich ein Denkmal des Afrikareisenden. Der Tourismus setzte erst ein, als die Brücke im Jahre 1905 zwischen den beiden Städten erbaut wurde. Viele Jahrzehnte war Livingstone auf zimbabwischer Seite die bevorzugte Touristenstadt. Aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes im vergangenen Jahrzehnt ist jedoch ein Großteil des Glanzes verblasst und der touristische Schwerpunkt hat sich nach Zambia verlegt. In Victoria Falls gibt es viele Unterkünfte, welche jedoch alle richtig teuer sind. Ein Besuch der Stadt lohnt sich kaum. Ein Markt mit diversen Verkaufsständen, mehr ist kaum zu entdecken.

Der Besuch der Victoriafälle

Die Luftfeuchte ist in der Nähe des Wasserfalls bereits unerträglich hoch, die Temperatur aber auch. Man fühlt sich wie in der Sauna. Da die Victoriafälle in einem Nationalpark liegen, wird ein Eintrittsgeld in Höhe von 10 USD fällig. Als erstes kamen uns Touristen Händler entgegen, welche Regencapes verkauften. Dann sahen wir durch die Bäume die rechte Flanke des Wasserfalles, vielleicht 50m. Die ersten Fotos wurden geschossen, man ist bereits fasziniert von dem vor einem liegenden Schauspiel. Ungefähr 500 m weiter befindet sich eine kleine Insel, von der man den besten Blick auf die Wasserfälle werfen kann. Jedoch nahm mit jedem Schritt der Regen zu, von Sprühnebel zu sprechen war eine totale Untertreibung. Die Kleidung war sofort klitschnass, die Kamera ebenfalls. Mit jeden Meter nahm die Sichtweite ab. Auf der Brücke zur Insel stand das Wasser 10 cm hoch, es regnete von allen Seiten. Wir standen auf dem Aussichtspunkt und sahen nichts. Die Geräuschkulisse war jedoch unbeschreiblich, wie Donner. Es war nicht zu fassen, wir absolvierten diese weite Reise und von den berühmten Victoriafällen sahen wir schlappe 50m. Enttäuschung pur.

Südafrika Reiseangebot
Victoria Falls

Victoria Falls

Sunset- Tour auf dem Sambesi

Als Trost buchten wir alle für den Abend eine Sunset-Tour auf dem Sambesi. Es handelte sich um eine Art Partyschiff, gereicht Bootstour auf dem SambesiBootstour auf dem Sambesiwurden Snacks und Alkoholika in rauen Mengen. Die Bootsfahrt mit dem schönen Sonnenuntergang versöhnte etwas den bescheidenen Tagesanfang. Rafting war leider auch nicht möglich.

Neben dem Naturschauspiel kann man vor Ort diverse Adventure – Aktivitäten buchen. Bungee Jumping von der Hauptbrücke ist eine Option, Rafting eine andere. Ich entschied mich jedoch für Folgendes: eine Kombination aus Abseiling, an einem Seil über die Schlucht schweben und Bungeejumping vom Rand einer 100 m tiefen Schlucht. Es hört sich zeitintensiv an und ist auch ein Ganzstagesprogramm, was 100 USD kostet. Die Hitze war unerträglich, etwa 35 Grad. Dumm war nur, dass man nach dem Abseilen und dem Bungeejump wieder aus der Schlucht heraus nach oben klettern musste, jedes Mal eine halbstündige Tour. Jede Aktivität absolvierten wir 2-mal, mehr Energie war nicht vorhanden.


Victoriafall – Überflug, Besuch bei Regen und Gorge Swing, Flying Fox und Abseilen

Abenteuer in Victoria Falls

Der Flying Fox ist noch die leichteste Übung. Man muss nur von einer Plattform mit Schwung in die Schlucht springen. Angehangen an einem Seil, baumelte man dann über der Schluchtmitte, bis man

Bungee Jumping

Bungee Jumping

Abseiling

Abseiling

zurückgezogen wurde. Abseilen ist auch nicht so schwierig, wenn man den Dreh heraushat. Man springt immer einige Meter von der Felswand ab und kommt so allmählich bis zum Grund der Schlucht. Die absolute Mutprobe ist jedoch der Bungeesprung. Im Unterschied zu einer Brücke, wo unter einem nur Luft ist, steht man hier am Rande einer Schlucht. Man stelle sich vor : Vor einer senkrecht abfallenden Felswand von über 100 m, war das einzige, was man tun musste, einen Schritt nach vorn zu machen. Das Herz bummert bis zum Anschlag, der Schweiß rinnt in Strömen und man fragt sich in dieser Sekunde, was es für eine wahnwitzige Idee war, hier am Ende der Welt so etwas zu buchen. Doch dann überwindet man sich und springt. Nach wenigen Sekunden ist es bereits vorüber und der Adrenalinstoß hat den Höchstwert im bisherigen Leben um Meilen überschritten. Der zweite Sprung ist einfacher, da man nun bereits weis, was einen bevorsteht. Die ganz Mutigen können nun mit dem Gesicht zur Felswand hin springen. Dies wollte ich auch tun, doch meine Füße verweigerten den Dienst.

Flying Fox

Flying Fox

Der Besuch der Victoriafälle ist eines der Highlights im Leben. Schön wäre es natürlich gewesen, wenn ich den Wasserfall auch gesehen hätte. Kombiniert werden kann der Besuch der Victoriafälle mit einer Rundreise durch Botswana und Namibia.

Offizielle Homepage Tourismusverband

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