Safari und rauhe Bergwelt in KwaZulu – Natal

KwaZulu – Natal im Osten Südafrikas zählt definitiv zu den vielfältigsten Regionen des Landes. Hier können Touristen die afrikanische Kultur der Zulus kennen lernen, Fotosafaris in einigen der besten Nationalparks von Südafrika absolvieren und die grandiose Bergwelt der Drakensberge bestaunen. Aberteuerlustigere Urlauber wagen eine Rundfahrt durch das Bergkönigreich Lesotho. Am Ende einer jeden KwaZulu-Natal Rundreise locken die kilometerlangen Sandstrände um Durban.

Das Amphietheater mit dem Tugela Wasserfall in KwaZulu Natal

Das Amphietheater mit dem Tugela Wasserfall in KwaZulu Natal

Durban – Ausgangspunkt einer Rundreise

Ausgangspunkt der meisten Rundreisen ist die Hauptstadt des Bundesstaates – Durban. Die Stadt empfängt die Gäste mit einer beeindruckenden Skyline am Indischen Ozean. Durban gilt als eine der relaxtesten Städte Südafrikas, was bei ganzjährig subtropischen Temperaturen und perfekten Stränden kein Wunder ist.

Safari pur im Hluhluwe-Umfolozi Park

Etwa 2 Autostunden nördlich von Durban beginnen die ersten Nationalparks. Hier hebt sich insbesondere der Hluhluwe-Umfolozi Park hervor, dass ehemalige Jagdgebiet der Zulukönige. In diesem relativ kleinen Nationalpark gibt es eine Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten, die seinesgleichen sucht. Touristen haben hier eine sehr große Chance, die Big Five zu sehen. Der Park ist besondere für sein Vorkommen an Nashörnern berühmt.

Lagune St. Lucia

Etwa 1 Autostunde entfernt befindet sich der Greater St. Lucia Wetland Park. In dessen Gewässer leben Tausende von Nilpferden, welche bei einer Bootstour aus der Nähe betrachtet werden können. Wer bereits im nördlichen KwaZulu Natal den Hlhuhluwe Park besichtigt hat, der sollte den Greater St. Lucia Wetland Park nicht auslassen. Das 275.000 Hektar große Areal umfasst 5 verschiedene Ökosysteme.

Nilpferde im St. Lucia Park

St.Lucia Park mit Nilpferden

Ein beeindruckendes Naturschauspiel ist der 30.000 Hektar große St. Lucia an der Mündung des gleichnamigen Flusses in Kwa-Zulu Natal. Seit 1999 ist der See ein UNESCO Weltkulturerbe. Der Lake St. Lucia ist vom Meer durch bis zu 200 m hohe Dünen getrennt.

Während Sturmfluten ist es jedoch an einzelnen Küstenstreifen möglich, dass sich das Meerwasser in den See ergießt. St. Lucia ist kein reiner Süßwassersee, sondern ein Brackwassersee. Dort leben über 1000 Nilpferde und 800 Krokodile. Weiterhin können hier sehr viele Vogelarten beobachtet werden.

Lake St. Lucia

Lake St. Lucia

Die meisten Urlauber buchen eine mehrstündige Bootstour auf dem See. Dann kann man aus nächster Nähe die verschiedenen Nilpferdgruppen beobachten und fotografieren. Meistens sammeln sie sich an etwas flacheren Uferabschnitten im Wasser. Dann sieht man nur ihre Köpfe aus dem Wasser herausschauen. Es kommt jedoch vor, dass die Tiere tauchen und dann urplötzlich neben dem Boot wieder an die Wasseroberfläche kommen.

Der Strand von St. Lucia

Der Strand von St. Lucia lädt zu Spaziergängen oder zum Baden ein. Auf dem Weg dorthin passiert man jedoch einen Fluß. Überall sind Schilder zu sehen mit dem Warnhinweis, dass man sich vor Krokodilen in Acht nehmen soll. Wir selbst haben in einigen Meter Krokodile gesehen, wobei die nicht so riesig waren. Die Lust auf ein Bad am einige Hundert entfernten Strand ist dann jedoch etwas eingeschränkt. Die Strömung ist extrem stark, man muß aufpassen, dass man nicht ins Meer gespült wird.

Strand von St. Lucia

Strand von St. Lucia

Im Ortszentrum von St. Lucia

Der Ort St. Lucia ist eine richtig grüne Oase. Überall sind exotische tropische Pflanzen, die man zum ersten Mal sieht. Im Ort selbst gibt es jedoch nicht viel zu sehen. Es gibt diverse Restaurants, Gästehäuser und andere touristische Infrastruktur. Die Auswahl an Unterkünften ist groß, vorab buchen ist nicht notwendig.

St. Lucia ist ein perfektes Kontrastprogramm zur Big 5 – Safari. Jeweils 2 Tage im Hlhuhluwe Park und in St. Lucia sind eine gute Entscheidung. Die Weiterreise erfolgt dann über den Flughafen in Durban.

Eintauchen in die Zulu – Kultur

Dieses Gebiet ist das Kernland des Zulustammes, neben den Xhosas der größte Stamm in Südafrika. Seine größte Zeit hatte das Volk zu Zeiten seines Häuptlings Shaka Zulu, welcher in den 1830er Jahren große Teile vom östlichen Südafrika eroberte. In späteren Jahrzehnten kämpften die Krieger gegen die anrückenden Buren und Engländer. Die Schlacht am Blood River gehört zum Gründungsmythos des burischen Nationalbewusstseins. In zahlreichen Nachbildern der Kraals können Touristen heute die Geschichte und Kultur des Zuluvolkes (Valley of Thousand Hill) kennen lernen. Die meisten dieser Kulturdörfer liegen in der Nähe von Eshowe und Empangeni.

Südafrika Reiseangebot

Die majestätischen Drakensberge und Lesotho bewundern

Dieser Gebirgszug erstreckt sich über 1000 km vom Süden nach dem Norden. In großen Teilen von KwaZulu – Natal bildet die bis 3000 m hohe Abbruchkante die Grenze zum Bergkönigreich Lesotho. Zu Fuße des Gebirges finden sich dramatische Schluchten, einer der längsten Wasserfälle der Welt und eine atemberaubende Landschaft. Hier können Urlauber in verschiedenen Parks wandern und die Tier- und Pflanzenwelt am Fuß der Berge bewundern. Orte wie Cathedral Peak, Champagne Castle, Gigant´s Castle und Amphitheater im Royal Natal Park sind touristische Ziele, die man gesehen haben sollte. Die Tugela Falls sind mit 950 m nach dem Salto Angel in Venezuela die längsten Wasserfälle der Welt. Im nördlichsten Teil der Drakensberge beginnt die Highlands Route, die Besucher bis in den Free State führt. Hier finden sich auf dieser Panoramastraße viele pittoreske Dörfer zum Besichtigen und Übernachten. Im südlichen Teil liegt mit dem Sani Pass der einzige Zugang nach Lesotho von KwaZulu Natal aus. Die Auffahrt auf dieser Schotterpiste über viele Kehren und Kurven ist einfach unvergeßlich. Von oben hat man dann einen traumhaften Fernblick. Wer es zeitlich einrichten kann, sollte jetzt für einige Tage Lesotho bereisen.

Pietermaritzburg – die englische Stadt inmitten Afrikas

Etwa auf halber Strecke zwischen dem Sani Pass und Durban liegt die Stadt Pietermaritzburg.

Pietermaritzburg zählt  zu den gemütlichsten Städten Südafrikas. Ca. 80 km von Durban landeinwärts in den Midlands gelegen, verspricht der Ort noch einen Charme englischer Kolonialgeschichte. Während der warmen Sommermonate im subtropischen KwaZulu Natal bietet sich der Ort als Rückzugsgebiet vor den heißen Temperaturen an. Wahrzeichen der Stadt ist das in Ziegeln errichte Rathaus im viktorianischen Stil. Very british. Die Innenstadt lädt auch zu einem gemütlichen Bummel ein. Es gibt eine nette Fußgängerzone. Lohnenswert ist ein Besuch der Tatham Art Gallery, einer Kunstausstellung und dem Voortrekker Museum.

Pietermaritzburg

Pietermaritzburg

Eine multikulturelle Stadt

Die Stadtbevölkerung setzt sich aus Zulus, indischstämmigen und englischstämmigen Südafrikanern zusammen. Gegründet wurde die Stadt 1839 von den Buren nach der erfolgreichen Schlacht gegen die Zulus am Blood River als Hauptstadt ihrer neuen Republik Natal. Nur 4 Jahre später wurde Natal von den Briten annektiert und Pietermaritzburg zu einer englischen Stadt umgebaut. Die Briten lockten in den nächsten Jahrzehnten Zehntausende indische Arbeitskräfte in ihre neue Kolonie, um den Bedarf an Arbeitern auf den riesigen Zuckerrohrfeldern sicherzustellen. Heute stellen die „Inder“ neben den Zulus die größte Gruppe dar.

Gandhi in Pietermaritzburg

Einer dieser Immigranten war ein gewisser Mohandas Gandhi, der sein Konzept eines friedvollen Widerstandes gegen die Kolonialmacht England in Indien auf seine Erfahrungen in Natal zurück führt. Insbesondere sein Rausschmiss aus einem Erste Klasse Zugabteil in Pietermaritzburg wegen seiner indischen Abstammung soll ein Grund für seien lebenslangen Kampf gewesen sein.

Pietermaritzburg als Ausgangsbasis für den Sani Pass und das Amphietheater

Pietermaritzburg ist für Touristen günstig gelegen. Es bietet sich als Ausgangsbasis für Touren sowohl zum Sani Pass, dem Amphietheater als auch den Schauplätzen der Zulukultur ( Valley of Thousands Hills ) an.

Der Sanipass ist einer der spektakulärsten Gebirgspässe auf dieser Welt. Er verbindet inmitten der Drakensberge die südafrikanische Provinz KwaZulu – Natal mit dem Königreich Lesotho, genau genommen die etwa 20 km vom Paß entfernte südafrikanische Stadt Underberg mit dem etwa 60 km landeinwärts gelegenen Mokhotlong in Lesotho. Die Länge des Sanipasses beträgt etwa 7 Kilometer, der Höhenunterschied beläuft sich auf etwa 1.400 Meter.

Durch das östliche Südafrika erstrecken sich die majestätischen Drakensberge auf einer Länge von mehr als 1.000 km, im Bereich der Provinz KwaZulu – Natal verläuft entlang der Bergkette die Grenze zwischen beiden Staaten. Lesotho, auch das Bergkönigreich genannt, liegt zu großen Teilen auf dem Bergplateau der Drakensberge. Der niedrigste Punkt von Lesotho befindet sich 1.433 m über Meeresniveau, die durchschnittliche Höhe ist 2.500 Meter.

Sani Pass

Sani Pass

Die Anfahrt zum Sani-Pass

Viele Touristen statten dem Sani-Pass einen Besuch während ihrer Südafrikarundreise mit Schwerpunkt KwaZulu – Natal ab. Nächstgelegene Großstadt mit Flughafen ist die Metropole Durban. Von hier erreicht man bequem in etwa 2 Stunden mit dem Mietwagen oder dem Bus den Ort Underberg, der als Tor nach Lesotho gilt. Unterwegs passiert man die Stadt Pietermaritzburg, die einen Stop wert ist. In Underberg gibt es eine Vielzahl von Gästehäusern und Hotels. Die gesamte Region der Drakensberge um Underberg ist ein beliebtes Wandergebiet. Hauptbesuchsgrund der Gäste ist aber eine Fahrt entlang des Sanipasses bis hinauf in die Berge nach Lesotho. Die südlichen Drakensberge sind auch beliebt unter Anglern, die in den glasklaren Bergbächen auf Forellenfang gehen.

Sani Pass – Mit dem Jeep hinauf

Der Sanipass ist eine nur mit Geländewagen befahrbare Straße, welche einen auf Serpentinen auf knapp 3000 m Höhe nach Lesotho bringt. Die Aussicht vom Dach Afrikas ist unbeschreiblich.

Homepage

Weitere Informationen finden sich auf der Homepage der Tourismusagentur von KwaZulu-Natal und der Nationalparkverwaltung.

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