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Am Atlantischen Ozean gelegen, aber zwischen dem Commercial Business District und den noblen Badeorten von Clifton und Camps Bay – dies ist Green Point und Sea Point. Beide Stadtteile gehören nicht zu den schönsten Orten von Kapstadt, aber es läßt sich hier echt gut leben. Seit 2006 kenne ich diese Gegend und ich beobachte mit jedem Jahr eine Verbesserung. Nachdem die Victoria & Alfred Waterfront Mitte der Neunziger Jahre eröffnet wurde, ging es mit diesen bis zum damaligen Zeitpunkt besseren Stadtteilen rapide bergab. Nachdem Dutzende Geschäfte leer standen und die Straßenprostitution überhand nahm, steuerten die Anwohner mit verschiedenen Initiativen dagegen.
Heute gehören beide Stadtteile zu den sichersten Gebieten von Kapstadt, wo man auch problemlos in der Nacht unterwegs sein kann . [...]
Wie in den meisten südafrikanischen Städten ist das Zentrum vorrangig für geschäftliche Aktivitäten vorgesehen. Viele Gebäude sind entweder Läden, Büros, Restaurants oder touristische Anlagen. In diversen Hochhäusern sind in den ersten 5 Etagen die Parkplätze untergebracht, dann kommen erst die Büros. Die Anzahl der Wohngebäude im Zentrum von Kapstadt ist verschwindend gering. Noch. In den letzten Jahren bemühte sich die Stadtverwaltung um die Umwidmung von Bürogebäuden in Wohnhäuser und dies mit erstem Erfolg. Einige Blöcke dienen ausschließlich Wohnzwecken. Die Anzahl reicht jedoch noch lange nicht aus, um aus einer emsigen Stadt am Tag einen nicht komplett ausgestorbenen Stadtteil zu machen.
Die Vorteile können so zusammengefasst werden: Viele Arbeitgeber und Sprachschulen befinden sich hier. Das lästige Pendeln entfällt. Es gibt alle Annehmlichkeiten, welche man von einer City erwartet, in unmittelbarer Reichweite. Der Companies Garden ist die grüne Oase, welche sonst selten in Kapstadt zu finden ist. Green Market Square, diverse Museen und die Fußgängerzone sind attraktive Freizeitorte. Abends sind in der Long Street und Umgebung Dutzende Bars und Clubs in max. 10 min. Entfernung erreichbar [...]
Der erste Gouverneur der niederländischen Kapkolonie, Simon van der Stel, bekam aufgrund seiner Verdienste um die Holländisch-Ostindische Handelskompanie 1683 ein Stück Land zu Fuß des Tafelbergs geschenkt. Die Fläche betrug etwa 750 Hektar. Er experimentierte hier mit dem Anbau von verschiedenen landwirtschaftlichen Produkte, u. a. Wein. Im Laufe der Zeit erreichte der hier erzeugte Wein eine hohe Qualität. Im 18. Jahrhundert war süßer Kapstädter Constantiawein unter dem europäischen Adel äußerst begehrt. Nach Beendigung seiner Dienstzeit zog sich van der Stel auf seine Farm zurück und baute hier ein Herrenhaus im damals typischer Art und Weise, heute kapholländischer Stil genannt. 1716 wurde das Gut von den Erben in die heute noch existierenden 3 Güter Groot Constantia, Klein Constantia und Buitenverwachting aufgeteilt.
Das Herrenhaus steht in Groot Constantia. Das komplette Ensemble aus Herrenhaus, Nebenhäusern, schattigen Bäumen und Weinreben vor dem Hintergrund des Tafelbergmassivs ist eine Augenweide und in der Welt einmalig. Heute befindet im Haupthaus ein kleines Museum, wo antiken Möbel, Gemälden, Glaswaren und Porzellan ausgestellt werden [...]
Llandudno liegt idyllisch zu Fuße desKarbonkelbergs zwischen Camps Bay und Hout Bay. Die Strasse windet sich in diversen Kehren an Dutzenden Villen, aber auch normalen Häuschen vorbei zu einem der traumhaftesten Sandstrände Kapstadts. Die Lage ist etwas vergleichbar mit Clifton Beach – weißer Sandstrand und im Hintergrund Villen und Berge. Einziger Unterschied: kein Trubel. Die paar Touristen verlieren sich hier unter den Einheimischen. Eine touristische Infrastruktur wie Cafes oder Shops ist non-existant. Der fehlende Touristenlärm ist ein Grund, dass in diesem Stadtteil sich viele Prominente Villen gekauft haben. Camps Bay ist stets überfüllt von mit Kameras bewaffneten Touristen, hier ist man aber mehr oder weniger unter sich.
Etwa 2 Kilometer außerhalb von Llandudno liegt in einer grandiosen Buschlandschaft der einzige FKK – Strand von Kapstadt, der Sandy Bay Beach . [...]
Als “Cape Flats” wird die große, flache Ebene südöstlich von Kapstadt bezeichnet, die sich bis an die False Bay hinzieht. Sie besteht aus einer beträchtlichen Anzahl von Townships, in denen die Mehrheit der Farbigen und Sc hwarzen lebt. Im Laufe der Jahrzehnte wurden von der südafrikanischen Apartheidregierung mehrere große Townships errichtet.
Das älteste Township heißt Langa, auf Xhosa „Sonne“ und besteht seit 1922. In den 1950er und 1960er Jahren begann der Bau von Nyanga und Gugelethu „unser Stolz“. Nach der Zwangsräumung des Distrixt Six mussten viele Bewohner in diese Townships umziehen.
Es herrschen hier Alkoholsucht und Drogenrausch vor. Die Droge Tik ist unter den Jugendlichen weit verbreitet. Die Perspektivlosigkeit der Anwohner ist das größte Problem für Südafrika. Keine Ausbildung, kein Zugang zu Arbeitsplätzen, schlechte hygienische Bedingungen – für Europäer einfach unvorstellbar. Es gibt keine finanzielle Unterstützung vom Staat, um zu überleben, sehen viele als Ausweg nur Raub und Diebstahl [...]
Wer etwas länger in Kapstadt bleiben will, sei es als Student, Praktikant oder Volunteer, möchte sich vorher schon etwas über die verschiedenen Stadtteile informieren. Da es dazu relativ wenig Info im Internet gibt, habe ich mal damit angefangen. Da ich selbst nicht alle Wohnbezirke so im Detail kenne, habe ich mich erstmal auf die bekanntesten Ecken von Kapstadt konzentriert.
Da wären erstmal die Orte an der Atlantikseite, also Sea Point & Green Point, wo ich wohne. Im Süden schließen sich dann die nobleren Stadtteile Clifton und Camps Bay an, wo vorrangig Touristen nächtigen. Im Norden gibt es noch Bloubergstrand, auch ein schöner Wohnbezirk. Zentral gelegen sind Bo-Kaap und Observatory, das Studentenviertel. Den City District habe ich noch nicht gesondert beschrieben, genauso nicht Gardens.
Auch keine schlechte Gegend, um zu wohnen, sind die Stadtteile an der False Bay, Muizenberg und Simons Town. Und bei Strand ist der Name Programm.
Volunteers, welche das harte Leben der Locals kennen lernen wollte, können in den Townships von Khayelitsha und Mitchell’s Plain wohnen.
Die Gegenüberstellung aller Plus – und Minuspunkte für jeden Stadtteil gib es hier [...]
Die kleinen Orte zwischen Muizenberg und Simons Town haben noch nicht ganz ihren Charme als Fischerorte verloren. In Orten wie St. James, Fish Hoek und Kalk Bay sind noch kleine Fischerboote stationiert, welche jeden Tag auf die False Bay hinaus fahren.
Der Hafen in Kalk Bay ist einen Stop wert. Dort können die Fischer dabei beobachtet werden, wie sie ihren Tagesfang von Bord bringen, um ihn dann im Hafen zu verkaufen. Es besteht sogar die Möglichkeit, auf einigen der Fischerboote mitzufahren und einen ganzen Tag auf dem Meer zu verbringen. Was man nicht vergessen sollte: In diesen Gewässer tummeln sich sehr viele Weiße Haie. Mit ein bisschen Glück kann man deren Rückenflossen erblicken.
Weniger positiv ist der starke Autoverkehr. Die Küstenstraße ist die einzige Verbindung auf der Ostseite der Halbinsel von Kapstadt nach Simons Town. Von Morgens bis Abends rollt der Verkehr ohne Ende. Die kleinen Läden und Restaurants in den Orten leiden stark darunter. Oberhalb von Muizenberg führt eine kleinere Straße Richtung Fish Hoek . [...]
Simons Town liegt ca. 40 km südlich von Kapstadt an der False Bay. Die Stadt ist mit der Bahn sehr gut zu erreichen. Vom Kapstädter Hauptbahnhof fährt man durch die südlichen Vororte, bis sich auf der linken Seite Muizenberg zeigt. Ab dann wird es eine echte Panoramafahrt, direkt an der Küste entlang schlängelt sich der Zug entlang verschiedener Buchten durch Orte wie Fish Hoek und Kalk Bay, bevor in Simons Town Endstation ist. Mit etwas Glück sieht man in der Walsaison von Juli bis November einige der Meeressäuger vom Ufer aus.
Die Bahn kann ohne Bedenken von Touristen genutzt werden. Vom Bahnhof sind es dann etwa 500 m bis zur Innenstadt. Dort finden sich noch viele viktorianische und kapholländische Häusern. Simons Town hat noch seinen ureigenen englischen Charme, welche sich nach der Eroberung durch die Briten 1806 entwickelte. Da insbesondere im südlichen Winter starke Stürme vorherrschen, suchten die Holländer im 18. Jahrhundert einen sicheren Ankerplatz für ihre Schiffe. Um diesen Platz herum wurde dann Simonstad gegründet, benannt nach Simon van der Steel, einem der Gouverneure der Kapprovinz [...]
Eines der bekanntesten Kapstadtfotos ist ein Strandfoto vom Bloubergstrand mit Blick auf den Tafelberg. Im Vordergrund sieht man den Strand, dann das glitzernde Blau des Meeres und im Hintergrund die atemberaubende Kulisse des Tafelberges, des Lions Head und des Devils Peak. Je nach Sonne und Wind erscheint die komplette Silhouette in einem blauen Licht. Ungefähr 7 km von Bloubergstrand entfernt mitten in der Table Bay liegt Robben Island, die weltbekannte Insel.
Der Strand selbst ist kilometerlang, etwa 50 m breit und verfügt über einen schönen weißen Sand. Je weiter man nach Norden geht, desto mehr Felsen findet man am Strand vor, bis es nur noch ein felsiger Küstenstreifen ist.
Aufgrund des vorherrschenden Windes eignet sich dieser Küstenstreifen hervorragend für Kitesurfen. An windreichen Tagen sieht man Dutzende von Kitesurfer auf den Wellen. Surfen ist auch sehr beliebt unter den anwesenden Wassersportlern. Das Wasser selbst ist so kalt, dass kaum jemand badet. An sonnigen Wochenenden ist der Strand jedoch überfüllt von Spaziergängern und Besuchern, welche nur die Sonnenstrahlen genießen [...]
Der Name ist Programm. Die Stadt namens Strand ( Afrikaans-Wort ) kann einen 5 km langen Strand bieten. Gelegen an der False Bay etwa 50 km von Kapstadt entfernt, zähle ich es trotzdem zu Kapstadt wegen der Transportmöglichkeit. Es gibt eine Bahnverbindung, welche ich empfehlen kann. In 1 Stunde ist man direkt am Strand in Strand und die Fahrt selbst ist sicher und billig.
In Strand ist das Meerwasser bedeutend wärmer als in Kapstadt. Baden ist hier ein echtes Vergnügen. Der Badestrand ist sicher: es geht flach ins Wasser hinein, selten sind die Wellen hoch und es gibt keine gefährlichen Strömungen. An einigen wenigen Abschnitten gibt es Felsformationen. Neben Baden und Sonnen ist das Surfen hier die Hauptfreizeitbeschäftigung. Diverse Angler können dabei beobachtet werden, wie sie direkt vom Strand aus mit ihren Ruten auf Fischfang sind [...]
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