Overland Tour Südafrika

Unter Backpacker-Reisenden sind in Afrika die Overlandtouren sehr beliebt. Im Gegensatz zu normalen Busrundreisen fahren die Touristen hier in umgebauten LKWs durch die Gegend. Hierbei handelt es sich um normale Trucks, auf die eine busähnliche Kabine aufgebaut wurde. Die meisten Trucks haben eine Kapazität von etwa 20 Fahrgästen plus Fahrer und Reiseleiter. Der Komfort ist nicht vergleichbar mit modernen Reisebussen, dafür fahren die Overlandtrucks auch mal auf Strecken, wo sich kein normaler Bus mehr hin traut. Abenteuer sind dabei garantiert.

Was ist das Besondere an Überlandtouren mit diesen Trucks?

Diese Reisevariante ist die preiswerteste Variante, um organisiert das Land kennen zu lernen. Wegen des Preisvorteils wird daher

Safari im Truck

Safari im Truck

diese Reisevariante vorrangig von jungen Reisenden und Backpackern genutzt. Ein Großteil der Reisen wird vor Ort in Kapstadt vermarktet und nicht zentral via Agenturen in Deutschland, daher ist die Herkunft der Reisenden sehr unterschiedlich. Bei den meisten Rundreisen finden sich Touristen aus Australien, Neuseeland, den USA, den Niederlanden, Skandinavien und Deutschland an Bord. Die Sprache der Reiseleiter ist dementsprechend Englisch, Deutsch wird nur auf ganz wenigen Touren von ausgewählten Reiseleitern gesprochen. Ein netter Nebeneffekt ist daher, daß sich deutsche Reisende zwei oder drei Wochen nur auf Englisch unterhalten müssen und dabei noch einen kostenlosen Englischunterunterricht erhalten. Ich habe diese Methode intensiv genutzt, um meine Sprachkenntnisse zu verbessern.

Wie und wo übernachtet man?

Die meisten Rundreisen mit den Trucks sind als Campingreisen konzipiert. Übernachtet wird in der Regel auf einem offiziellen Campingplatz mit entsprechender Infrastruktur. Hier gibt es Gemeinschaftsduschen und Toiletten. Im Reisepreis enthalten sind Zwei – Mann – Zelte, die man nach der Ankunft selber aufbauen muß. Nachdem man das Prinzip verstanden hat, ist der Aufbau in 10 Minuten erfolgt. Eine Grundregel dieser Reisen ist, daß jeder Reiseteilnehmer mit anfassen muß.

Camping im Krüger Park

Camping im Krüger Park

Nach der Ankunft des Trucks am Übernachtungsplatz wiederholt sich immer das gleiche Ritual. Zwei Fahrgäste im Fahrzeug händigen alle Zelte, Campingsessel, Kochutensilien, Schlafsäcke und sonstige Sachen den anderen Mitreisenden aus, die sie dann verteilen. Die Bewohner eines Doppelzeltes bauen dann ihr eigenes Zelt auf. Anschließend wird der Kochbereich eingerichtet.

Wie und wo ißt man auf solch einer Campingtour ?

Der Reiseleiter ist im Normalfall gleichzeitig der Koch, der alle 3 Mahlzeiten des Tages zubereitet. Jeden Tag helfen ihm 2 Mitreisende mit der Vorbereitung des Essens und dem Aufwasch hinterher. Es gibt immer leckere Hausmannkost, die man mit einfachen Mitteln zubereiten kann. Urlauber dürfen hier keine Essen a la 3 Sterne Hotels erwarten. Gegessen wird am Lagerfeuer auf kleinen Campingsesseln, Tische sind nicht vorhanden. Alles ist sehr rustikal und einfach gehalten. Anschließend sitzt die Gruppe um das Feuer und unterhält sich. Bei dieser Gelegenheit berichtet der Reiseleiter auch immer über den Reiseplan des nächsten Tages.

Safari Rast

Safari Rast

Auf vielen Campingplätzen gibt es auch eine Bar und ein Restaurant, wohin man am Abend noch gehen kann. Manchmal besteht auch die Möglichkeit, sich ein Zimmer in einem Bungalow zu mieten, wenn man wieder mal in einem richtigen Bett schlafen möchte. An ausgewählten Orten wird unter freien Himmel übernachtet, ohne Sanitäranlagen oder sonstigen Komfort. Hier fühlt man sich dem „wahren Afrika“ dann am nächsten.

Reiseetappen und Reiseziele der Camping – Overlandtouren

Auf diese Art kann man praktisch den ganzen afrikanischen Kontinent bereisen. Von Kapstadt aus führen Camping – Abenteuerreisen entlang der südafrikanischen Küste via Lesotho bis hoch nach Mosambik. Alle bedeutenden Reiseziele wie die Badeorte der Garden Route, die Transkei, Durban, die Drakensberge mit dem Amphitheater, Johannesburg oder der Krügernationalpark werden angefahren. Richtung Norden kann man Namibia und Botswana mit dem Endziel Victoria – Wasserfälle bereisen. Von dort führen Touren wieder zurück nach Südafrika. Vom Victoriawasserfall kann man via Sambia, Malawi und Tanzania bis nach Uganda und Kenia reisen.

Camping mit Overlandtruck irgendwo in Namibia

Camping mit Overlandtruck irgendwo in Namibia

Es gibt diverse Kombinationsmöglichkeiten, die Touren von 7 Tagen bis 1,5 Monaten ermöglichen. Je länger die Reisen dauern, umso öfter wechseln die Mitreisenden, was aber auch reizvoll ist. Man sollte sich jedoch bewußt sein, daß zur Bewältigung dieser Entfernung viele Fahrstunden vonnöten sind. Praktisch jeder dritte Tag ist ein kompletter Fahrtag, von man 10 Stunden nur im Fahrzeug ist. Nicht jedem Reiseteilnehmer war dies so bewußt und er konnte die Reise dann nicht mehr genießen.

Südafrika Reiseangebot

Kosten und Anbieter der Camping – Überlandtouren

Die Reisen können über ausgewählte deutsche Reiseveranstalter gebucht werden. Hier hat man dann den Versicherungsschutz und einen deutschen Ansprechpartnern, wenn es Probleme gibt. Es spricht aber überhaupt nichts dagegen, die Reisen direkt via Internet bei einen der etablierten südafrikanischen Veranstalter zu buchen. Der Preisunterschied ist im Regelfall beträchtlich, sodaß eine Direktbuchung zumindest in Betracht gezogen werden sollte.

Empfehlenswerte Anbieter solcher Overlandtouren sind:

Drifters

Nomad Tours

Africa Overland

Die Preise für eine zwanzigtägige Rundreise belaufen sich auf etwa 1.500 Euro, hinzu kommen die Flugkosten und private Ausgaben. Eine detaillierte Aufstellung findet sich hier.

Meine Rundreisen mit den Nomad – Tours, einem der Touranbieter

Ich habe zu Beginn meiner Südafrikazeit praktisch alle Touren absolviert, die angeboten wurden. Meine kompletten Reiseberichte finden sich hier.

Backpacking

Backpacker

Packliste für Backpacker

Zum Thema „Packliste für Backpacker“ wollte ich schon lange mal einen Artikel schreiben. In diversen Foren wird dieses Thema immer mal wieder aufgegriffen. Die Kommentare bewegen sich dann immer zwischen den beiden Extremen: Entweder für alles vorsorgen oder sowenig wie möglich mitnehmen. Ich selbst bin ein Verfechter des Reisens mit sowenig wie möglich Gepäck. In Südafrika verbrachte ich bei meiner allerersten Reise 16 Monate am Stück im Land.

Die Auswahl des Rucksacks

Was ich dabei hatte: Einen großen Reiserucksack mit 55 Litern Inhalt und einen kleinen Tagesrucksack, den ich nach vorne trug. Die wichtigste Erkenntnis aus dieser Zeit als Backpacker war, dass ich bei der Auswahl meines großen Rucksacks Glück hatte. Hier sollte man auf keinen Fall sparen. Nichts ist beschissener als ein Rucksack, der drückt. Außerdem sollte er belastbar sein und auch mal ruckartige Bewegungen aushalten. Während der größten Hitze war ich auch immer froh, dass an meinen Rücken immer etwas Luft kam. Keine Ahnung, ob das bei jedem guten Rucksack der Fall ist. Während ich diesen Artikel schreibe, sitze ich am Flughafen. Dabei habe ich diesen erwähnten Rucksack, der vor 8 Jahren ein Schweinegeld gekostet hat, immer noch mit mir. Mein kleiner Rucksack hat die vielen Reisen in der Zwischenzeit jedoch nicht überstanden. Die Botschaft ist also klar: Qualität ist hier wichtig.

Meine Packliste als Backpacker

Thema dieses Artikels soll ja sein, was man so als Backpacker mit sich nehmen sollte. Aus den vergangenen Reisen um die Welt habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass man praktisch überall innerhalb von 24 Stunden seine Klamotten waschen lassen kann. Daher hatte und habe ich bei meinen Reisen Klamotten für etwa 10 Tage mit. Dies betrifft vorrangig T-Shirts und Unterwäsche. Da mich praktisch alle Reisen bisher in warme Länder führten, beschränkt sich meine Winterkleidung auf 1 Set lange Hosen, Pullover und Übergangsjacke, die man für den Abreisetag aus dem kalten Deutschland braucht. Sandalen sind natürlich die bequemste Variante, trotzdem nehme ich auch noch festes Schuhwerk mit. Praktisch alle anderen Klamotten, auch Ersatzbedarf, kaufe ich dann vor Ort. Bei meinen ersten Kapstadttrip hatte ich natürlich auch noch bessere Klamotten mit, damit ich auch in Klubs rein gelassen werde.

Technisches Equipment, Reiseapotheke und Geld

Medizintechnisch reise ich im Gegensatz zu vielen anderen Backpackern minimalistisch. Sonnencreme ist immer reichhaltig dabei, da es in vielen Ländern teuer ist. Mückenspray reicht für die ersten Tage. Dann geht es zum örtlichen Apotheker. Dort gibt es immer ein preiswertes und effizientes Mittel. Ansonsten nehme ich keine Medizin mit. Praktisch alles erhält man vor Ort, entweder bei einer örtlichen Apotheke oder bei einem anderen Backpacker. Bisher bin ich immer ohne technischen Schnickschnack gereist, ein Uralthandy und eine Kamera sind alles. Seit 2 Jahren merke ich aber, dass die Anzahl der Internetcafes dramatisch abnimmt. In Kapstadt im Stadtteil Sea Point ist beispielsweise die Anzahl der Internetcafes von etwa 10 auf 3 runter gegangen. Jeder Backpacker hat heute seinen Laptop dabei und ich werde mich diesem Trend jetzt auch anschließen (müssen). Geldtechnisch reise ich immer mit 2 Kreditkarten und 1 EC- Karte. Praktisch überall gibt es heute Geldautomaten. Travellerchecks, Geldwechsel bei einer deutschen Bank oder bei einem örtlichen Geldwechsler kenne ich nur von anderen.

Was ich so als Backpacker mitnehme

Nachdem ich jetzt noch mal den Artikel durchlese, stelle ich fest, dass es doch keine richtige Packliste geworden ist. Feli von Travelicia hat auf ihrer Seite aber eine sehr umfangreiche Packliste für Backpacker zum Ausdrucken und Abhaken erstellt die Du kostenlos runterladen kannst. Das ist eine Packliste für alle Fälle. Alles was man eigentlich auch weglassen kann hat sie unter „Optional“ aufgeführt. Hier findest Du Feli’s Packliste: http://www.travelicia.de/reisecheckliste-gratis-download/

Ein weiterer lesenswerter Artikel zum Thema: Als Backpacker mit öffentlichen Bussen durch Südafrika reisen

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