Rastafaris – Kultur und Lebensweise kennen lernen

Bildquelle Dubbed sound system, Flickr CC BY 2.0

Rastafari

In den 1930er Jahren in Jamaika entstandene Glaubensrichtung, trifft man deren Anhänger heute in vielen Ländern auf der Welt. In Südafrika wird die Anzahl der Rastafari auf etwa 15.000 geschätzt. Besucher in Kapstadt und insbesondere auf der Long Street werden einzelne Anhänger sofort im Straßenbild ausmachen. Die größte Community befindet sich jedoch an der Garden Route im schönen Knysna. Für interessierte Besucher besteht an beiden Orten die Möglichkeit, in diese fremde Welt einzutauchen.

Ein Kurzüberblick über die Rastafari

Dreadlocks, Bob Marley und Cannabis rauchen, vielen Lesern werden diese Begriffe beim Stichwort Rastafari als Erstes einfallen. Rastafaris glauben an die Wiedergeburt Jesus Christus durch den äthiopischen Kaisers Haile Selassie, Ras Tafari Makonnen. Markus Garvey als Gründer der Back-to-Africa-Bewegung gilt als Begründer der Rastafari-Bewegung in den 1920er Jahren als eine Art Prophezeiung voraussagte, indem er die Krönung eines mächtigen schwarzen Königs in Afrika voraussagte, nämlich Ras Tafai Makonnen. Als Nachfahren der Sklaven glauben viele Anhänger auch an die Rückkehr in ihre afrikanische Heimat, heute jedoch eher auf spirituelle als tatsächlich auf körperliche Weise. Rastafari lehnen Alkohol und Tabak ab und ernähren sich auf vegetarische Weise. Ganja (Cannabis) wird von den meisten Anhängern als Mittel zum Meditieren geraucht. Deswegen kommen sie oft mit dem Staat in Konflikt.

Südafrika ist ein tolerantes Land, welches den Bewohnern Religionsfreiheit garantiert. Beim Eigenverbrauch und noch mehr beim Handel mit Dagga (Cannabis) wird jedoch die Grenze überschritten, den der Staat akzeptieren kann. Ungestutze Bärte und Dreadlocks werden als Verbundenheit mit ihrem Gott und der Natur verstanden. Mit der Rastafari – Religion eng verbunden ist die Reggae – Musik mit Bob Marley als berühmtesten Vertreter.

Südafrika Reiseangebot

Ein Besuch bei Rastafaris in Kapstadt

In Kapstadt leben die Anhänger der Rastafari – Religion nicht konzentriert in einem Stadtviertel, sondern zersplittert in den einzelnen Townships. In den Townships von Wesbank und Philippi gibt es Gruppen von Rastafari. In den Zeiten des Anti – Apartheidkampfes wurden die Reggea – Musik als Teil des Widerstandes begriffen. Heute wird diese Religion von vielen Einheimischen als ein Ausweg bzw. Alternative vor Kriminalität und Bandenmitgliedschaft angesehen und ist daher unter den Coloureds beliebt. All diese Informationen und auch einen Einblick in die musikalische Welt kann man bei einem freitäglichen Ausflug in die Welt der Kapstädter Rastafaris erhalten. Es besteht die Möglichkeit, zusammen mit lokalen Führern die Marcus Garvey Dancehall in Philippi zu besuchen und mehrere Stunden mehreren Hundert Rastas bei ihren Tänzen zuzusehen und auch mit zu tanzen. Der etwa vierstündige Ausflug kostet ca. 700 Rand und kann bei diesem Reiseveranstalter gebucht werden.

Rastafaris in Knysna an der Garden Route

Knysna ist ein touristisches Kleinod an der Garden Route. Alles hier ist mehrere Dimensionen kleiner als in den Großstädten wie Kapstadt und Durban. Die Townships hier umfassen auch nicht Zehntausende Leute wie in Kapstadt und sind schon daher viel sicherer.

Festival der Rastafaris in Knysna

Das Rasta Erdfestival ist die wichtigste Feier und kann von Touristen besucht werden. Es findet entweder im Juli oder August statt. Weitergehende Informationen und auch genauere Angaben zum Festival können sowohl auf der Rastafari – eigenen Homepage (siehe vorherigen Absatz) oder auf den Seiten der Knysna – Touristinformation bezogen werden.

Bildquelle: Dubbed sound system, Flickr CC BY 2.0

 

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