Südafrikas Gautrain mit Problemen

Gautrain

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2010 liebten die Johannesburger noch ihren südafrikanischen Schnellzug. Obwohl er nur die Städte Johannesburg und Pretoria mit dem Flughafen verband, zeigte er der Welt, dass in Südafrika auch ein Hightechzug einsetzbar sei. Doch nun ist die Euphorie verflogen. Die technische Mängelliste wird mit jedem Tag länger. Der versprochene Bahnhof in der Innenstadt von Johannesburg ist immer noch nicht auf. Die Tickets sind relativ hoch für südafrikanische Verhältnisse.

Und nun streiken auch die Fahrer der Zubringerbusse. Ein Grundpfeiler des Verkehrssystem Gautrain ist die Nutzung von Bussen, um die Reichweite zu erhöhen und potentielle Fahrgäste anzulocken. Die Anzahl der Bahnhöfe ist relativ gering. Außerdem liegen diese meistens außerhalb von Wohngebieten. Um die Pendler vom Autofahren abzuhalten, sollten die Busse die Pendler von den Wohngebieten zu dem nächstgelegenen Bahnhof bringen. Autofahrer haben sich nun wieder zu Tausenden entschieden, anstelle der öffentlichen Verkehrsmittel mit dem eigenen Fahrzeug auf Arbeit zu fahren.

Das damals verkündete Ziel von etwa 100.000 Fahrgästen je Tag wird nicht erreicht. Aktuell sind es etwa 30.000 Personen am Tag in den Zügen. Neben den erhöhten Autoverkehr bedeutet dies auch, dass der Gautrain noch mehr Defizite verursacht, die der Staat mitfinanzieren muss.

Der über 3 Mrd. Dollar teure Gautrain befindet sich geradewegs auf dem Weg, für Südafrika ein milliardenschweres Investitionsgrab zu werden. Keines der von der Politik versprochenen Folgen sind eingetreten.

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