Malawi – tiefstes Afrika

Lake Malawi

Lake Malawi

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Malawi. Wo war das gleich noch? Irgendwo im zentralen Afrika. Wenn ich mir überlege, was mir dazu einfiel, bevor ich die Reise antrat: Lake Malawi – einer der größten Süßwasserseen der Welt. Sonst noch – eins der ärmsten Länder Afrikas. Große Probleme mit Aids. Als Urlaubsland – garantiert nicht.

Der Malawisee – Lake Malawi

Unser Zielort befand sich in den Bergen südlich des Malawisees. Hier gab es noch ausgedehnte Wälder, die zum Wandern einladen. Als weitere Freizeitaktivität konnten wir fischen. Wer denkt, dass es in Zentralafrika immer heiß ist, der liegt falsch. Hier fielen die Temperaturen am Abend auf den Nullpunkt, es war echt kühl auf etwa 1000 m über dem Meeresspiegel. Am Abend saßen wir am Lagerfeuer, um uns zu wärmen. Wenigstens versprachen die nächsten Tage Badewetter. Von den Bergen im Süden Malawis fuhren wir hinab an die Ufer eines der größten Süßwasserseen der Welt.

Campen und Baden am Malawisee

Der Lake Malawi hat solche Dimensionen, dass bei Wind meterhohe Wellen normal sind. 3 Nächte wollten wir hier bleiben. Der Campingplatz war riesig, bei Vollbelegung wären es wahrscheinlich 1000 Leute. An diesen Tagen verliefen sich aber vielleicht 50 Personen auf dem Areal. Der Ort ist einer der zentralen Rastplätze auf der Strecke Dar es Salaam – Victoriafälle. Während der Hochsaison campieren hier diverse Touranbieter. Neben der guten Ausstattung lockte noch ein Ausflugsziel in der Nähe: die Missionsstation des David Livigstone. Im See konnte man schön baden, Kanu fahren oder auch nur am Ufer entlang zu den Dörfern der Einheimischen wandern. Die wenigen Locals, welche wir getroffen haben, waren alle echt nett. Trotz der bedrückenden Armut konnte man erkennen, dass sie ihr Leben liebten.

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Die Missionsstation Livingstonia von David Livingstone

Zweiter großer Reisepunkt war eine Wanderung nach Livingstonia, einer Missionsstation, welche nach David Livingstone benannt wurde. Dieser bereiste in den 1860 / 70er Jahren die Regionen westlich des Lake Malawi. Die Wanderung erwies sich als sehr

Livingstonia

Livingstonia

anstrengend, da der Höhenunterschied zwischen dem Ufer und der Station mehrere Hundert Meter ist und die Strecke insgesamt knapp 15 Kilometer. Natürlich waren die Temperaturen während unserer Wanderung ziemlich hoch. Unterwegs konnte man jedoch ein erfrischendes Bad in einem kleinen Tümpel nehmen. Außerdem entdeckten wir einen Wasserfall, ein schönes Fotomotiv.

Südafrika Reiseangebot

Die Aussicht auf den Malawisee ist umwerfend

Die Station umfasst ein kleines Museum mit etwas historischen Zeugs, eigentlich nicht der Rede wert. Die Aussicht von dort oben auf den See ist jedoch sehr schön. Man erkennt erstmal die Dimension des afrikanischen Meeres. Der Vorteil des Standortes der Missionsstation hier oben auf dem Berg war ein viel angenehmeres Klima als am Ufer und keine Malaria. Auf dem Rückweg nahm uns ein Jeepfahrer mit. Bei den schlechten Strassen hier oben hätte ein normales Auto keine Chance gehabt, wir wurden die ganze Zeit ordentlich durcheinander geschüttelt.

Souvenirkauf in Malawi

Vor dem Camp warteten den ganzen Tag die Andenkenverkäufer. Viele der Souvenirs, welche man in Kapstadt kaufen kann, kommen

Waldelefanten

Waldelefanten

aus dieser Region. Die Schnitzereinen sind sehr kunstvoll und kosten nur Bruchteile des Preises in Südafrika. Es gab die üblichen Tierfiguren, aber auch Spiele und sogar Tische. Die einzige Einschränkung beim Kauf ist nur, dass man alles irgendwie transportieren muss.

Weiterfahrt nach Tanzania und Sansibar

Nach 3 Tagen am Ufer des Malawisees setzten wir uns wieder in Bewegung. Tanzania und dort Sansibar war mein letztes Reiseziel. Die meisten Reiseteilnehmer wollten bis zum Serengeti Nationalpark im Norden des Landes. Ich hatte aber keine Lust mehr auf Safaris. Dieser Reiseabschnitt war wieder sehr lang, ewiges Sitzen im Truck angesagt. Es ging bergauf und bergab durch teilweise sehr schöne Landschaft. Unterwegs stoppten wir an einem Wald. Die Bäume hatten alle keine Blätter mehr. An den Namen dieserWald Baumart kann ich mich jedoch nicht mehr erinnern. Etwas später erspähten wir Waldelefanten, die heute äußerst selten sind. Die Tiere sind viel kleiner als die normalen afrikanischen Elefanten. Nach einer Übernachtung in Iringa erreichten wir am folgenden Tag die größte Stadt des Landes – Dar es Salaam. Zu dieser Stadt kann ich nur folgendes sagen: stickig und dreckig. Und hier lebte die deutsche Mitreisende mehrere Monate in ganz bescheidenen Verhältnissen. Glücklicherweise verbrachten wir hier nur die Wartezeit, bis die Fähre nach Sansibar abfuhr.

Fortsetzung folgt ….

Teil 6

 

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3 thoughts on “Malawi – tiefstes Afrika

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