Südafrika – Millionen für die Könige

Ein jährliches touristisches Spektakel in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal ist das traditionelle Schilff – Festival der Jungfrauen im September. Etwa 30.000 Jungfrauen tanzen fast komplett nackt vor dem Zulu – König Goodwill Zwelithini kaBhekuzulu, als Zeichen für die „moralische Erneuerung“. Dieses Festival ist ein Symbol für die Aktualität von Traditionen im modernen Südafrika.

Südafrikas Stämme

König Goodwill ist der Herrscher des größten südafrikanischen Stammes, der etwa 8 Millionen Zulus. Neben den Zulus zählen die Xhosas zur zweitgrößten Volksgruppe des Landes. Neben diesen 2 Stämmen gibt es noch weitere 7 Volksgruppen, die alle von eigenen Königen bzw. Häuptlingen geführt werden. Nelson Mandela beispielsweise gehört zum Stamm der Xhosas im Eastern Cape und ist dort ein Häuptling. Der aktuelle Präsident Jacob Zuma ist ein Zulu, der aufgrund der Traditionen mit 4 Ehefrauen verheiratet ist. Wie in England, Dänemark oder Belgien auch besitzen diese Könige keine offizielle Macht mehr, sondern repräsentieren nur noch ihr Volk nach außen.

Alleine 10 Könige und 5.311 Häuptlinge müssen bezahlt werden

Jetzt wurden die aktuellen Zahlen veröffentlicht, wie viel Geld aus dem Staatshaushalt für die Royals ausgegeben wird. Alleine die zu Zahlungen berechtigen Empfänger sind beträchtlich: Gemäß der Mitteilung werden Gelder an 10 südafrikanische Könige, 829 Herrscher und 5.311 Häuptlinge gezahlt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 650 Millionen Rand im Jahr, also etwa 55 Millionen Euro. Jeder König erhält eine Grundapanage von 927.000 Rand. Autos, Benzin, Hausdiener und Gesundheitsversorgung werden von der jeweiligen Landesregierung zusätzlich bezahlt.

Südafrika Reiseangebot

König Goodwill von KwaZulu-Natal

König Goodwill als König des größten Volkes Südafrikas erhält 3,6 Millionen Rand pro Jahr. Seine Heimatprovinz KwaZulu-Natal bezahlte zusätzlich 59 Millionen Rand an ihn und seine große Familie. Er ist mit 6 Frauen verheirat und hat aktuell 27 Kinder. Da sein Palast nun etwas klein geworden ist, beantragte er bei der Landesregierung weitere 18 Millionen Rand, um für seine jüngeren Ehefrauen einen neuen Palast bauen zu können.

Die großzügige Alimentierung besteht seit den Zeiten der Apartheid, als die Machthaber sich damit die Unterstützung der lokalen Herrscher kauften.

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