Teil 1 – (Teil 2) - Teil 3 - Teil 4
Übernachtet wurde auf einem Campingplatz im Namib-Naukluft Park. Hier stellte ich zum ersten mal das besondere Licht fest, welches auf den Fotos gut erkennbar ist. Wir standen vor Sonnenaufgang auf, um mitten in den Dünen auf der höchsten begehbaren Sanddüne, der Düne 45, den Sonnenaufgang zu erleben. Unbeschreiblich, die verschiedenen Facetten des Lichts. Der Aufstieg ist nicht ganz ohne, die Höhe beträgt über 100m. Der Kamm ist nur 0,5 m breit, bei Gegenverkehr gar nicht so einfach, die Balance zu halten.
Direkt nach dem Abstieg fuhren wir in das Sossusvlei. Der Name bedeutet Pfanne und ist im Prinzip das Ende des Tsauschab-Flusses, dessen Wasser hier endgültig versiegt, wenn er alle Jahrzehnte mal welches führt. In der Sommerzeit bilden sich hier Salzkrusten, welche zusammen mit dem Rot der Dünen und den Grün der vereinzelten Sträuche ein Farbenkontrast bilden, der schwer zu beschreiben ist. Einige Monate vor unserer Ankunft hier im Sossusvlei regnete es wieder mal so stark in der Namibwüste, dass der Fluss Wasser führte. In der Ferne sieht man noch die verbliebenen Wassertümpel, welche jeden Tag kleiner wurden. Der Wald mit den abgestorbenen Bäumen ist ebenfalls beeindruckend. Wie die Natur es überhaupt geschafft hat, dass hier überhaupt solch große Pflanzen wachsen können – beindruckend. Das Foto, welches mir jedoch am meisten gefällt, ist der einzelne Baumstumpf vor der Kulisse der Sanddünen. Aber wie gesagt: Am besten lässt man die Fotos auf sich wirken.
Einige Kilometer von Sossusvlei entfernt hat der Tsauschab einen 30 m tiefen, teilweise nur wenige Meter breiten Canyon ins bis zu 18 Millionen Jahre alte Gestein gegraben. Hier stiegen wir ebenfalls hinab und erkundeten die Schlucht.
Die Fahrt nach Swakopmund, unserem nächsten Ziel, bedeutete stundenlanges Sitzen im Fahrzeug und Betrachten der vorbeiziehenden Landschaften. Und dann erscheint wie aus dem Nichts, mitten in der Wüste, Swakopmund. Eine richtige Vorstellung von dieser Stadt hatte ich nicht, natürlich kannte ich die deutsche Geschichte. Was wir dann aber sahen, eine Mischung aus Afrika und Kolonialdeutschland. Überall sind schöne alte Kolonialhäuser, errichtet zwischen 1900 und 1910, sogar einen Leuchtturm gibt es. Die Straßennamen sind noch kolonial, Moltke und Kaiser Wilhelm lassen einen grüßen. Witzig oder sogar übertrieben fand ich, dass man in den Restaurants sofort auf Deutsch angesprochen wurde, obwohl max. 2 % der Namibier Deutsch sprechen. Unvergesslich blieb mir das Gespräch mit einer schwarzen Einheimischen, welche in einem perfekten, aber etwas altmodischen Deutsch antwortete.
Zur Abwechslung buchte ich eine Quadbike – Tour durch die Wüste. Wir fuhren etwas in die Wüste vor Swakopmund hinein. Dort konnten wir nach Herzenslust herumrasen. Besonders das Befahren der Sanddünen machte echt Spass. Von hier konnten wir auch in Ruhe die Silhouette der Stadt betrachten. Eigentlich ist es ein Wahnsinn, an solch einen Ort etwas zu errichten. Es gibt nirgendwo Wasser in der Region, aber in Swakopmund stehen Hunderte von Palmen.
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Flug über das Sossusvlei




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