Safaris rund um Kapstadt und im südlichen Afrika

Eine Safari in Afrika, der Traum Vieler. Einmal durch die Weiten des afrikanischen Kontinents mit einem Jeep fahren, dabei Elefanten, Löwen und Nashörner sehen und natürlich fotografieren. Urlauber können aus einer Vielzahl von Safarizielen auswählen, wobei die bekanntesten Orte die Masai Mara in Kenia, der Etoscha Park in Namibia, das Okavangodelta in Botswana und der Krügerpark in Südafrika sind.

Da dieser Blog sich hauptsächlich um Kapstadt dreht, wollen wir zunächst einmal auf die Safari-Möglichkeiten rund um Kapstadt eingehen. Leider befindet sich der erste richtige Nationalpark, in dem auch die Big 5 (Büffel, Elefant, Nashorn, Löwe und Leopard) gesichtet werden können, eine ganze Ecke von Kapstadt entfernt.

Addo Elephant Park

Der Addo Elephant Park liegt ca. 750 km östlich von Kapstadtin der Provinz Ostkap nördlich von Port Elizabeth. Allerdings lässt sich dieser Nationalpark wunderbar mit einem Aufenthalt in Kapstadt und einer Rundreise entlang der Garden Route verbinden. Der Addo Park ist eine ehemaliges Schutzgebiet für Kapelefanten und ist daher erste Anlaufstelle für alle jene, die gerne Dickhäuter sehen möchten. Der Park beheimatet aufgrund seiner Nähe zum Ozean sogar die Big 7, zu denen neben den bekannten Vertretern der Bib 5 auch Wale und der Weiße Hai zählen.

Pirschfahrt

Elefant im Addo Nationalpark

Wem der Addo Elephant Park zu weit von Kapstadt entfernt ist, der kann im Westkap ein privates „Game Reserve“ besuchen. Auch hier können wilde Tiere beobachtet werden. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Safaris rund um Kapstadt

Kapstadt ist unbestritten eine der schönsten Städte der Welt und räumt einen nach dem anderen Reiseaward ab. Dank des hervorragenden Wechselkurses zur südafrikanischen Währung ist Kapstadt ein Reiseziel, das den Geldbeutel nicht mehr extrem belastet. Doch ein Punkt muss noch geklärt werden: Wie sieht es denn mit Safaris in oder um Kapstadt aus? Wenn man schon den weiten Weg nach Afrika macht, möchte man ja doch einige der Tierchen sehen, am liebsten natürlich die Big 5, die jeder Tourist gerne beobachten und fotografieren möchte.

Die romantische Vorstellung, dass diese Tiere noch in freier Wildbahn angetroffen werden können, wird leider durch die Realität zerstört. Zwar gibt es am Kap der guten Hoffnung viele Paviane und auch Pinguine, Zebras und Vogelstrauße können auf der Kaphalbinsel beobachtet werden. Doch Löwe, Elefant, Nashorn & Co leben in Südafrika nur noch in Nationalparks und auf privaten Ranches. Wer Vorstellungen von weiter Savanne hat, wo Tausende Gnus und Antilopen ihren Bahnen ziehen und von Löwen gejagt werden, sollte seine Reise nach Tansania oder Kenia umbuchen.

Big 5 - Löwe

Big 5 – Löwe

Wo in der Nähe von Kapstadt geht es auf Safari?

Nach langem Hin und Her ist die Entscheidung getroffen: Kapstadt ist das Reiseziel. Nun beginnt die Recherche: Wo sehe ich nun die Tiere? Kurz gesagt: Um näheren Umkreis von Kapstadt nur in privaten Reservaten. Etwa 2 Fahrtstunden von Kapstadt entfernt erstreckt sich die Halbwüste Kleine Karoo. In dieser Region haben sich einige Wildfarmen angesiedelt, die den Touristen das Safarifeeling geben.

An erster Stelle sei hier das Fairy Glen Game Reserve erwähnt, ein etwa 20.000 Hektar großes Reservat. Die Big 5 können hier aus nächster Nähe beobachtet werden, zusätzlich noch Antilopen und Zebras. Der Aqila Safari Game Reserve, ein etwa 7.500 Hektar großer Wildpark, bietet die gleiche Tiervielfalt. Nachteil ist jedoch die längere Anreise im Vergleich zum Fairy Glen Game Reserve.

Das Fairy Glen Game Reserve befindet sich in der Nähe der Stadt Worcester. Es wirbt mit dem Slogan, dass zu Kapstadt nächstgelegene Big 5 Reservat ist und dazu noch malariafrei ist. Hier können Loewe, Büffel, Nashorn, Elefant und Leopard aus nächster Nähe betrachtet werden.

Bei beiden Parks kann man Rundum-Sorglos Pakete kaufen, die sowohl morgendliche als auch abendliche Pirschfahrten umfassen. Die Unterkunft einschließlich Verpflegung im Gelände ist dabei enthalten.

Einige Preisbeispiele des Fairy Glen:

Safari am Morgen: als Selbstfahrer 1.450 Rand pro Person, geführt: 2.150 Rand pro Person

Der Preis der Nachmittagssafari ist identisch mit der morgendlichen Pirschfahrt. Im Preis enthalten sind Frühstück und Mittagessen (als Buffet)

Eine Übernachtung in einem der Chalets im Reservat inklusive Safari und 3 Mahlzeiten kostet für Selbstfahrer 1.850 Rand pro Person (mit Transport 2.850 Rand pro Person)

Viele Besucher vergleichen diese privaten Parks aber nur mit besseren Zoos. Auch wenn die Tiere sich relativ frei bewegen, sind sie recht überschaubar in der Größe. Die Löwen werden täglich gefüttert und liegen meist träge im Schatten. Die Reportage im Fernsehen versprach aber andere Erlebnisse. Wer Elefanten liebt, sollte daher einen Abstecher in den bereits erwähnten Addo Elephant Park machen. Hier gibt es auch einige Löwen, jedoch muss man schon etwas Glück haben, um diese zu sichten.

Südafrika Reiseangebot

Safarialternative Krüger-Nationalpark: das Juwel unter den Nationalparks

Die besten Chancen auf die Big 5 hat man sicherlich im Krügerpark. Hier ist es tatsächlich so, wie es immer in der Werbung oder im Fernsehen dargestellt wird. Mit fast 20.000 Quadratkilometern ist der Krüger-Nationalpark eines der größten Wildreservate in Afrika (fast so groß wie Hessen). Allerdings befindet sich der Nationalpark etwa 2000 Kilometer von Kapstadt entfernt und ist daher am besten mit dem Flugzeug (oder über Johannesburg mit dem Mietwagen) zu erreichen. Wer die Strecke auf sich nimmt, der darf sich dann aber über ein immenses Wildreichtum freuen. Urlauber können im Krüger-Nationalpark praktisch alle Tiere finden, die es in dieser Vegetationszone gibt. Da es sich jedoch um keinen Zoo handelt, ist die Sichtung aller Tiere jedoch nie gesichert. Abhängig vom Futter- und dem Wasserangebot ziehen die Tiere durch das riesige Gebiet umher. Durch die Erweiterung des Reservates Richtung Mosambik und Zimbabwe können die Wildbestände wieder lange Wanderungen aufnehmen, ohne durch Zäune gehindert zu werden.

Recherchiert man im Internet, finden sich eine Vielzahl von Reiseveranstaltern, die sowohl Pauschalreisen als auch individuell zusammengestellte Reisen anbieten. Es gibt im Gebiet des Wildreservats eine Vielzahl von Lodges, die als Ausgangspunkt für die morgendlichen und abendlichen Pirschfahrten dienen. Man kann den Krüger Nationalpark aber auch gut auf eigene Faust mit dem Mietwagen erkunden und kostengünstig in den staatlichen Camps übernachten. Diese Camps bieten ebenso Safari- und Pirschfahrten mit dem Jeep an, die man individuell zubuchen kann. Wofür auch immer man sich entscheidet, man darf sich auf ein unvergessliches Erlebnis freuen.

Kruegerpark

Kruegerpark

Fotosafaris

Die touristischen Safariangebote zeigen eine riesige Spannbreite, von der supertollen Lodge im privaten Wildreservat für 2.000 Euro pro Nacht bis hin zur einfachen Übernachtung im Nationalpark für weniger als 50 Euro. Ob man nun eine Luxusrundreise oder eine individuelle Tour und Safari gebucht hat: Die Wildbeobachtung unterscheidet sich kaum voneinander, egal ob man viel oder wenig für die Safari gezahlt hat. Überall werden Touren in Jeeps ausgeführt, die einen zu den Tieren fahren. In der teuren Lodge sitzt man wahrscheinlich allein im Fahrzeug, im Nationalpark hat man bis zu 6 Mitreisende. In der ersten halben Stunde kann man sich gar nicht satt sehen. Rechts eine Giraffe, dann eine Büffelherde, plötzlich eine Zebragruppe, dann eine Nashornfamilie. Man kommt aus dem Fotografieren gar nicht heraus. Und dann das absolute Highlight für viele Safarigänger: Wenn der Fahrer plötzlich flüstert und in Richtung einer Baumgruppe zeigt – zuerst erkennt man nichts und plötzlich sieht man im Schatten einen majestätischen Löwen liegen. Unbeschreiblich schön.

Weitere Safariorte im südlichen Afrika

Hluhluwe-Umfolozi Park in Kwa-Zulu-Natal

Klein, aber fein. So kann man diesen Nationalpark in der Nähe von Durban beschreiben, der die größte Anzahl an Nashörnern in Afrika beherbergt. Das knapp 1.000 Quadratkilometer große Schutzgebiet war das ehemalige Jagdgebiet der Zulu – Könige und weist eine vielfältige und abwechslungsreiche Landschaft vor.

Etoschapark in Namibia

Der riesige Etoscha – Park im Norden Namibias von der Größe Hessens erstreckt sich über eine riesige Salzpfanne, die je nach Jahreszeit auch teilweise überschwemmt sein kann. Hier können bis auf Büffel alle Big 5 – Vertreter beobachtet werden.

Flug Okavango Delta

Flug Okavango Delta

Okavango Delta und Chobe Park in Botswana

Hier kommt schon bei der Anreise Gänsehautfeeling auf. Viele Touristen nutzen Kleinflugzeuge zur Anreise in das Delta. Bereits während des Überfluges über das Delta erschlägt einen die Schönheit dieses Landstriches. Wegen der niedrigen Flughöhe sind die Gruppen von Elefanten oder Büffeln schon sehr gut zu erkennen. Gelandet wird dann auf kleinen Landepisten im Nirgendwo des Deltas, von wo dann der Transfer zu den Unterkünften erfolgt. Die Hitze im Okavangodelta ist ganzjährig sehr hoch, deswegen erfolgen die meisten Safariausflüge am frühen Morgen oder späten Abend.

Im Gegensatz zu den bekannten Safaris sitzen die Touristen hier in kleinen Booten und werden durch das Delta geschippert. Fast das gesamte Delta ist ein Überschwemmungsgebiet, wo das Wasser etwa mannshoch steht. Im Hochsommer flüchten die Tiere dann aus den umliegenden Gebieten in dieses Feuchtgebiet und lassen den Tierreichtum weiter ansteigen. Hier im Delta lassen sich die Big 5 beobachten, besonders zahlreich sind aber Elefanten und Nilpferde vertreten.

Okavango Delta

Okavango Delta

Fazit

Eine Safarireise in einen der afrikanischen Parks ist ein unvergessliches Erlebnis und sollte einmal im Leben absolviert werden. Üblicherweise wird der Safaribesuch im Rahmen einer Rundreise durch Südafrika durchgeführt.

Folgendes Reisebuch möchten wir Ihnen empfehlen:

101 Safaris: Geheimtipps und Top-Ziele – Reiseführer von Iwanowski *

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