Kloofing

Adrenalinjunkies haben in Kapstadt diverse Möglichkeiten, ihren Pegel zu steigern. Neben Haitauchen, Abseilen, Gleitschirmfliegen und Fallschirmspringen gibt es auch Kloofing.

„Kloof“ ist ein Afrikaanswort und bedeutet Schlucht. Diese Aktivität hier beinhaltet also den Besuch einer Schlucht.

Was wird hier also geboten? Eine Tagestour nach Gordons Bay, etwa 40 km östlich von Kapstadt an der False Bay gelegen.

Kloofing

Kloofing

Und dort die Erkundung eines Canyons mit dem schönen Namen: „Kamikaze Canyon“. Außerdem: Baden in einen kristallklaren Pool, die Möglichkeit, von 7, 12 oder 22 m hohen Felsen ins Wasser zu springen und dann noch von einer 80 m hohen Felswand abseilen.

Genug Action?

Der Preis beträgt etwa 1.350,- Rand, also ca.100 Euro. Enthalten im Preis sind neben Transport, Begleitung, Ausrüstung auch 3 Mahlzeiten.

Veranstalter: Extreme Scene und Take 2 Tours

Direkt hinter dem Ort Gordon’s Bay ragen die Hottentotsberge auf, welche direkt am Meeresufer beginnend, auf über 700 m Höhe ansteigen.

Die Tour führt in eine der vielen Schluchten dieser Bergkette, den „Kamikaze Canyon“. Charakteristisch für diese Schluchten ist im Sommer (Januar bis März) die extreme Hitze. Der Canon funktioniert wie ein Backofen, der die Sonnenenergie speichert und auch reflektiert. Wenn die Temperaturen außerhalb der Berge ca. 30 Grad betragen, dann beläuft sich der Wert drinnen auf über 40 Grad. Jeder Teilnehmer muss mindestens 2 l Wasser mit sich führen, um der Dehydrierung vorzubeugen.

Blick in den Canyon

Blick in den Canyon

Kloofing Highlight 1: Sprung vom Felsen aus 7 m oder 22 m

Die erste halbe Stunde der Wanderung erfolgt eine einfache Wanderung auf einem Weg, der relativ eben verläuft. Die nächste Etappe wird bereits anstrengender. Es muss über Felsen geklettert und sich durch enge Passagen gewunden werden, während Sonne bereits extrem brennt.

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Der Lohn der Anstrengung erreicht die Teilnehmer dann in Gestalt eines natürlichen Pools – des Crystal Pools, der von 200 m hohen Felswänden umgeben ist. Das Wasser ist erfrischend kühl, das Baden eine richtige Wonne.

Erstes Highlight der Tagestour ist das Springen von den Felsen. Es gibt Absprünge von 3, 7, 12 und 22m. Die meisten Teilnehmer springen aus 7 m Höhe, was jedoch auch schon einige Überwindung kostet. Die größte Aufmerksamkeit und Bewunderung erhielten natürlich die Leute, welche den 22m Sprung wagen. Und es sind nicht wenige. Unter frenetischen Jubel der Zuschauer springen sie ins kühle Nass.

Sprung aus über 22 m Höhe

Sprung aus über 22 m Höhe

Der Aufenthalt hier beträgt über 1 Stunde. Dann geht es weiter über Stock und Stein zum weiteren Highlight, dem Abseilen.

Kloofing Highlight 2: Abseilen aus 80 m

Es dauert eine weitere Stunde in der Gluthitze, bis man auf dem Felsplateau oberhalb der Schlucht ankommt. Von dort hat man eine grandiose Sicht. Die Hänge in der Schlucht sind spärlich bewachsen, etwas weiter sieht man die Pools. Während die Gruppte rastet, bereiten die Guide alles zum Abseilen vor. Beim Blick über die Felskante wird einem jedoch bereits unwohl zumute. 80 m runter soll man in wenigen Minuten klettern. Und dann geht es los. Einer nach dem anderen wird zum Ausgangspunkt geführt. Je näher man dem Startpunkt kommt, desto stärker pocht das Herz.

Abseiling

Abseiling

Und dann steht man mit schlotterndem Knie direkt an der Kante. Der erste Schritt ist der Schwierigste.

Der Oberschenkel zittert massiv, wenn die ersten Schritte absolviert werden. Von der Felswand sich mit dem Bein abstoßend, geht es hinunter. Nach 10 m Tiefe gibt es jedoch einen Überhang. Die meisten Leute verlieren hier die Balance und hängen nur noch orientierungs- und hilflos in den Seilen.

Die Guides lassen einen dann am Seil weiter hinab, bis man wieder Kontakt mit der Felswand bekommt und sich abstoßen kann. Der Blick in halber Höhe vom Seil in die Schlucht ist unbeschreiblich.

Im unteren Drittel führt die Route dann direkt in einem Wasserfall, ein weiteres erfrischendes Bad inklusive.

Nach 4 Minuten ist das Abseilspektakel schon wieder vorbei.

Nach der Ankunft am Boden darf man dann erstmal mit kompletter Ausrüstung in einen weiteren Pool springen, um das gegenüber liegende Ufer zu erreichen.

Dort sonnen sich alle auf den heißen Steinen und beobachteten, wie sich die restlichen Teilnehmer schlagen.

Dann geht es den gesamten Hinweg wieder zurück. Am Ausgangspunkt des Canyons, einer Lodge bei Gordons Bay, gibt es dann ein leckeres Abendessen, bevor man erschöpft, aber gut gelaunt, den Rückweg nach Kapstadt antritt.

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