Safari pur in Zambia

Sambia - National ParkTeil 1  Teil 2  Teil 3  (Teil 4) Teil 5

Hier im South Luangwa National Park hoffte ich nun, meine Big 5 zu vervollständigen, genau genommen fehlte mir nur noch der in meiner Fotosammlung. Bei der Ankunft fiel allen auf, dass hier vor kurzen ein Hochwasser gewesen sein musste. Die Markierungen an den Bäumen deuteten auf eine Wasserhöhe von etwa 1 m hin. Das Hochwasser hatte denselben Ursprung wie das am Victoriafall. Das Camp war auch in Mitleidenschaft gezogen wurden, der Rasen total verschlammt und der Swimmingpool kaputt.

Ein isoliertes Camp mitten im South Luangwa National Park

ZambiaDafür war die Lage traumhaft, direkt am Ufer des Flusses. Hier entdeckten wir sofort einige Gruppen Flusspferde. Nach dem obligatorischen Zeltaufbau konnten wir dann den restlichen Nachmittag relaxen, bevor die abendliche Pirschfahrt begann. Der Preis für diese Safari war nicht die Rede wert, nicht vergleichbar mit den Forderungen beispielsweise des Krügerparks in Südafrika.

Auf Elefantensafari mitten in Sambia

Auf einmal hörten wir aufgeregte Stimmen von anderen Reisenden, ca. 300m von der Bar entfernt hielten sich Elefanten auf. Das Camp hatte keinen Zaun und so begaben wir uns in Richtung der Dickhäuter. Es ist schon ein komisches Gefühl, sich wilden Tieren zu nähern. Natürlich kann man in etablierten Nationalparks auch Führungen zu Fuß machen, aber dann begleitet einen ein Ranger mit einem Gewehr. Hier waren wir Touris ganz allein. Verhaltend wie Möchtegern – Ranger, die ihr Fernsehwissen einsetzten, überprüften wir die Windrichtung und schlichen uns bis auf ca. 100m an die Elefanten heran. Näher trauten wir uns dann doch nicht ran und als hinter uns noch einige Elefanten auftauchten, bewegten wir uns schnellstmöglich wieder in das Camp zurück. Auf das Erlebnis mussten wir dann erstmal ein Bierchen trinken.

Fotosafari in der Dämmerung und in der Nacht

Am Abend ging es dann auf Safari in mehreren Jeeps. Ein Großteil des Parkes bestand aus Wald, im Gegensatz zu den Savannenlandschaften in Etoscha oder Krügerpark. Nach anfänglicher Erfolglosigkeit liefen uns dann die Tiere der Reihe nach über den Weg. Kurz vor Ende hatten wir dann sogar das unbeschreibliche Glück, Leoparden auf nächtlichen Beutezug zu beobachten. Weiterhin sahen wir Löwen, Elefanten, Nilpferde und diverse andere Savannenbewohner.

Unheimliche Begegnung mit einem Nilpferd

Sambia - National Park

Sambia – National Park

Völlig beseelt gingen wir später zum Schlafen in unsere Zelte, umgeben von den exotischsten Lauten, die ich je gehört hatte. Mitten in der Nacht wurde ich durch einen markanten Laut in meiner Zeltnähe wach. Ich ging hinaus und blickte direkt auf ein Nilpferd, welches ungefähr 10m von meinen Zelt entfernt stand. Der Nachtwächter, welcher das Tier beobachtete, meinte nur, dass ich mich ruhig verhalten sollte. Üblicherweise kommen Nilpferde während der Nacht an das Ufer, um zu grasen. Die meisten tödlichen Unfälle in Afrika passieren dann, wenn ein Einheimischer in der Nacht auf solch ein grasendes Nilpferd stößt und zufällig den Weg zum Wasser versperrt. Dann fühlt sich das Tier in die Enge getrieben und kann angreifen. Da hier jedoch ein Guide aufpasste, fühlte ich mich sicher. Das war für mich dann der ultimative Beweis, dass es hier noch eine richtige Wildnis war.

Affenalarm vor unserem Camp in Sambia

Am nächsten Morgen dann das nächste Tierschauspiel: vor der Bar erstreckte sich ein etwa 100m breiter Uferstreifen, der bis vor kurzen überflutet war. Am Vortag liefen wir hier entlang, als wir uns den Elefanten näherten. An diesem Morgen sahen wir erst einen Affen, dann mehrere, bis plötzlich das ganze Ufer von Affen wimmelte. Sie suchten hier in der Sonne nach Würmern und sonstigen Viehzeug, das sie aus dem Boden holten.

Einer der besten Nationalparks in Afrika

Ich hatte bereits die besten Tierreservate in Südafrika und Namibia besucht, doch dieser Park war von der Authentizität her der Beste. Keine Menschenmassen, genau genommen war unsere Reisegruppe mit vielleicht 10 anderen Touristen die einzigen dort, keine Teerstraßen, keine Zäune – Natur pur. Der einfache Grund – die Anreise ist halt etwas langwierig.

In der Welt wurde auch über diesen Nationalpark berichtet.

Die Zeit in Sambia ging dem Ende zu, nach dem Besuch des South Luangwa National Park hatten wir die Grenze ins Nachbarland Malawi zu passieren.

Similar Posts:

Nutzer, die hier her fanden, suchten auch:

nilpferd guten morgen | 

Trackbacks

  1. [...] mit Okavango – Delta und Chobe Park Teil 1 (Teil 2) Teil 3 Teil 4 Teil [...]

  2. [...] – tiefstes Afrika Teil 1  Teil 2  Teil 3  Teil 4  (Teil [...]

Speak Your Mind

*