Das Wort “Ubuntu” gibt es in Südafrika in viel Stammessprachen, beispielweise Xhosa oder Zulu. Eine wörtliche Übersetzung ist nicht möglich. Es drückt eine afrikanische Lebensphilosophie aus, die man vielleicht am treffendsten mit Geschwisterlichkeit, Solidarität und Zusammengehörigkeit umreißen kann.
Damit wird eine Grundhaltung bezeichnet, die sich vor allem auf wechselseitigen Respekt und Anerkennung, Achtung der Menschenwürde und das Bestreben nach einer harmonischen und friedlichen Gesellschaft stützt, aber auch für den Glauben an ein „universelles Band des Teilens, das alles Menschliche verbindet“. Die eigene Persönlichkeit und die Gemeinschaft stehen in der Ubuntu-Philosophie in enger Beziehung zueinander.
Die südafrikanische Leistungsgesellschaft hat, zumindest in den Städten, die traditionelle afrikanische Lebensform der Großfamilie, in der jeder, ob Kind, Greis oder Kranker, seinen Anteil vom Ganzen erhält, zerstört.
Ubuntu, die Kultur des Zusammenlebens, in der jeder jedem hilft, ist teilweise an ihre Stelle getreten. Ubuntu hat den Menschen in schweren Zeiten, in der Sklaverei oder während der Zeit der Apartheid oft das Leben gerettet. Ubuntu ist auch heute noch die Grundlage des Zusammenlebens und des Überlebens in den Townships.
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