Autos haben in Südafrika in etwa das gleiche Ansehen wie in Deutschland. Mit dem Besitz eines Wagen zeigt man, daß man zur Mittelschicht des Landes gehört. Deswegen werden die ständigen Preiserhöhungen von Benzin als Angriff auf den South African way of life angesehen. Die Preise werden zentral vorgegeben und wurden bereits achtmal erhöht. Südafrika hat keine eigenen Ölvorkommen und muß daher alles importieren. Die Preise von Benzin und Diesel sind daher direkt vom Olpreis an den Weltmärkten abhängig.
Die psychologisch bedeutende Schwelle von 10 Rand ( 1 € ) pro Liter wird bald überschritten. Da das Durchschnittseinkommen in Südafrika in etwa 1/3 des deutschen ist, sind die Kosten noch dramatischer anzusehen als in Europa. Und Alternativen für Pendler wie Busse und Bahn gibt es auch kaum. Betroffen sind insbesondere die ärmere Bevölkerung, da die steigenden Benzinkosten sofort und in voller Höhe auf alle Produkte umgelegt werden. Dies spürt jeder Verbraucher sofort bei den Lebensmittelpreisen. Kapstadt beispielsweise liegt 1000 km vom industriellen Herz des Landes, Johannesburg, entfernt. Viele Industrieprodukte werden nur in dieser Region produziert und müssen dann weit Strecken gefahren werden.
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was ist denn mit Sasol los? wird denn dort keine Kohle mehr in Oel umgewandelt?