Im östlichen Südafrika findet sich noch ein Fleck, der das ursprüngliche Afrika darstellt. Es handelt sich um das Bergkönigreich Lesotho, ein Land von der Größe Belgiens. Die höchsten Berge in Lesotho sind über 3.000 m, der tiefste Punkt im ganzen Land ist immer noch 1433 m über Meeresspiegel. Bewohnt wird das Land von den Basotho, einem der zahlreichen Bantustämme. Während der Konflikte im östlichen Afrika, welche durch die wandernden Buren und die Zulus ausgelöst wurden, flüchteten die Basotho in die
entlegenen Berge und begaben sich damals unter britische Vorherrschaft. Dieser Einfluß ist selbst heute noch zu erkennen. Die Basotho haben sich den harschen Umweltbedingungen der Berge angepasst. Alltägliches Kleidungsstück ist eine Wolldecke, die sowohl Regen als auch Kälte abhält. Kombiniert mit Gummistiefeln und einem Basthut ergibt dies die typische Kleidung der Einwohner. Aufgrund der Höhenlage gab es schon immer relativ wenige Wälder in Lesotho. Und diese wurden dann fast alle abgeholzt. Großwild ist auch nicht mehr existent im Land, viele Berge erscheinen einfach nur kahl. Die meisten Bewohner sind noch Bauern. Ein Großteil des Einkommens wird durch Arbeiter verdient, welche in südafrikanischen Minen angestellt sind. Der Zugang nach Lesotho ist auf wenige Straßen beschränkt, die Einreise via Sani-Pass ein absolutes Highlight.
Und einen Teil dieses Land bereisten wir in 4 Tagen. Ich hatte mir einen Reiseführer in Kapstadt gekauft und dann eine Route durch den östlichen Teil von Lesotho ausgesucht. Laut Karte betrug die Gesamtstrecke nur 300 km, dies war jedoch eine Fehleinschätzung. Diverse Pässe und Serpentinen vergrößerten die Entfernung beträchtlich. Außerdem waren nicht alle Straßenabschnitte in guten Zustand, somit konnte man nur mit knapp 50 km/h im Durchschnitt reisen. Die Fahrtzeit wurde bedeutend länger als geplant.
Unser Startpunkt war der Flughafen von Johannesburg. Dort nahmen ich und meine Mitreisenden einen Mietwagen, mit dem wir innerhalb von ca. 3 Stunden nach 300 km die ersten Ausläufer der Drakensberge erreichten. Ein Zwischenstopp in Clarens ist empfehlenswert, einen kleinen Künstlerdorf. Da die Stecke bis zum Sani – Pass, dem Tor nach Lesotho, doch sehr lang ist, übernachteten wir im Royal Natal National Park. Vorab gebucht hatten wir nichts, Zimmer gab es zur Genüge. Ausgangspunkt aller Lesotho-Trips von Kwazulu-Natal aus ist das kleine Städtchen Underberg. Unsere Lodge erreichten wir mitten in der Nacht, bekamen aber aufgrund unserer Voranmeldung noch ein leckeres Essen. Was wir am nächsten Morgen sahen, übertraf all unsere Erwartungen. Am Horizont erstreckte sich ein riesiges Bergmassiv, der Südteil der Drakensberge. Und der Sanipass führte direkt hinein. Von der Lodge hatte wir eine viertägige Rundreise mit Jeep und Reiseführer gebucht. Unser Guide war ein Südafrikaner, der hier schon einige Jahre lebte.
Nach Passieren des Grenzüberganges ging das Abenteuer Afrika dann richtig los. Der Sani – Pass ist eine Schotterpiste, welche sich in unzähligen Serpentinen nach oben schlängelt. Nach jeder Kurve ergaben sich neue unvergleichliche Aussichten auf die Drakensberge und KwaZulu Natal. Am Ende des Sani-Passes, auf dem 3000 m hohen Plateau, stoppten wir erstmal am angeblich höchstgelegenen Pub Afrikas. Für die meisten Besucher ist hier bereits Endstation, nach einer Stärkung im Pub geht es wieder zurück nach Südafrika.
Nun begann jedoch unsere eigentliche Rundreise durch den wilden Osten des Landes. Unsere Etappenorte hießen Mokhothlong, Oxbow (Skiresort mit typischen Alpenhäusern!), Katse Damm, Ts’ehlanyane und Makunyapane.
Erste Zwischenstation war Ts’ehlanyane, ein Nationalpark. Auf dem Weg zur ersten Übernachtung überquerten wir mehrere über 3000m hohe Pässe. Es gab verschiedene Ferienhäuser, welche im Nationalpark lagen. Wir unternahmen einen Ritt auf Basotho – Ponies in die umliegenden Berge. Dummerweise waren die Pferdchen doch etwas klein, ich konnte mit ausgestreckten Füssen bequem den Boden erreichen. Für den Abend hatte unsere Guide ein Essen bei einer Familie organisiert. Das Haus war für unsere Maßstäbe bescheiden, aber massiv. Das Essen war rein vegetarisch, aber lecker.
Am nächsten Tag hatten wir das Glück, eine Prozession Jugendlicher mit entsprechender Bemalung + Kleidung zu sehen. Sie befanden sich auf dem Weg in einen entlegenen Teil, wo sie sich einem Initiationsritus (Übergang vom Kind zum Mann) unterzogen.
Nächster Stopp war am Katsedamm, der Trinkwasserversorgung von Joburg. Dort wurde für uns eine Privatführung auf der Dammkrone (180 m hoch) und im Inneren gehalten. Der Verkauf des Trinkwassers ist die Haupteinnahmequelle von Lesotho.
Die verbleibende Zeit konnte mehrmals in verschiedenen Parks angehalten werden, um die rauhe Schönheit dieser Landschaft zu
genießen. Eine beeindruckende Landschaft fanden wir im Bokong Nationalpark vor. Die letzte Nacht schliefen wir in einer für lokale Verhältnisse komfortablen Unterkunft, der Molumong Lodge. Zum Tagesausklang spazierten wir etwas durch das Dorf und probierten lokales Bier, das mit Abstand ekligste Gesöff, was ich bisher ausprobiert hatte. In der Nacht überraschte uns ein richtig heftiges Gewitter. Die Temperaturen sanken rapide und es donnerte ununterbrochen. Von diesem Ort fuhren wir wieder Richtung Sani-Pass.
Die 4 Tage vergingen sehr schnell, die Eindrücke bleiben jedoch für immer im Gedächtnis. Für diesen Streckenabschnitt sollte man jedoch ein oder zwei Tage mehr einplanen. Die Fahrerei war doch etwas anstrengend und lang. Unterwegs hätte man bei mehr Zeit noch einige schöne Wanderungen absolvieren können.
Den Sani – Pass herunterkommend, reisten wir dann via Port Stepstone zum Hluhluwe Umfolozi Park und zum St. Lucia Wetland Park. Der Rückflug erfolgte über Durban nach Kapstadt. Die Kosten beliefen sich pro Person und Nacht auf etwas 150 €.



Deutsch
[...] Highlands Route, welche ca. 280 km lang nördlich von Lesotho auf südafrikanischer Seite im Free State verläuft, verspricht eine Fahrt durch eine der [...]
[...] km in Nord – Süd Richtung. Die 3000 m hohe Abbruchkante bildet dabei die natürliche Grenze zu Lesotho. Im Erdmittelalter entstanden, trennen die Drakensberge das Binnenland des südlichen Afrikas von [...]
[...] Lesotho geht es dann entlang der Highlands Route zum Golden Gate Highlands National Park und weiter zum [...]
[...] Ufer des Orange River war das nächste Ziel. Der Fluß entspringt in Lesotho und fließt dann als südafrikanisch – namibischer Grenzfluß in den Atlantik. Er ist einer der [...]
[...] 8 Lesotho [...]
[...] liegt das „Valley of Desolation“. Nach einer kurzen Nacht geht es Richtung dem Bergkönigreich Lesotho. Lesotho ist ein unabhängiger Staat, der komplett von Südafrika umgeben ist. Geplant ist ein [...]
[...] aus durchquerten wir in einer ermüdend langen Fahrt das Eastern Cape und reisten ins Nachbarland Lesotho ein. Lesotho ist ein unanhängiges Königreich, welches zum großen Teil auf über 1500 m hoch [...]
[...] Südafrika/ Garden Route, 20 Tage (Kapstadt–Johannesburg, KwaZulu-Natal, Lesotho,Swasiland, Kruegerpark, Camping, [...]
[...] nur mit Geländewagen befahrbare Straße, welche einen auf Serpentinen auf knapp 3000 m Höhe nach Lesotho bringt. Die Aussicht vom Dach Afrikas ist [...]
[...] findet man einen mehrere Kilometer breiten Grünstreifen Das Wasser kommt aus den Hochgebirge in Lesotho und legt bis hierhin über Tausend Kilometer zurück. Alle Jahre kommt es zu starken [...]