Mein Safarihighlight: Afrikanische Wildhunde

Vor einigen Wochen war ich endlich mal wieder auf Safari. Die südafrikanische Natur hat für mich eine ganz besondere Anziehungskraft. „Back to the roots“ – es durchströmt mich jedes Mal ein Gefühl von absoluter Vollkommenheit, wenn ich mich in den Busch zurückbegebe. Dieses Mal waren wir zu zweit in der Silvan Safari Lodge im Sabi Sand Game Reserve. Insbesondere, wenn man ein besonderes Ereignis, wie einen runden Geburtstag oder einen Hochzeitstag feiert, sollte man sich eine der luxuriöseren Unterkünfte gönnen. Und endlich habe ich sie in freier Wildbahn gesehen: Afrikanische Wildhunde – mein Safarihighlight!

Afrikanische Wildhunde, photo credit_Katharina Riebesel

Atemberaubende Tiersichtungen

Unsere Tiersichtungen hätten nicht besser sein können. Unser Guide Murray und unser Tracker James sind mit uns auf jedem Game Drive durch den dichten Busch gefahren, um ganz nah an Leoparden und Löwen dranzukommen. Wir haben jede Minute dieses Abenteuers genossen. Da wir die einzigen Gäste in unserem Pirschfahrzeug waren, konnten wir uns ganz auf die Tiere konzentrieren, die wir gerne aufspüren wollten. Natürlich haben wir dabei an die berühmten „Big Five“ – Löwe, Nashorn, Leopard, Büffel und Elefant – gedacht, doch mir kamen zuerst die Afrikanischen Wildhunde in den Sinn.

Afrikanischer Wildhund, photo credit_Katharina Riebesel

Afrikanische Wildhunde auf der Jagd live miterlebt

Obwohl man Tierbeobachtungen in der Wildnis natürlich nicht planen kann, haben wir auf unserem ersten Game Drive prompt ein Rudel Afrikanische Wildhunde aufgespürt. Der „bemalte Wolf“ ist akut vom Aussterben bedroht und daher ein ganz besonderes Highlight auf einer Safari. Doch bei dieser Sichtung sollte es nicht bleiben. Am nächsten Morgen haben wir die Afrikanischen Wildhunde sogar auf Jagd beobachtet: Wir sind dem Rudel recht zügig durch den Busch gefolgt. Die Beute, ein Impala, wollte sich mit einem Sprung in ein Wasserloch retten. Doch die Wildhunde hatten das Gewässer im Nu umzingelt. Es gab kein Entkommen mehr. Allerdings hat keines der Raubtiere das erschöpfte Impala erlegt, sondern eines der großen Nilpferde im See. Selbst Murray und James waren von dieser Jagd verblüfft.

Afrikanische Wildhunde , photo credit_Katharina Riebesel

Über Afrikanische Wildhunde

Afrikanische Wildhunde gehören zu den Tierarten, die am kritischsten vom Aussterben bedroht sind. Schätzungsweise leben aktuell zwischen 3.000 und 5.000 Wildhunde in freier Laufbahn. Sie leben vor allem im südlichen und östlichen Afrika. Aufgrund ihres Aussehens könnte man Wildhunde auf den ersten Blick glatt mit einer Hyäne verwechseln. Doch der „bemalte Wolf“ hat einen viel schlankeren Körperbau, der auf Ausdauer ausgelegt ist. Hinsichtlich ihres Jagdverhaltens und ihrer Beute sind Wildhunde flexibel und mitunter ganz schön erfinderisch.

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Afrikanischer Wildhund , photo credit_Katharina Riebesel

Niedlicher Tiernachwuchs

Am dritten und letzten Tag haben wir mein zweites Safarihighlight der Reise erlebt. Tiyani, das Leopardenweibchen, das auf dem Gelände der Silvan Safari Lodge geboren wurde, hat sein erstes Junges gezeigt. Die kleine Raubkatze tapste mutig um seine Mutter herum und war keinesfalls zu schüchtern, um die Gegend zu erkunden. Bei solch jungem Nachwuchs gibt es im Sabi Sand Reservat sehr strenge Regeln: Es darf nur ein Pirschfahrzeug auf einmal beim Nachwuchs sein und sobald die Mutter nervös wird, muss man die Stelle ganz verlassen. Wir hatten jedoch Glück: Tiyani war sehr entspannt und hat ihr Junges vor unseren Augen zu einem Wasserloch geführt.

Leopardin mit Nachwuchs, photo credit_Katharina Riebesel

Die Unterkunft: Silvan Safari Lodge

Suiten: Wir haben in der Blue Guarri Suite übernachtet, die sich unweit von der Hauptlodge befindet. Insgesamt gibt es bei Silvan sechs Suiten, wovon eine für Familien konzipiert wurde. Wir haben die meiste Zeit im Freien verbracht, uns auf unserem Aussichtsdeck gesonnt und im Pool gebadet. Der Swimmingpool im Gemeinschaftsbereich ist lang genug, um Bahnen ziehen zu können.

Essen & Getränke: Keine Safari ohne Gin Tonic! Wir haben jeden Tag eine neue Ginsorte probiert. Das Essen war spitzenmäßig! Bei solch leckeren Speisen kann man einfach nicht Nein sagen. Man kann zum Frühstück, Mittagessen und Dinner aus unterschiedlichen Optionen wählen. Am Nachmittag wird vor dem zweiten Game Drive des Tages ein High Tea serviert – mit selbstgemachtem Eistee, leckeren Torten und Pasteten. Nach den drei Nächten im Busch musste ich dann erst einmal wieder ins Fitnessstudio – aber das war es allemal wert.

Anreise zur Silvan Safari Lodge

Wir sind dieses Mal nach Hoedspruit geflogen und wurden von einem Shuttleservice in rund anderthalb Stunden direkt zur Lodge gefahren. Bei unserem ersten Urlaub in Sabi Sands sind wir über Johannesburg angereist – dies ist ebenfalls möglich, dauert aber bei mindestens sechs Stunden Autofahrt deutlich länger. Außerdem ist eine Anreise über die Flughäfen Skukuza im Krüger Nationalpark und Kruger Mpumalanga International Airport (Nelspruit) möglich. Man kann durchaus mit dem eigenen Mietwagen zur Lodge fahren, allerdings sollte man sich auf eine eher dürftige Beschilderung und viele Schlaglöcher auf den ländlichen Straßen einstellen.

Der Autor: Katharina Riebesel schreibt für Rhino Africa

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