Roadtrip durch Südafrika – die wichtigsten Stationen und Tipps zum Autofahren dort

Kapstadt

Kapstadt

Südafrika ist mit seinen vielen weit verstreuten Sehenswürdigkeiten und der attraktiven, wandlungsfähigen Landschaft wie geschaffen für einen Roadtrip. Als eines der touristischen Highlights gilt die Garden Route, die jährlich von hunderttausenden Touristen bereist wird. Sie verläuft entlang der Nationalstraße N2 an der Südküste Südafrikas und ist ideal geeignet, um das Land mit dem Auto auf eigene Faust zu entdecken.

Start in Kapstadt

Die Reise beginnt in Kapstadt, wo Urlauber zunächst ganz entspannt die Hauptstadt erkunden können. Sei es die ehemalige Sträflingsinsel Robben Island, die Seilbahnfahrt auf den Tafelberg oder ein Besuch im Company´s Garden, allein hier sollten Besucher nach Möglichkeit mindestens ein bis zwei Tage einplanen, bevor die Reise weitergeht.

Fahrt in Richtung der Weinberge

Von Kapstadt geht es danach schließlich mit dem Auto in die Weinberge, die gerade einmal eine knappe Stunde entfernt sind. Die Fahrt über Simons Town hält eine Pinguinkolonie am Boulder-Strand bereit, danach geht es zu den felsigen Winelands. Von dort aus ist den Reisenden ein einzigartiger Panoramablick garantiert, zudem bieten die Winelands aber auch eine erlesene Küche und natürlich etliche gute Rotweine. Boschendal ist eins der berühmtesten Weingüter.

Winelands_Boschendal

Weinverkostung in Boschendal in den Winelands

Von den Weinbergen geht es weiter in Richtung der bekannten Walküste Südafrikas und nach Hermanus. Der kleine Küstenort ist vor allem im Oktober ein interessantes Ziel, denn dann findet das jährliche Walfestival statt – ansonsten lassen sich die Säuger von Juni bis Dezember beobachten. Während die Wale auch vom Land aus gut zu sehen sind, so bieten die vielen kleinen Betriebe der Ortschaft auch Fahrten direkt aufs Meer, um die Säuger aus der Nähe zu betrachten.

Zwischenstop in der Karoo – Wüste (bekannt durch die Strauße)

Weiter geht es durch die Karoo-Wüste auf der Route 62, die durch Bergpässe, Wüstenlandschaft, grüne Täler und seltene geologische Formationen geprägt ist. Die Route führt bis nach Oudtshoorn, wo Besucher das wichtigste Straußengebiet Südafrikas kennenlernen. Um 1900 profitierte die Stadt von einem ungeahnten Straußenfeder-Boom, von dem auch heute noch der prächtige Straußenpalast auf der Rietfontein Farm zeugt. In unmittelbarer Nähe befinden sich außerdem die Cango Caves, beeindruckende und weltberühmte Höhlensysteme, die ein enormes Labyrinth aus Hallen und Gängen geschaffen haben.

Garden Route

Garden Route

Highlight der Autotour: Garden Route

Erst jetzt folgen die wirklichen Highlights der Garden Route, die vielen Wildschutzgebiete, Naturreservate und alten Wälder. George ist die größte angrenzende Stadt und ideal zum Auftanken und Verschnaufen, in unmittelbarer Nähe befindet sich mit Victoria Bay außerdem einer der besten Surf Spots. Der nächste Halt ist die Stadt Wilderness, in der nicht nur kilometerlange Sandstrände warten, sondern auch der beliebte Dolphins Point – mit etwas Glück kann hier der eine oder andere Tümmler entdeckt werden. Davon abgesehen ist aber auch der Wilderness-Nationalpark einen genaueren Blick wert.

Südafrika Reiseangebot

Zum guten Schluß: der Storms River

Die Reise endet schließlich beim Fluss Storms River, der durch das Naturreservat von Tsitsikamma fließt. Ein spektakuläres Finale bietet der Sprung von der höchsten kommerziellen Bungee-Jumping-Anlage der Welt von der Bloukrans-Brücke aus. Entspannter wird es hingegen bei einem Spaziergang auf der Hängebrücke über dem Storms River. Hier angekommen geht es schließlich nach Port Elizabeth, von wo die Besucher ihre Heimreise antreten können.

Storms River Bruecke

Storms River Bruecke

Wichtige Tipps zum Autofahren in Südafrika

• In Südafrika herrscht grundsätzlich Linksverkehr, dementsprechend sollten Besucher also mit einer kurzen Eingewöhnungszeit rechnen. Wer sich Sorgen bezüglich des Fahrens und Schaltens macht, nutzt am besten ein Auto mit Automatik.

• Benzin ist in Südafrika sehr günstig, vor allem im direkten Vergleich zu Deutschland. Laut Benzinpreis.de kostet ein Liter Benzin derzeit rund 0,85 Cent und ist demnach sehr günstig (für Südafrikaner ist er hingegen recht teuer). Zwar gibt es genügend Tankstellen im Land, dennoch macht es Sinn, die benötigte Menge und die Kosten im Vorfeld zu kennen, vor allem dann, wenn die Tagesstrecke lang ist und durch dünn besiedeltes Gebiet geht. Auf AutoScout24 kann zu diesem Zweck ein entsprechender Spritpreisrechner genutzt werden, der die gefahrene Strecke, den Benzinverbrauch und den aktuellen Benzinpreis pro Liter als Grundlage nutzt.

• Schneller als 120 km/h wird es in Südafrika nicht und das auch nur auf den Nationalstraßen. Innerhalb der Ortschaften sind 60 km/h erlaubt, auf der Landstraße darf auf bis zu 100 km/h beschleunigt werden. Da es verhältnismäßig viele Kontrollen gibt, sollten sich Fahrer besser an die Begrenzungen halten – neben einigen stationären Blitzern sind es vor allem mobile Radarkontrollen, die die Geschwindigkeit kontrollieren.

• Für viele Menschen in Südafrika ist das Fahren als Anhalter die einzige Möglichkeit, um von Ort zu Ort zu kommen, daher warten im gesamten Land Menschen am Straßenrand. Aus Sicherheitsgründen wird dazu geraten, diese nicht mitzunehmen. Ein sehr großes Problem in Johannesburg ist außerdem das sogenannte Carjacking. Darunter ist zu verstehen, dass Autos an Ampeln oder Stoppschildern überfallen werden. Türen und Fenster sind daher grundsätzlich zu verriegeln, außerdem sollte das Fahrzeug möglichst unauffällig sein. Bei Unsicherheiten lohnt sich vor der Reise nach Südafrika ein Blick in die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

• Weitergehende Informationen über Mietwagen, wie z.B. notwendige Versicherungen, empfehlenswerter Autotyp und Reisen in Nachbarländer finden sich in einen weiterführenden Artikel „Mietwagen Wissen„.

 

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