2011 steigen die Verbraucherpreise in Suedafrika auf bisher unvorstellbare Hoehen. Die offizielle Inflationsrate ist zwar unter 6 %, die Preise fuer die wichtigsten Produkte wie Lebensmittel, Benzin, Elektrizitaet und Verwaltungsgebuehren der Gemeinden steigen jedoch dramatisch.
In den meisten Faellen orientieren sich die Lohnerhoehungen an den offiziellen Inflationsraten, was in der Praxis jedoch fuer viele Suedafrikaner einen Kaufkraftverlust bedeutet. Um die Groessenordnung etwas zu begreifen, hat die groesste Sonntagszeitung des Landes “Sunday Times” die Preise der 4 groessten Lebensmittelketten von 2009 und 2011 verglichen.
Der Preisanstieg der von ihnen gehandelten Produkte betrug mehr als 30 %. Strompreise verteuerten sich um 58 %, Benzin um 36 %. Die Kommunen mussten wegen steigender Loehne ihrer Mitarbeiter die Gebuehren um 72 % erhoehen. Weitere Preiserhoehungen fuer Strom und die Einfuehrung eines Mautsystems im Grossraum Johannesburg werden die Leiden der Verbraucher noch weiter erhoehen.
Und um die Sache noch dramatischer zu machen, erwarten die meisten Wirtschaftsanalysten eine Erhoehung der Zinsrate. Viele Kredite hier sind variabel, was in den vergangenen beiden Jahren eine gewisse Entlastung brachte, da die Zinsen historisch niedrig standen. Da die meisten Verbraucher in Suedafrika Kredite fuer Autos oder Wohnungen abzuzahlen haben, kommt dies zu einem auesserst unguenstigen Moment.
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