Safari im Kruger Nationalpark

Einmal im Leben auf Safari gehen und wilde Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten, das ist der Traum vieler Menschen. Ein Ort, an dem Safari-Träume wahr werden und Natur- und Tierliebhaber voll auf ihre Kosten kommen, ist der Kruger Nationalpark in Südafrika.

Ich hatte das Glück, den Kruger Nationalpark im September 2015 im Zuge meiner Südafrika Rundreise besuchen zu können und war restlos begeistert. Mein Besuch dort  legte definitiv den Grundstein für weitere Afrika-Reisen und meine ausgeprägte Safari-Leidenschaft.

Elefanten im Kruger Park

Kruger Nationalpark Infos & Fakten

Der Kruger Nationalpark liegt im Nordosten Südafrikas an der Grenze zu Mosambik und umfasst eine Fläche von ca. 20.000 Quadratkilometern. Er gilt als das größte Wildschutzgebiet Afrikas und ist zu Recht eines der beliebtesten Safariziele weltweit. 147 Säugetierarten leben im Kruger Nationalpark, dazu kommen über 500 Vogelarten, 114 Reptilien Spezies und vieles mehr. Es gibt kaum einen besseren Ort, um Südafrikas faszinierende Tierwelt zu erleben und dabei mit etwas Glück, sogar die berühmt-berüchtigten „Big-5“ anzutreffen.

Der Begriff „Big-5“ stammt übrigens aus der Großwildjagd und bezeichnet die 5 Tiere, die am schwierigsten zu erlegen sind: Löwe, Leopard, Elefant, Nashorn und Büffel. Wer alle fünf bei einer Safari zu Gesicht bekommt, hat wirklich großes Glück, doch an kaum einem anderen Ort stehen die Chancen dafür so gut, wie im Kruger Nationalpark.

Kein Wunder, dass Jahr für Jahr mehr als 1 Million Besucher dieses wunderschöne Fleckchen Erde besuchen, um die vielseitige Fauna zu bewundern und sich voll und ganz dem Afrika-Erlebnis hinzugeben.

Sonnenuntergang im Kruger Park

Wer seinen Kapstadt-Besuch mit einem echten Safari-Abenteuer abrunden möchte, dem sei ein Inlandsflug nach Johannesburg mit Weiterreise zum Kruger Park bzw. ein direkter Flug zu einem der in der Nähe des Parks befindlichen Flughäfen – z.B. dem Kruger/Mpumalanga International Airport – nur wärmstens empfohlen.

Es gibt wohl kaum eine bessere Art, den Südafrikabesuch ausklingen zu lassen, als ein Besuch in einem der bekanntesten Wildschutzgebiete der Welt.

Unterkunft im Kruger Nationalpark

Der Kruger Nationalpark bietet eine Vielzahl an Unterkünften für jeden Geldbeutel und fast jedes Bedürfnis. Vom einfachen Zeltcamp bis zur luxuriösen Safari-Lodge ist alles dabei und der Besucher hat damit die Qual der Wahl.

Natürlich kann man auch in Camps oder Lodges außerhalb des Parks unterkommen und von dort Tagesausflüge oder geführte Safari-Touren unternehmen. Gerade für Kurzbesucher stellt dies unter Umstände eine etwas günstigere Möglichkeit dar, den Kruger Park zu erleben.

Mit dem Jeep auf Pirschfahrt

Ich selbst bin bei meiner Reise in der Timbavati-Safaril Lodge untergekommen, die etwa 20 min vom Orpen Gate des Kruger Parks entfernt liegt. Die geschmackvoll eingerichteten, bunten Bungalows und die gepflegte Parkanlage, wo auch öfter Zebras und Giraffen vorbeischauen, haben mich sehr begeistert.

Um  möglichst viel vom Park zu sehen und somit auch die Chancen auf eine Begegnung mit den Big-5 zu erhöhen, empfehle ich dir trotzdem, eine Route innerhalb des Parks zu wählen, bei der man von Camp zu Camp fährt und somit jeden Tag eine neue Gegend erkundet.

Kruger- Nationalpark: Geführte Safari oder selber fahren?

Vor einem Besuch der Kruger Nationalparks stellt sich die Frage, ob man lieber selber fährt oder sich einer geführten Safari anschließen sollte.

Zebras

Wie bereits vorher erwähnt, bietet einer Self-Drive Safari von Camp zu Camp deutlich mehr Flexibilität  und ermöglicht es außerdem, weite Teile des Parks zu erkunden und so die Chancen auf Tiersichtungen zu erhöhen.

Solange man sich an die Regeln hält und das Verhalten der Tiere respektiert, sollte dabei auch nichts schiefgehen. Die meisten Unfälle passieren, weil Touristen ein extremes Fehlverhalten an den Tag legen und völlig unbedarft handeln.

Die wichtigsten Verhaltensregeln beim Aufeinandertreffen mit wilden Tieren sind im Internet gelistet und außerdem stehen in den Camps und Stationen Ranger bereit, welche die Besucher ausführlich beraten.

Zu den wichtigsten Verhaltensregeln zählen:

  • Geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten (50 km/h auf Teer-, 40km/h Schotterstraßen)
  • Tiere haben immer Vorfahrt
  • Bei Begegnungen mit großen Tieren wie Elefanten oder Nashörnern am Rand anhalten oder rückwärts fahren, um die Tiere nicht einzuengen und den Weg freizumachen
  • Füttern ist strengstens verboten!
  • Hände oder andere Gliedmaßen nicht aus dem Fenster halten
  • Aussteigen nur an gekennzeichneten Orten
  • Rechtzeitig im Camp zurück sein. Nachtfahrten sind verboten, wer zu spät kommt muss mit einer saftigen Strafe rechnen
  • Den Anweisungen des Personals Folge leisten

Fotosafari im Krugerpark

Abgesehen von den wichtigen Sicherheitsregeln findet man an den Rezeptionen übrigens auch immer Informationen zu den aktuellen Tiersichtungen, die man in seine Routenplanung mit einfließen lassen kann, um das Safari-Erlebnis so weit wie möglich zu optimieren.

Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass der Kruger Nationalpark ein Wildschutzgebiet ist und kein Zoo. Tierbeobachtung lässt sich nicht planen und niemand kann eine Garantie dafür abgeben, dass man die Big-5 tatsächlich zu Gesicht bekommt.

Die Straßen sind im Kruger Nationalpark sehr gut ausgebaut und auf den Hauptverbindungen größtenteils geteert. Man braucht also kein spezielles Allradfahrzeug, sondern kann den Park sogar mit einem einfachen Kleinwagen gut befahren.

Ich persönlich war bei meinem ersten Besuch sogar fast etwas überrascht, wie gut ausgebaut sich der Park hinsichtlich Infrastruktur und Straßennetz präsentierte.  Unter afrikanischer Wildnis hatte ich mit etwas ganz anderes vorgestellt, aber das ist eben auch genau der Grund, warum sich der Kruger Nationalpark so gut für eine erste Safari eignet.

Südafrika Reiseangebot

Big 5

Und wer gar nicht selber fahren möchte oder sich unsicher ist, kann natürlich eine geführte Safari im offenen Safari-Wagen buchen. Das hat den Vorteil, dass man sich voll und ganz auf die Tierbeobachtung konzentrieren kann und keinen Gedanken an Route oder das Fahren verschwenden muss. Die Guides sind außerdem geschult im Fährtenlesen und Aufspüren von Tieren, was die Wahrscheinlichkeit auf unvergessliche Tierbegegnungen erhöht.

Außerdem sind die Fahrer alle vernetzt; mit Walkie-Talkies halten sie sich gegenseitig auf dem Laufenden und berichten von ihren Sichtungen. Ich werde nie den Moment vergessen, als unser Guide mit einem halsbrecherischen Manöver das Auto auf der Straße herumriss, weil ein Kollege einen Löwen gespottet hatte.

Auch Selbstfahrer sollten daher die Möglichkeit ergreifen, zumindest einmal an einer geführten Safari teilzunehmen. Pirschfahren in den Morgen- oder Abendstunden bieten sich dafür ganz besonders an, da die Tiere dann aktiver sind.

Wer es besonders spannend mag, kann sich auch einer geführten Walking Safari anschließen und den Kruger Nationalpark auf einer Wanderung zu Fuß erkunden. Dieses Erlebnis verspricht nicht nur einen ganz besonderen Nervenkitzel, sondern lässt einen den Park auch aus einer ganz anderen Perspektive kennenlernen.

Löwe

Beste Reisezeit im Kruger Nationalpark

Der Kruger Nationalpark ist grundsätzlich ganzjährig bereisbar, wobei in der Sommerzeit zwischen Oktober und April mit heftigen Regenfällen gerechnet werden muss. Das Klima ist heiß und schwül, was auch das Malaria-Risiko erhöht, so dass eine entsprechende Vorsorge empfohlen wird. Ein Vorteil der feuchten Sommermonate ist aber sicher die reizvollere Landschaft durch die saftige, grüne Vegetation.

Als beste Reisezeit gelten allgemein die Wintermonate Juni bis September, wenn das Klima milder und die Vegetation ausgetrocknet ist, was die Tierbeobachtung erleichtert.

Gegen Ende der Trockenzeit im September versammeln sich die Tiere oft in großen Herden rund um die letzten Wasserlöcher, um ihren Durst zu stillen und sich abzukühlen. Das ist ein Grund, warum der September im Allgemeinen als der beste Reisemonat für eine Safari gilt.

Tipp: Die Nächte können in den Wintermonaten empfindlich kalt werden. Vor allem, wenn man eine Nachtsafari plant sollte man entsprechend vorsorgen und warme Kleidung einpacken. Auch Mütze und Handschuhe kann ich an dieser Stelle nur dringend empfehlen, da die Kälte durch den Fahrtwind verstärkt wird!

Giraffen im Krugerpark

Die Tierwelt im Kruger Nationalpark

Wie bereits eingangs erwähnt verfügt der Kruger Nationalpark über eine äußerst vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. An kaum einem anderen Ort in Afrika stehen die Chancen so gut, die wichtigsten Vertreter der afrikanischen Wildtiere zu Gesicht zu bekommen.

Ich persönlich hatte leider nur einen Tag Zeit, um den Kruger Park zu besuchen und war trotzdem fast erschlagen von den ganzen Eindrücken. Zwar haben die Großkatzen bei meinem Besuch leider ausgelassen – nur einen Löwen konnten wir aus großer Entfernung beobachten – doch vor allem die Erlebnisse mit den Elefanten sind mir in bleibender Erinnerung geblieben.

Wildlife

Ich werde niemals das Gefühl von Ehrfurcht vergessen, das dich erfüllt, wenn du dich plötzlich in Mitten einer riesigen Elefantenherde wiederfindest und die sanften Riesen aus unmittelbarer Nähe bewundern kannst.

Angesichts des knappen Zeitfensters, das mir für die Erkundung des Kruger Nationalparks zur Verfügung stand, hatte ich rückblickend gesehen ziemlich viel Glück.  Nicht nur das Wetter spielte alle Stücke, bis auf die Katzen präsentierte sich auch die Tierwelt in ihrer ganzen Pracht.

Neben den Elefanten sahen wir unzählige Zebras und Gnus, Antilopen aller Arten und natürlich Giraffen, die meiner Meinung nach die fotogensten Steppenbewohner und absoluten Posern unter den afrikanischen Tieren sind. Und obwohl sie durch die Wilderei  leider stark bedroht sind, konnten wir – wenn auch aus einiger Entfernung – sogar Nashörner entdecken, die friedlich in der Savanne grasten.

Auch Ornithologen kommen im Kruger Park auf ihre Kosten. Hornraben, Schopfadler und Tokos sind nur einige der zahlreichen Vogelarten, die wir während unserer Safari teilweise aus nächster Nähe beobachten konnten.

Auf meinem Blog habe ich übrigens einen detaillierten Erfahrungsbericht mit vielen Bildern zu meiner geführten, ganztägigen Pirschfahrt im Kruger Nationalpark verfasst.

Impalas

Fazit des Aufenthaltes im Kruger Nationalpark

Ich habe meinen Aufenthalt im Kruger Nationalpark wirklich sehr genossen und wurde dank der tollen Erlebnisse direkt mit dem Safari-Virus infiziert. Gerade für Safari-Neulinge bietet der Park ob seiner guten Infrastruktur eine perfekte Möglichkeit, die wilde Seite Afrikas kennenzulernen, ohne dabei auf Komfort verzichten zu müssen.

Auch der große Artenreichtum trägt dazu bei, dass der Kruger Nationalpark zu Recht zu einem der beliebtesten und bekanntesten Safariziele der Welt gehört. An kaum einem anderen Ort ist es einfacher, die gesamte afrikanische Tierwelt vor die Linse zu bekommen!

Für einen perfekten Ausklang deiner Südafrika-Rundreise, kann ich dir einen Abstecher in den Kruger Nationalpark also wirklich nur ans Herz legen! Doch Achtung: Es könnte der Beginn einer ganz, ganz großen Leidenschaft werden….

Das ist ein Gastartikel von Lisa. Sie schreibt auf http://imprintmytravel.com über ihre beiden Leidenschaften Reisen und Fotografie. Seit ihrem ersten Besuch in Südafrika ist sie von dem Kontinenten fasziniert und kommt regelmäßig zurück. Wenn du ihre Reiseabenteuer nicht verpassen willst, folge ihr auch auf Facebook oder Instagram.

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One thought on “Safari im Kruger Nationalpark

  1. Guter Artikel. Aber der Park ist immer noch sehr wild. Denn lediglich 1 % des Parks sind über Teer Straße erschlossen (Ausage vom Chef Ranger).

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