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Sansibar, da wo der Pfeffer wächst

Überraschenderweise war die Fähre ein richtig modernes Boot, keines der Seelenverkäufer, die man von Afrika erwarten würde. Die Überfahrt verlief ganz ruhig, die Wellen waren kaum zu spüren. Unterwegs sahen wir einige der Dhows, die hier immer noch im Einsatz sind. Diese Segelboote waren über Jahrhunderte die wichtigsten Transportschiffe in diesem Teil der Welt. Heute transportieren sie noch die Waren zu entlegenen Orten, wo sich moderne Schiffe nicht wirtschaftlich einsetzen lassen.

Am Horizont konnten wir dann Sansibar und deren Hauptstadt erkennen. Zanzibar Stone Town ist heute die Provinzhauptstadt der Insel, war aber vor der Unabhängigkeit von Tansania die Hauptstadt der Insel. Schon von weiten konnte man diverse große Gebäude erkennen, die wie Paläste aussahen. Je näher wir dem Hafen von Stone Town kamen, umso deutlicher wurde jedoch, dass die Gebäude in einem erbärmlichen Zustand waren. Die Fassaden waren alle grau und düster. Nach der Anlandung konnten wir direkt zu unseren Hotel laufen, welches sich nur einige Hundert Meter vom Hafen entfernt im alten Zentrum von Stone Town befand. Von außen sah das Hotel auch ziemlich heruntergekommen aus, die Innenausstattung war aber akzeptabel. Wir blieben 1 Nacht in Zanzibar Town, bevor wir Richtung Norden weiterfahren wollten [...]

Malawi - tiefstes Afrika

Lake MalawiMalawi. Wo war das gleich noch? Irgendwo im zentralen Afrika. Wenn ich mir überlege, was mir dazu einfiel, bevor ich die Reise antrat: Lake Malawi – einer der größten Süßwasserseen der Welt. Sonst noch – eins der ärmsten Länder Afrikas. Große Probleme mit Aids. Als Urlaubsland – garantiert nicht.

Unser Zielort befand sich in den Bergen südlich des Malawisees. Hier gab es noch ausgedehnte Wälder, die zum Wandern einladen. Als weitere Freizeitaktivität konnten wir fischen. Wer denkt, dass es in Zentralafrika immer heiß ist, der liegt falsch. Hier fielen die Temperaturen am Abend auf den Nullpunkt, es war echt kühl auf etwa 1000 m über dem Meeresspiegel. Am Abend saßen wir am Lagerfeuer, um uns zu wärmen. Wenigstens versprachen die nächsten Tage Badewetter. Von den Bergen im Süden Malawis fuhren wir hinab an die Ufer eines der größten Süßwasserseen der Welt.

Der Lake Malawi hat solche Dimensionen, dass bei Wind meterhohe Wellen normal sind. 3 Nächte wollten wir hier bleiben. Der Campingplatz war riesig, bei Vollbelegung wären es wahrscheinlich 1000 Leute [...]

Safari pur in Zambia

Sambia - National ParkHier im South Luangwa National Park hoffte ich nun, meine Big 5 zu vervollständigen, genau genommen fehlte mir nur noch der Leopard in meiner Fotosammlung. Bei der Ankunft fiel allen auf, dass hier vor kurzen ein Hochwasser gewesen sein musste. Die Markierungen an den Bäumen deuteten auf eine Wasserhöhe von etwa 1 m hin. Das Hochwasser hatte denselben Ursprung wie das am Victoriafall. Das Camp war auch in Mitleidenschaft gezogen wurden, der Rasen total verschlammt und der Swimmingpool kaputt. Dafür war die Lage traumhaft, direkt am Ufer des Flusses. Hier entdeckten wir sofort einige Gruppen Flusspferde. Nach dem obligatorischen Zeltaufbau konnten wir dann den restlichen Nachmittag relaxen, bevor die abendliche Pirschfahrt begann.

Auf einmal hörten wir aufgeregte Stimmen von anderen Reisenden, ca. 300m von der Bar entfernt hielten sich Elefanten auf. Das Camp hatte keinen Zaun und so begaben wir uns in Richtung der Dickhäuter. Es ist schon ein komisches Gefühl, sich wilden Tieren zu nähern. Natürlich kann man in etablierten Nationalparks auch Führungen zu Fuß machen, aber dann begleitet einen ein Ranger mit einem Gewehr. Hier waren wir Touris ganz allein. Verhaltend wie Möchtegern – Ranger, die ihr Fernsehwissen einsetzten, überprüften wir die Windrichtung und schlichen uns bis auf ca. 100m an die Elefanten heran. Näher trauten wir uns dann doch nicht ran und als hinter uns noch einige Elefanten auftauchten, bewegten wir uns schnellstmöglich wieder in das Camp zurück. Am Abend ging es dann auf Safari in mehreren Jeeps. Ein Großteil des Parkes bestand aus Wald, im Gegensatz zu den Savannen-landschaften in Etoscha oder Krügerpark. Nach anfänglicher Erfolglosigkeit liefen uns dann die Tiere der Reihe nach über den Weg. Kurz vor Ende hatten wir dann sogar das unbeschreibliche Glück, Leoparden auf nächtlichen Beutezug zu beobachten. Weiterhin sahen wir Löwen, Elefanten, Nilpferde und diverse andere Savannenbewohner [...]

Zambia mit den Victoriafällen

Victoria FallsDas Highlight von Victoria Falls sind natürlich die Victoriafälle. Wir konnten schon aus einigen Kilometern Entfernung die Gichtwolke erkennen. Die Guide sagen, dass dieses Jahr außergewöhnlich viel Wasser im Sambesi wäre. Je näher wir kamen, desto lauter wurde. Nachdem wir die 10 US Dollar bezahlten, konnten wir den Park betreten, der den Wasserfall umgab. Je näher wir dem Wasserfall kamen, umso stärker begann es zu nieseln. Dann konnten wir die rechte Flanke des Wasserfalles sehen. Kurz dahinter begann es jedoch regelrecht zu regnen. Als wir dann vor dem Wasserfall standen, goss es in Strömen. Die Sichtweite betrug nur wenige Meter. Wir liefen zu verschiedenen Aussichtspunkten und konnten nirgendwo wieder die Victoriafälle sehen. Es war zum Verzweifeln, wir reisten Tausende Kilometer und dann war es unmöglich, dieses Naturwunder zu sehen. Die Enttäuschung war natürlich riesig. Unser Guide sagte uns dann, dass wir uns zum Trost eine schöne Sunsettour auf dem Sambesi gönnen sollten. Das taten wir dann auch, der Alkohol floss etwas und der Sonnenuntergang war fantastisch.

Den nächsten Tag hatten wir einen freien Tag vor Ort. Es gab einen Swimmingpool, wo wir relaxen konnten. Außerdem bestand die Möglichkeiten zu diversen Freizeitaktivitäten. Ich buchte ein 3er Programm aus Gorge Swing, Flying Fox und Abseilen [...]

Botswana mit Okavango - Delta und Chobe Park

Okavango - FliegerVon hier nahm ich mir ein Taxi bis zur Lodge am Stadtrand von Johannesburg, wo die Rundreise an nächsten Morgen starten sollte. Es handelte sich um einen normalen Backpacker, der aber ziemlich leer war. Im Innenhof saßen 3 Gäste und der Besitzer des Hauses bei einem Braai. Sie haben mich gleich eingeladen, sich ihnen anzuschließen. So verbrachte ich meinen letzten Tag in Südafrika mit der Lieblingsbeschäftigung der Einheimischen – Grillen und Bier trinken. Bei meinen Rundreisen zeigte es sich immer wieder, dass die kleineren Backpacker die gemütlichsten waren. Dann saß öfters der Besitzer am Abend mit den Gästen zusammen. Komischer-weise konnte ich keinen anderen Reisenden entdecken, der auch die Tour gebucht hatte.

Am nächsten Morgen traf ich den ersten Mitstreiter, eine äußerst agile Engländerin. Mit einigen Minuten Verspätung traf dann auch der Truck mit den anderen Touristen ein. Insgesamt waren wir 5 Leute, die den Truck für sich hatten, 2 Brasilianerinnen, 1 Italiener und die besagte Engländerin. Ansonsten gab es noch den Fahrer und die Köchin. Dies ist die Standardbesetzung bei den meisten Touren. Diese Reise würde für die beiden ruhig werden. Wenn jedoch 20 Urlauber dabei sind, ist es schon etwa anderes.

Wie immer bei meinen Rundreisen hatte ich eine Campingtour gebucht. Dies ist die preiswerteste Art zu reisen und es machte mir richtig Spaß. Die paar Minuten Zeltaufbau nach der Ankunft am jeweiligen Ruheplatz sind kaum der Rede wert. Der erste Tag der Tour war reine Fahrerei [...]

Kapstadt – Zanzibar, das Ende meiner Afrikatour

Über 1 Jahr lebte und urlaubte ich nun schon in Südafrika. Mein Visum besaß zwar immer noch 3 Monate Gültigkeit, aber nun wollte ich doch die Heimreise antreten. Die einfachste Variante wäre natürlich der Direktflug von Kapstadt nach Frankfurt. Aber warum die einfache Variante nehmen? Bei meiner Namibia – Rundreise hatte ich mit Absicht kurz vor dem Caprivistreifen Kapstadtumgedreht, da ich die Victoriafälle später in Ruhe ansehen wollte. Im Reiseportfolio meines bevorzugten Safari – Reiseanbieters Nomad gab es noch eine Strecke, die ich bereisen wollte. Es handelte sich um die Tour Johannesburg – Victoriafälle.

Aber was danach? Wieder zurück nach Johannesburg fliegen und dann ab nach Hause? Mich lachte die Reiseroute via Zambia und Malawi so an, dass ich sie auch buchte. Die Entscheidung war auch deswegen einfach, da das Ticket meines Rückfluges nicht mehr gültig war. Die liebe Fluggesellschaft hatte im Kleingedruckten stehen, dass bei einem Zeitabstand von mehr als 12 Monaten zwischen Ankunft und Abreise das Ticket verfällt. Für die Flugstrecke Dar es Salaam – Frankfurt bezahlte ich mehr als für den Hin – und Rückflug nach Südafrika. Aber so etwas akzeptierte ich nach meiner Zeit in Afrika ohne Wimpernzucken. Es gab immer wieder Punkte, die einen aufregen konnten. Aber wenn man nichts ändern kann, warum dann nur den Blutdruck steigern? [...]

Weihnachten an der Wild Coast & Silvester in Kapstadt

Backpacker - The KraalDann nach etwa einer halben Stunde sah ich den Backpacker. Er lag perfekt oberhalb der Mündung des Mpande Flusses in das Meer. Der Kraal bestand aus 2 Rundhütten, wo jeweils 6 Leute schlafen konnten. Außerdem gab es einen großen Aufenthaltsraum, der auch als Bar genutzt wurde. Draußen befanden sich diverse Hängematten, mehr brauchte man nicht. Action würde es hier jedenfalls kaum geben. Dies war also der Platz, wo ich Weihnachten verbringen wollte.

Die Landschaft hier ist unvergleichlich. Es handelt sich um eine sanfte Hügellandschaft, die von vielen kleinen Flüssen durchzogen ist. An Regen mangelt es nicht, alles ist sehr grün. Bäume gibt es jedoch kaum, wahrscheinlich wurden sie alle abgeholzt. Überall sieht man die Rundhütten der Xhosas, der Bewohner der Transkei. Viele Einheimische wohnen immer noch in diesen traditionellen Hütten, wobei moderne Häuser immer öfters anzutreffen sind. Zwischen den Hütten laufen überall Kühe und Ziegen frei herum. Die Region zählt zu den ärmsten des Landes, eine Folge der Apartheidzeit. In jenen Tagen war die Transkei ein so genanntes Homeland. Darunter versteht man nur von Südafrika anerkannte unabhängige Staaten der schwarzen Bevölkerung. Die Apartheidregierung nutzte die Bevölkerung hier nur als billige Arbeitskräfte, die für einige Monate in die weißen Regionen zum Arbeiten kommen durften und dann wieder abgeschoben wurden. Es wurde keinerlei Geld für Infrastruktur und Bildung ausgegeben. 17 Jahren nach Ende der Apartheid sind die Folgen immer noch überall zu sehen. Trotz der Armut sind die Bewohner nette und freundliche Personen, die sich gerne mit Touristen unterhalten.

Die Küste hier wird „Wild Coast“ genannt. ES ist eine wildromantische Küste, die immer wieder von steil aufsteigenden Hügeln und dazwischen liegenden Bächen durchsetzt ist. Hierher kommt man zum Baden, Surfen, Wandern und Kanu fahren. Und zum Haschisch rauchen [...]

Südafrika, Du hast mich wieder

JohannesburgIch hatte noch etwa 3 Wochen Zeit, bevor ich wieder in Kapstadt sein musste. Ein Plan musste her, wie ich diesen Zeitraum sinnvoll gestalten konnte. Johannesburg wollte ich unbedingt kennen lernen, obwohl es ja eine gefährliche Stadt sein sollte. Die ganze Zeit hatte ich einen Reiseführer mit den besten Backpackern von Südafrika dabei. Eine Lodge in Dunkeld West, einen Stadtteil nördlich des Zentrums von Johannesburg, erregte meine Aufmerksamkeit. Nach einer angenehmen Busfahrt den ganzen Tag lang erreichte ich das Zentrum von Johannesburg am frühen Abend. Da ich keine Lust auf Experimente hatte, gönnte ich mir ein Taxi bis zur Lodge. Das Haus erwies sich als ein stattliches Wohngebäude mit einem riesigen Garten und sogar einem Pool. Ich entschied mich für die Billigvariante, das Schlafen im Mehrbettzimmer. Hierbei handelte es sich um einen regelrechten Schlafsaal mit einer Kapazität von 18 Gästen. Zum Glück war der Raum aber nur halb belegt.

Den ersten Tag in Joburg relaxte ich erstmal nur am Pool. Am Nachmittag erkundete ich etwas das Viertel, dabei immer im Hinterkopf, dass man immer auf alles gefasst sein sollte. Das benachbarte Sandton ist das nobelste Viertel der Stadt, insbesondere nachdem sich das Wirtschaftsleben aus der City hierher verlegte. Das Einkaufszentrum Sandton City ist ein riesiges Shoppingcenter, wo es alles zu kaufen gibt. Eine Vielzahl an Restaurants, Bars und Cafes laden die Besucher zum Verweilen ein. Abends lernte ich 2 Spanier kennen, die mit mir zusammen die City erkunden wollten [...]

Allein in Mozambik

MozambikanerDoch dann musste ich das Resort verlassen, wenn ich noch etwas vom Land sehen wollte. Mein Visum galt ja nur für 1 Monat. Per Anhalter fuhr ich bis nach Inhambane. Von dort musste ich über die Bucht bis nach Maxixe übersetzen, da nur auf dieser Seite die Busse fuhren. Fahrpläne gab es keine, mir konnte auch niemand sagen, wenn der nächste Bus vorbeikommen sollte. Die Überfahrt war wieder ein Abenteuer par excellenze. Die benutzten Boote waren die reinsten Seelenverkäufer. Beim kleinsten Sturm würden sie gnadenlos sinken. Zum Glück war das andere Ufer in Sichtweite. Nun stand ich also in Maxixe und wartete auf einen Bus, der mich in den Norden brachte. Natürlich erwartete ich keine Luxusbusse, wie sie in Südafrika verkehrten. Aber einige Eigenschaften sollten sie schon haben, beispielsweise Beinfreiheit für mich auf der langen Strecke, eine Fahrt bis zu einer Stadt mit einem Hotel und ein äußeres Erscheinungsbild, dass eine gewisse Verkehrssicherheit suggerierte. Nachdem der Tag langsam dem Ende zuging, machte ich mir schon Gedanken. Sollte dies eine gute Idee sein? Eigentlich gab es auf den nächsten 1000 Kilometern keine Stadt, die eine gewisse Grundinfrastruktur hatte.

Ich entschied mich dann, erstmal nach Inhambane zurückzukehren und dort ein Hotel zu nehmen. Also noch mal einen der Seelenverkäufer nutzen. Das Hotel am Platze verlangte über 60 Dollar. Da ich das nicht zahlen wollte, übernachtete ich im Bunkroom des Hotels. Dies war irgendein Hinterhofzimmer, wo auf 15 m² zwei Doppelstockbetten standen. Da ich der einzige Gast bleib, war es für diese Nacht ok. Abends ging ich in die Stadt, um ein Restaurant zu finden. Dies erwies sich als gar nicht so einfach. Am Ende fand ich einen Ort, der ein gutes Essen zubereitete. Ich überlegte mir nun, wie mein weiterer Reiseplan aussehen könnte [...]

Mozambik - Perle an der Ostküste Afrikas

Von den Traumstränden in Mozambik hatte ich schon viel gehört, jetzt wollte ich dieses Land auch erkunden. Das Land ist jedoch Strand in Mozambikreisetechnisch eine andere Liga als Südafrika, da die Infrastruktur nach 20 Jahren Bürgerkrieg immer noch am Boden ist. Außerdem muss ich zugeben, dass ich null Wörter auf Portugiesisch kenne. Somit beschloss ich von Anfang an, mittels einer Reisegruppe das Land zu bereisen. Da ich die Südafrika – Küstentour bereits mit Nomad – Tours absolvierte, buchte ich auch gleich den Trip nach Mozambik mit. Blöd war nur, dass die Tour in Johannesburg startete und erstmal zum Krügerpark führte. Somit sah ich innerhalb von 1 Woche zweimal den gleichen weltberühmten Park. Nachdem ich kurz vorher schon den Addopark und außerdem in Swasiland einen anderen Nationalpark besucht hatte, sagte ich mir, dass dies in absehbarer Zeit die letzte Fotosafari sein sollte. Um aber doch einige Abenteuer zu erleben, buchte ich meine Pauschaltour nur bis Inhambane.

Die Reise startete also in Johannesburg und führte uns via Krügerpark und Swasiland nach Komatiport, der Grenzstation. Die Teilnehmer der Reisegruppe kamen aus diversen Ländern. Ausnahmsweise waren diesmal die Südafrikaner zahlenmäßig am stärksten vertreten, andere Nationalitäten waren Australier, Neuseeländer, Holländer und Deutsche. Unsere Reiseziele in Mozambik waren Xai-Xai, Inhambane und der Bazarutu-Archipel. Dies war der nördlichste Punkt, den die Reisegruppe erreichen wollte. Danach sollte es wieder in den Süden gehen, wobei nochmals in Inhambane übernachtet werden sollte [...]