Südafrikas Straußenfarmer in Not

StraussenfarmFür viele Südafrikaurlauber gehört der Besuch einer Straußenfarm in der Nähe von Kapstadt oder in Oudtshoorn zum touristischen Pflichtprogramm. Bei diesem Rundgang lernen die Urlauber die stürmische Geschichte der Straußenzucht kennen, welche vor über 100 Jahren mit dem Einzug der Federn in die europäische Mode ihren Höhepunkt erlangte.

In dieser Zeit bauten die Straußenbarone mit dem Ertrag der Straußenfedern ihre majestätischen Villen, die heute noch teilweise zu besichtigen sind. In der heutigen Zeit haben die Federn jedoch kaum noch einen Wert, das Fleisch und die Haut sind die Ertragsquellen. Natürlich bringen die Besuche der Urlauber auch Geld in die Kassen.

Jetzt bedroht aber ein Virus die Existenz der über 700 südafrikanischen Straußenfarmer. Im April letzten Jahres brach in der Kleinen Karoo, dem Zentrum der Straußenfarmer ca. 400 km östlich von Kapstadt, der Vogelgrippenvirus H5N2 aus. Über 40.000 infizierte Straußen wurden bereits getötet.

Exportverbot von südafrikanischen Straußen

Seit dieser Zeit ist der Fleischexport in die Europäische Union verboten. Vor dem Bann wurde 90 Prozent des südafrikanischen Straussenfleisches in die EU exportiert. Normalerweise werden über 200.000 Strauße im Jahr geschlachtet, seit dem Ausbruch des Virus ist die Zahl auf Null zurückgegangen. Den Farmern fehlen seit über einem Jahr diese Ertragsquellen. Nun stehen bis zu 20.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Es gibt zwar Entschädigungszahlung der südafrikanischen Regierung, die aber nur einen Bruchteil des tatsächlichen Schadens abdeckt.

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