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Einige kulturelle Besonderheiten in Südafrika

KapstädterWie in jeder Kultur gibt es auch in Südafrika Kurioses, Besonderheiten oder Eigenheiten, welche man kennen bzw. beachten sollte.

In Südafrika gibt es vier „Jetzt“ – Stufen in der Sprache, welche eine Aussage treffen, wann etwas erfolgt. „Now“, also „Jetzt“ bedeutet nicht sofort. In der Praxis kann es noch mehrere Stunden dauern. „Just Now“ verkürzt diesen Zeitraum, „Now Now“ noch mehr. Aber nur der Begriff „Right now“ garantiert umgehende sofortige Ausführung. Privat ist es normal, dass Personen erst einige Stunden nach dem Beginn einer Feier kommen. Aber solange sie nicht die einzigen Besucher sind, ist es ja ok. Man kann natürlich auch einen zeitigeren Termin sagen, wohl wissend, dass es sowieso später wird. Dumm ist es nur, wenn die Eingeladenen den Deutschen dann zeigen wollen, dass sie ausnahmsweise auch mal pünktlich sind. Die Begründung für die Verspätung ist meistens die Gleiche – es ist doch eine Party, da kommt man nie zu spät.

Südafrikaner sind Autonarren, welche als Statussymbol unbedingt ein Auto haben wollen. Nach Antritt des ersten richtigen Jobs wird sofort versucht, einen adäquaten PKW zu erwerben. Da Autos jedoch relativ teuer sind, ist es dann meist nur eine alte Karre. Und alt bedeutet, dass es irgendwie noch fahrtüchtig ist. Was man an Schrottautos allein auf Kapstädter Straßen sieht, ist kaum zu glauben. Reparaturen sind sehr teuer, insbesondere wenn es sich um Importautos handelt. Viele überschätzen die Kosten für den Unterhalt eines Autos. Die PKW werden nur minimal betankt, um die Liquidität nicht überzustrapazieren. Üblicherweise tankt man Sprit für die nächsten 50 km.

Einen krassen Gegensatz gibt es im Sparverhalten zwischen Deutschen und Südafrikanern. Sobald sie Geld haben, müssen sie es wieder ausgeben. Und selbst wenn sie keins haben, wird es ausgegeben. In einer durchschnittlichen Geldbörse tummeln sich 10 -20 Kreditkarten bzw. Firmenkarten. Damit können sie auf Kredit kaufen. Die Leute sind Experten darin, wie man das Maximum aus allen Karten rausholt. Das mit den hohen Zinsen ist denen egal. Erst Geld zu sparen und dann etwas zu kaufen, wird als altmodisch angesehen. Ist Geld verfügbar, dann sind alle Einheimischen sehr großzügig zu sich selbst oder zu anderen. Was mir auch aufgefallen ist: Am Monatsanfang ist ein Kühlschrank rappelvoll, gegen Ende ist es dann ein Trauerspiel [...]

Alltag mit Südafrikanern Teil 4

Für mich wurde das ehemalige Zimmer des Hausmädchens eingerichtet. Der Raum war ca. 25 m² groß und hatte neben Bett und Sitzecke noch eine riesige Badewanne. Keine Ahnung, was sich die Erbauer damals dabei dachten, ein Zimmer mit Badewanne, aber kein Waschbecken. Ich habe es mir jedoch dort gemütlich gemacht, sogar einen eigenen Fernseher habe ich bekommen. Zum Glück gab es Pay – TV, ansonsten wäre es teilweise eine langweilige Angelegenheit geworden.

Südafrikanisches öffentliches Fernsehen besteht aus 4 Kanälen, davon sind 2 eigentlich nur für die Bantu-Sprachen z.B. Xhosa und Zulu reserviert. Verbleiben dann noch Afrikaans und Englisch. Mit ein bisschen Übung kann man Afrikaans – Texte lesen, im Fernsehen hat man aber keine Chance, etwas zu verstehen. Ich habe auch gerne ferngesehen, um mein Englisch zu verbessern. Am besten haben sich die Reportagen und Nachrichtensendungen geeignet, die Aussprache dort ist am besten und dies ist am Anfang des Lernens wichtig [...]

Warum nur Kapstadt ?

KapstädterJedes Jahr kommen sie wieder. Ab Dezember erreichen Tausende Kälteflüchtlinge auf dem hohen Norden die mother city am anderen Ende von Afrika. Aufgrund der geschichtlichen Verbindung schaffen es die Deutschen nur auf den zweiten Platz, nach den Briten. Da sowieso alle in Kapstadt ( Jedenfalls wo ich wohne ) Englisch sprechen, fallen sie nicht so auf. Die Deutschen umso mehr. Dies ist nicht negativ gemeint. Als Deutscher hörst Du, wenn nur 50 m entfernt jemand etwas in der eigenen Muttersprache flüstert.

Ab Ende Januar wird es dann extrem. Zusätzlich zu den Winterflüchtlingen, den normalen Reisenden, welche die 2 Wochen Rundum-Sorglos-Rundreise Südafrika gebucht haben und 2 Tage in Kapstadt verbringen, kommen die Sprachschüler. In den 6 – 8 Wochen Semesterferien müssen die Sprachkenntnisse verbessert werden. Entscheidungskriterium bei den meisten Studenten sind die Kosten und die Temperaturen [...]

Alltag mit Südafrikanern Teil 3

Abends kam irgendwann das Thema Religion auf. Als ich erwähnte, dass ich nicht an Gott glaube, konnten sie es nicht verstehen. Wie schon erwähnt, sollte Jaques ein Leben als Minister führen. Irgendetwas veränderte aber seine Einstellung und nachdem er seine theologischen Studien beendet hatte, konnte er nicht mehr mit voller Energie dabei sein. Trotzdem besuchte er in regelmäßigen Abständen den Gottesdienst .

Einen gravierenden Unterschied zwischen südafrikanischen und deutschen Religionsgemeinschaften möchte ich kurz erwähnen: das Lebendige der Gottesdienste. Hier wird getanzt, gesungen, Gott aktiv gepriesen, Wünsche und Bitten an Gott gesandt. Während der meisten Gottesdienste begleiteten Musiker mit Instrumenten die Gottesdienste. Ich habe einige angesehen, die größten Veranstaltungen ähnelten Rockkonzerten, wo mehrere Tausend Leute dem Sänger, hier dem Minister zuhörten bzw. [...]

11 weeks of perfect life…

Wir 3
Das Leben

Seit gut zweieinhalb Monaten bin ich zurück in Deutschland – in einem Land, in dem nun der Frühling beginnt und man sich wieder über mehr Sonnentage freuen kann… die Sonnentage während meines Aufenthalts in Südafrika habe ich irgendwann aufgehört zu zählen.

Das Wetter ist ein Grund, warum dieses Land perfekt für mich wäre. Im Gegensatz zu Deutschland ist das Leben in Südafrika anders: Es spielt sich draußen ab! Man spürt die Lebenslust, Offenheit und Fröhlichkeit der Südafrikaner überall. Ich denke, die Menschen in diesem Land können stolz sein… auf die vielfältige Pflanzen- und Tiervielfalt, die ich so noch nie gesehen habe, wundervolle lange Sandstrände, tiefblaues Meer, atemberaubende Felsen und Berge, und und und … einfach ein facettenreiches und wunderschönes Land [...]

Alltag mit Südafrikanern Teil 2

AusflugIm Haushalt arbeitete noch Georgia, das Dienstmädchen, für Europäer Luxus pur, für die Südafrikaner ( insbesondere in ländlichen Regionen ) jedoch etwas völlig Normales. Sie war für das Putzen, Waschen und auch teilweise für das Babysittung des Kleinen verantwortlich. Das Kochen obliegte Bernadine. Georgia wohnte nicht in Paarl direkt, sondern auf einer Farm außerhalb in einen ärmlichen Haus. Da es keine öffentlichen Verkehrsmittel gab, musste sie immer abgeholt und wieder weggebracht werden, insbesondere nachts. Das Haus kann man als typisches Familienhaus auf dem Lande bezeichnen. Es war zweigeschossig, im EG ein großes Wohnzimmer mit offener Küche und WC, im OG 3 Schlafzimmer. Weiterhin gab es einen schönen Garten und eine Art Einliegerwohnung, welche ursprünglich für die Dienstmädchen vorgesehen waren. Wenn die Häuser älter als 15 Jahre sind, gibt es fast immer diese Dienstbotenzimmer. Was natürlich niemals fehlt, die Braai – Area, am besten überdacht. Im Western Cape, dessen Hauptstadt Kapstadt ist, leben vorrangig Farbige. Die ursprüngliche Heimat der Schwarzen sind alle anderen Bundesstaaten. Georgia war auch eine Farbige. Laut Jaques sind sie viel zuverlässiger und vertrauenswürdiger als Schwarze [...]

Alltag mit Südafrikanern

Meinen ersten persönlichen Kontakt mit einem Südafrikaner hatte ich mit meiner Gastfamilie, besser gesagt meiner Gastmutter. Es handelte sich um eine nette alte Dame, welche von der Studentenbeherbergung lebte, insbesondere von Schülern diverser Sprachschulen. In der Praxis bedeutete dies, dass in der Wohnung mit 2 Schlafzimmern zwei Sprachschüler untergebracht waren, sie des Nachts im Wohnzimmer schlief. Nicht sehr prickelnd. Gemeinsames Abendessen war um 18 Uhr, späteres Erscheinen unerwünscht. Glücklicherweise hatte ich nur für 6 Wochen vorab gebucht, danach konnte ich mich vor Ort umsehen und dann etwas Neues nehmen. Da es für meine Mutti ein reines Geschäft war und sie alle 3-4 Wochen neue Gäste kamen, konnte man auch nicht behaupten, einen authentischen Einblick in den südafrikanischen Alltag zu bekommen. Mir fällt jetzt beim Schreiben dieses Textes nichts ein, was noch erwähnenswert wäre. Leider ist dies bei den meisten Anbietern der Fall, die sogenannten Unterkünfte bei Gastfamilien sind in der Realität nur Pensionen im Kleinformat. Ehrlich gesagt habe ich zu Zeiten meines Sprachschulbesuches keinen Mitschüler getroffen, welchen in einer „normalen“ Familie untergebracht war, also ein Paar mit Kindern [...]

Kapstadts Little Five

DassieDassie

Eine Mischung aus Meerschweinchen und Murmeltier, jedenfalls vom Aussehen her, trifft man es auf dem Tafelberg an. Lieblingsbeschaeftigung ist Schlafen und auf warmen Felsen herumliegen und sich sonnen. Witzigerweise ist der naechste Verwandte dieses putzigen Tierchens der Elefant.

Paviane ( Baboons )

Regelmaessig liest man in der Zeitung von randalierenden Affenhorden, welche in Haeuser eindringen und bevorzugt Kueche und Vorratsraeume pluendern. Die eigentlich possierlich aussehenden Tiere koennen sogar gefaehrlich werden, wenn sie bei jemanden Futter entdecken und dann versuchen, es demjenigen zu entreisen. Beliebtestes Operationsgebiet der Tiere ist das Kap der Guten Hoffnung. Dort werden regelmaessig Touristen angesprungen und deren Essen oder Sonnenbrillen geklaut [...]

Suedafrikanisches Englisch fuer Besucher

Einige der Woerter oder Begriffe, die man kennen sollten :

” Bru ” : Begriff fuer einen maennlichen Erwachsenen, auch genutzt als Umgangssprache fuer Kumpel oder Freund, Afrikaans – Ursprung

” Howzit ” : eine Begruessung, hergeleitet aus dem bekannten ” How is it ? “; man nutzt es aber eher als Statement denn als Frage

Beispiel:

A – ” Howzit,Bru ? ”
B – ” Iam fine, thank you and yourself ? ”
A – shocked silence
Wie bereits erwaehnt, dies ist keine Frage [...]

Leben in Kapstadt


Wir sind als Familie in Kapstadt. ca. 2,5 Wochen im Ferienhaus. Da Neo schon am 19.01.2011 eingeschult wird, verbringen wir die Zeit hier gemeinsam, schon etwas eher. So können wir uns schon langsam an das Wetter, Land und Essen gewöhnen…. und an Gerüche… ). Danach sind wir (erstmal für ein halbes Jahr) bei All Nations in Sun Valley. Wir durchlaufen eine Jüngerschaftsschule (Gemeindegründung) und arbeiten in den Townships (Armenvierteln) [...]