Kap der guten Hoffnung

Kap der Guten Hoffnung

Kap der Guten Hoffnung

Was verbindet der Urlauber mit Kapstadt ? Natürlich den Tafelberg, dann Robben Islandund das Kap der guten Hoffnung. Ein Besuch des südlichsten Punkt Afrikas ist ein absolutes Must. Um irgendwelchen Kommentaren vorzubeugen: Cape Agulhas ist selbstverständlich der südlichste Punkt Afrikas, das Kap ist nur der „südwestlichste“ Punkt. Thema geklärt. Für den Besuch des Kap der guten Hoffnung sollte man einen ganzen Tag einplanen. Die Entfernung beträgt zwar nur ca. 40 km, es gibt aber unterwegs viel zu sehen.

Am besten reist man auf der Ostseite der Halbinsel Richtung Süden, und auf der Westseite zurück, dann hat man fast die ganze Zeit die Sonne. Im Schatten des Tafelberges kann es ganz schön kalt werden, insbesondere wenn auch noch ein starkes Lüftchen geht. Erster Halt der Tour kann in Muizenberg sein. Dort findet man einen extrem langen Strand vor. Ab dann führt die Route entlang der Küste der False Bay und der Bahnlinie Richtung Simons Town. Die Straße schlängelt sich entlang der Hänge des Tafelberges durch kleine Orte wie Kalk Bay, Fish Hoek nach Simons Town. Unterwegs gibt es genügend Stops, um immer wieder die verschiedenen Aussichten zu genießen. Übrigens: Die Gewässer dort sind extrem haiverseucht. Überall gibt es Haibeobachter, welche bei Sichtung die rote Flagge hissen. Dann heißt es nur noch raus aus dem Wasser. Einen besondern schönen und windgeschützten Strand gibt es in Fish Hoek.

CapePoint_EingangCapePoint_AufstiegNächster Halt könnte in Simons Town sein, Standort der südafrikanischen Kriegsmarine ( alle 8 Schiffe, einschl. der in Deutschland gebauten U-Boote ). Die Stadt selbst versprüht noch alten englischen Charme, ein kleiner Spaziergang ist echt nett. Dann erreicht man das erste Highlight der Rundreise: Boulders Beach, dem Ort der Pinguine. Es handelt sich hier um einen geschützten Strandabschnitt, wo Tausende Afrikanische Pinguine brüten. Echt drollig. Nach Simons Town beginnt dann die Natur, Siedlungen gibt es nicht mehr. In Millers Point trifft der Urlauber meistens die ersten Affenbanden, welche gern auf Tuchfühlung zu Touristen gehen ( Link zu Affennews).

Etwa einen Kilometer, nachdem das Naturschutzgebiet beginnt, liegt ein Aussichtspunkt oberhalb Smitswinkel Bay. Von hier ergeben sich atemberaubenden Ausblicke auf die False Bay. Manchmal sieht man auch Wale.

 

Kap der Guten Hoffnung

Kap der Guten Hoffnung

 

Kap der Guten Hoffnung

Kap der Guten Hoffnung

Und plötzlich steht man vor dem Tor des Cape of Good Hope Nature Reserve. Das Nature Reserve nimmt mit seinen 7.775 ha den gesamten südlichen Teil der Kaphalbinsel ein, gehört heute zum Cape Peninsula National Park und hat etwa 40 km Küstenlinie. Naturliebhaber kommen voll auf ihre Kosten: Über 1100 Fynbos-Pflanzenarten , 30 verschiedene Protea-Arten, 139 Erika- und 52 Orchideenarten ( insgesamt über 2200 verschiedene Pflanzen ) ; 260 verschiedenen Vogelarten. Im ganzen Areal trifft man auch auf Reptilien, Zebras, Bunt-, Geis-, Rehböcke beobachtet sowie Strauße und Paviane.

Ungefähr 13 Kilometer hinter dem Tor liegt Cape Point. Vom Parkplatz aus führt eine Seilbahn zum alten Leuchtturm hinauf. Natürlich kann man auch hinauflaufen. Das 1860 entstandenen Historical Lighthouse steht ca. 250 m über den Meeresspiegel und war von Anfang an eine Fehlinvestition, da der Leuchtturm meistens in Nebel gehüllt war. 1911 entstand daher der zweite Leuchtturm, welcher nur 80 m über den Meeresspiegel. Vom Cape Point hat man einen atemberaubenden Ausblick auf das steile Kliff des Kaps der Guten Hoffnung.

Straussenfarm

Straussenfarm

Kap der Guten Hoffnung

Nachdem man dort lange verweilt hat und sich bei den normalerweise vorhandenen starken Brisen Gedanken über die Schwierigkeiten der Segelschiffe vor Hunderten Jahren bei der Umquerung des Kaps gemacht hat, bietet sich eine Wanderung zum Cape of Good Hope an. Der leichte Wanderweg entlang einer Klippe führt in etwa einer 3/4 Stunde zum westlich gelegenen Kap der Guten Hoffnung. Dort steht das berühmte Schild. Ein Beweisfoto ist Pflicht. Ein ausgiebiger Besuch des Cape of Good Hope Nature Reserve kann einen halben Tag dauern.

Der Rückweg nach Kapstadt führt an der Cape Point Ostrich Farm vorbei. Wer keine Möglichkeit hat in der Kleinen Karoo um Oudtshoorn herum eine Straußenfarm zu besuchen, sollte hier einen Halt einlegen. Neben den obligatorischen Straußeneiern können hier auch Straußenleder und sonstiger Schnickschnack erworben werden. Auf dem Weg nach Kapstadt passiert man nun diverse flache Landschaften mit Fynbos-Vegetation, bevor es wieder in die Berge des Tafelbergmassivs hineingeht.

Chapmans Peak Drive

Chapmans Peak Drive

Letztes Highlight der Tour ist die Passage des Chapman Peak Drive. Während der Fahrt ergeben sich fantastische Aussichten auf die Hout Bay mit dem gleichnamigen Ort. Am besten legt man eine Rast auf einen der Aussichtspunkte ein.
In Hout Bay selbst gibt es eine kleine Waterfront. Ist es noch nicht zu spät, bietet sich eine Bootsfahrt zur Seal Islandan. Falls doch, dann lädt einem eines der besten Seafood – Restaurants an der Waterfront auf einen leckeren Fisch ein. Dazu gibt es südafrikanischen Wein.

Den Abend ausklingen kann man dann an der Strandpromenade in Camps Bay. Dort gibt es unzählige Bars und Cafes. Der Tag selbst ist anstrengend. Wenn man dann aber in seiner Unterkunft angekommen ist und noch mal den Tag an sich vorbeiziehen lässt, wird einem bewusst: Dies ist eine der schönsten Ecken der Welt und die heutige Tagestour war absolut jeden ausgegeben Cent wert.

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