Politisch nicht korrekt in Südafrika

Aufmerksamkeit um jeden Preis durch kontroverse Äußerungen und Werbung – bekannt ist diese Art der Werbung nicht nur in Deutschland. In Südafrika bedient sich eine Fastfoodkette dieser Methode. Je kontroverser die Aussage, desto größer der Aufschrei der Politik und der verschiedener Organisationen. In diesem Fall wurde die Werbung sogar von den meisten Fernsehanstalten auf den Index gesetzt und wird somit nicht ausgestrahlt.

Was genau ist geschehen ? Südafrika ist bekanntermassen ein Vielvölkerstaat.
SüdafrikaNeben der englisch – und burischstämmischen weißen Bevölkerung gibt es diverse afrikanische Stämme wie Zulus, Xhosas,Vendas,Sesothos und weitere Volksgruppen. In den letzten 4  Jahren gab es mehrmals massive Spannungen unter den verschiedenen Gruppen und zugezogenen Ausländern, die sogar in offener Ausländerfeindlichkeit mit gezielten Mordkampagnen eskalierte. Hunderte Menschen wurden dabei getötet. Zehntausende Nicht-Südafrikaner mussten vor der Polizei vor Angriffen geschützt werden.

Und jetzt wird eine Werbung mit dieser Botschaft veröffentlicht:

“Sie wissen, was an Südafrika falsch ist ? Alle Ausländer !”

Zuerst erkennt man Illegale beim Grenzübertritt. Dann werden im Laufe des Werbespots verschiedene Personen gezeigt, die Gruppen zuordenbar sind. Mit einem Peng verschwinden sie alle. Am Ende verbleibt nur eine Person übrig, ein Khoisan. Dieser südafrikanische Ureinwohner erklärt, daß er nirgendwohin geht. Dann wird folgende Nachricht verbreitet:

“Wahre Südafrikaner lieben Vielfalt”

und das Angebot der Fastfoodkette wird präsentiert.

Die Anzeige  ist eine Satire, welche sich an der Tatsache orientiert, daß nur die Khoisan die ursprünglichen Bewohner des südlichen Afrika waren. Die Volkstämme der Xhosas oder Zulus sind erst vor 200 Jahren in das Gebiet des heutigen Südafrika eingewandert. Die Aussage ist aufgrund der bereits erwähnten Punkte kontrovers und hat in den letzten Tagen einen Aufruhr in Südafrika verursacht, den selbst die Fastfoodkette nicht erwartet hat.

Hierbei handelt es sich Nandos, die regelmäßig durch solche Werbespots von sich Reden macht.

Hier ist der beschriebene Werbespot:

Dieser witzige Spot spielt mit der Klicheevorstellung der Europäer, das alle Afrikaner “oben ohne” rumlaufen

Und wieder ein politischer Spot: Thema ist die Vielehe ( Präsident Zuma hat 4 offizielle Ehefrauen als Zulu und wird hier durch den Kakao gezogen)

Und noch ein politischer Spot – noch eine Stufe gewagter: “Die letzten Diktatoren” mit Mugabe, Gaddafi, Hussein, Botha und Idi Amin

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