Schnäppchenparadies Südafrika

SüdafrikaEin beispielloser Niedergang der südafrikanischen Währung ermöglicht der heimischen Tourismusindustrie Wettbewerbsvorteile, die das Land zu einem äußerst attraktiven Reiseland machen. Im Gegenzug werden die Kosten für Importe nach Südafrika exorbitant steigen. Des einen Freud ist des anderen Leid. Die Bewohner Südafrikas werden dieses Sprichwort wahrscheinlich bestätigen. Es wird nur einige Wochen dauern, bis das Wirtschaftsministerium Preiserhöhungen für Benzin verkünden muß. Der Wertverlust des südafrikanischen Rand hat sich seit etwa einem Jahr angedeutet, als sowohl technische Parameter sich verschlechterten und mit den Unruhen in einer Mine ein politisches Signal in die Welt gesandt wurde. Irgendwas läuft im Moment komplett falsch im wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Umfeld Südafrikas.

Touristen sind die Gewinner der Währungskrise in Südafrika

Ein Wertverfall von etwa 30 Prozent der südafrikanischen Währung gegenüber dem Euro freut jeden Urlauber. Typische Urlaubsausgaben wie Restaurants, Souvenirs, Eintrittsgelder zu den Sehenswürdigkeiten etc. fallen Urlaubern noch leichter, wenn man für sein Geld einen richtig guten Gegenwert bekommt. Ein typisches Abendessen mit einem Glas Wein kostet in einem durchschnittlichen Restaurant etwa 100 Rand. Letztes Jahr bezahlte man als Urlauber dafür etwa 10 Euro, aktuell dank der Währungsschwäche nur noch 7,50 Euro. Da macht Shoppen doch wieder Spaß. Die Ausgaben für Verpflegung sind jedoch nur die kleineren Beträge. Wer richtig Geld sparen will, muß an den Kosten für die Unterkunft und den Transport ran. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan, da in Deutschland gebuchte Pauschalreisen oder Mietwagen in Euro angeboten werden und der aktuelle Preisverfall erst mit einer zeitlichen Verzögerung bei den Endkunden ankommt. Urlauber müssen also vor Ort buchen, um den billigen Rand effektiv nutzen zu können.

Rundreisen von südafrikanischen Reiseveranstaltern

Es gibt südafrikanische Reiseveranstalter, die ihre Reisen noch in der südafrikanischen Währung verpreisen und nicht schon auf Euros umgestiegen sind. Overland Africa oder Nomad gehören dazu. Bei einem Preis von 15.000 Rand für eine dreiwöchige Safaritour lassen sich im Vergleich zum Vorjahr etwa 300 Euro pro Person sparen. Genauere Informationen über diese Anbieter finden sich in einem von mir verfassten älteren Artikel.

Südafrika Reiseangebot

Hotels und Gästehäuser direkt buchen

Individualreisende buchen in den meisten Fällen sowieso direkt bei den lokalen Anbietern. Der Aufwand für Recherche ist natürlich viel höher als bei der Nutzung einer etablierten deutschen Suchmaschine. Das Einsparpotential ist jedoch hoch. Kalkuliert man mit etwa 100 Euro Übernachtungskosten für 2 Personen, dann kommt man auf Gesamtkosten von etwa 1.500 Euro für eine zweiwöchige Tour. Auch hier beträgt die mögliche Einsparung etwa 25 – 30 Prozent und das nur wegen des schwachen Rands.

Sprachschulen persönlich besuchen und verhandeln

Neben der reinen Urlaubsreise entscheiden sich viele Deutsche für den Besuch eines Sprachschulkurses. Eigentlich gibt es nichts Besseres, als das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden. Englisch lernen in Kapstadt, warum nicht? Auch hier gilt, daß erst mal etwas Recherche vonnöten ist. Viele der lokalen Sprachschulen haben ihre Angebote nur in Dollars oder Euro angegeben, aber nicht mehr in der südafrikanischen Währung Rand. In der Zusammenfassung aller Englischkursanbieter finden sich alle Kapstädter Sprachschulen. Vor Ort kann man immer einen lokalen Preis verhandeln. Etwas Risikobereitschaft gehört jedoch dazu, da man ohne feste Buchung nach Kapstadt fliegen muß.

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