Transkei mit Wild Coast

Wild Coast

Wild Coast

Südafrika entspricht nicht ( mehr ) dem Bild, welches die meisten Europäern mit dem Kontinent verbinden, nämlich endlose Savannen, freilaufendes Großwild und Lehmhütten, wo nur knapp bekleidete Schwarze mit ihren Vieh leben. Bruchstücke von diesem alten Leben kann man noch sehen, wenn man in das Eastern Cape in die Transkei bzw. Wild Coast reist. Die Entfernung sind schon beträchtlich, aber eigentlich spricht heutzutage nichts dagegen, dorthin eine Reise zu machen, insbesondere wenn man als Student ein halbes Jahr in Kapstadt ist.

Mit dem Bus bequem in an die Wild Coast reisen

Einfachste Möglichkeiten, dorthin zu gelangen, ist mittels eines Überlandbusses, z.B. von Greyhound. Abfahrt ist 18.45 in Kapstadt, Ankunft in der Distrikthauptstadt Umtata ist 15.15 Uhr. Der Fahrpreis beträgt ca. 400 Rand. Nach einer Nacht im Bus erwacht man am nächsten Morgen bereits im Eastern Cape, dem Stammland der Xhosas. Auf dem Weg nach East London durchquert man die Ciskei, eins der größeren ehemaligen Homelands. Dort war die Grenze, bis zu der die Bantustämme nach Westen vorstießen, weiter bewegten sie sich aufgrund fehlender Niederschläge nicht. Nachdem der Bus den Great Kei River überquert hat, ist man bereits in der Transkei.

Dorf in der Transkei

Dorf in der Transkei

Lehmhütten in der Transkei, soweit von schaut

Kennzeichen dieser Gegend ist die eigenwillig grünbraune Hügellandschaft und die die wunderschöne Küste der Wild Coast. Vohin man schaut, überall sieht man die traditionellen Dörfer mit Dutzenden von Lehmhütten. Die Küstenlandschaft ist wildromantisch, Sandstrände wechseln mit felsigen Abschnitten ab und darauf folgen die immergrünen Hügel. Auffällig ist die Vielzahl an umherlaufenen Personen, ein Zeichen, dass die Region stark überbevölkert ist. Überall streunen Kühe und Ziegen herum, Zäune gibt es nirgendwo. Deswegen ist es äußerst gefährlich, während der Nacht Auto zu fahren. Die Gefahr eines Unfalls ist zu groß. Die Idylle trügt jedoch, aufgrund der jahrzehntelangen Unterdrückung während der Apartheid ist die komplette Region bitterarm und rückständig. Dies ändert jedoch nichts daran, dass die Menschen sehr freundlich sind. Sie sind noch größtenteils in ihren Stammestraditionen verhaftet, die Entwurzelung wie in den städtischen Regionen ist noch nicht so weit geschritten.

Umtata, der Ausgangspunkt der Wild Coast Reise

Umtata selbst ist eine gesichtslose Verwaltungsstadt. Touristen nutzen den Ort nur als Sprungbrett in die Wild Coast. Der Bus erreicht am späten Nachmittag das Zentrum der Stadt. Ab jetzt beginnt das Abenteuer. Prinzipiell gibt es 2 Möglichkeiten, zur Wild Coast zu gelangen – mittels Taxi oder Minibus. Die Entfernung zur Küste beträgt zur 50 km, da es aber ständig bergauf und bergab geht, dauert es etwa 2 Stunden. Im Zentrum gibt es wie in jeder Stadt den zentralen Minibusbahnhof, wo die Sammeltaxis in alle Richtungen abfahren. Da sie nur vollbesetzt abfahren, kann es sein, dass man länger warten muß, bis ein Fahrzeug Richtung Port St. Johns oder Coffee Bay fährt. Wird es bereits spät, ist es sinnvoll, eine Nacht in einem der Businesshotels zu verbringen. Ich selbst bin mit dem Minibus gefahren, wobei die Hinweise, dass es gefährlich ist,  echt zutreffen. Der Minibus war bis zum Maximum vollgestopft, neben der Maximalanzahl an Personen musste noch das ganze Reisegepäck verstaut werden. Die Leute vor mir und neben mir waren kaum noch zu sehen. Die Strasse war in einem, wider Erwarten, Top – Zustand, deswegen konnten die Fahrer ordentlich rasen. Wie schon erwähnt, die Landschaft mit ihren Hügeln und Täfeln, durch den immer ein Fluss fließt, ist schon beeindruckend.

Südafrika Reiseangebot
Wild Coast

Wild Coast

Folgende Backpacker kann ich persönlich empfehlen :

Bei ersten kann man perfekt surfen, wandern z.B. zum „Hole in the Wall“ oder nur relaxen. Mir am meisten gefallen, da am authentischsten, war der Kraal. Allein die Anreise ist schon ein Abenteuer. Nachdem man mit dem Minibus ca. 1,5 Stunden Richtung Port St. Johns gefahren ist, ist der Abzweig nach Mpande. Auf dieser Strecke fährt jedoch kaum noch ein öffentliches Verkehrsmittel. Also muß man sich durchringen und jeden Vorbeikommenden um eine Mitfahrt bitten. Nach ungefähr 2 Stunden klappte dies und ich konnte die ersten 15 km vorankommen. Dann musste ich einen 2. Fahrer suchen, hat auch irgendwann geklappt. Die letzten 1-2 km ist jedoch dann Wanderung. Der Backpacker liegt am Rande eines Dorfes oberhalb der Einmündung des Mpande Flusses – einmalig. Im Camp gibt es nur einige Rundhütten als Unterkunft. Dieser Ort ist der perfekte Ort zur Entschleunigung, man kombiniert lange Schlafen, Baden, Wandern, Canooing, Unterhaltung mit anderen Reisenden und Relaxen. Natürlich darf man Gras rauchen nicht vergessen. Aber selbst hier merkte ich, dass die Welt klein geworden ist. Hier traf ich als Geraer einen anderen Kerl ebenfalls aus Gera. Zusammen verbrachten wir hier Weihnachten, echt witzig.

Buccaneers wird als eines der besten Backpacker in Südafrika angesehen, was ich nur bestätigen kann. Die Lage ist genial, an der Mündung eines Flusses. Der Strand ist kilometerlang, man wandert, ohne auf andere Leute zu treffen. Die Anlage selbst ist ziemlich groß, mit Zelten, Häusern, Swimmingpool und mehreren Bars. Für diesen Backpacker ist es besser, von East London anzureisen. Die letzte Teilstrecke ist schwierig, ich habe ein Auto gemietet.

Also noch mal mein Appell: Wer eine längere Zeit in Südafrika ist, muß unbedingt in die Transkei reisen !!

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Einen Überlick über alle Südafrika – Rundreisen gibt es hier.

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3 thoughts on “Transkei mit Wild Coast

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