Freiwilligendienst in Südafrika als Alternative zum Praktikum

Freiwilliges Soziales Jahr – Eine Alternative für einen Auslandsaufenthalt

Heutzutage wird es von den meisten Arbeitgebern erwartet – ein mehrmonatiges Auslandsaufenthalt von Bewerbern. Studenten können unter mehreren Varianten wählen, sei es eine große Weltreise, ein Auslandspraktikum oder ein Freiwilliges Soziales Jahr. Die Reise hängt jedoch stark von den finanziellen Möglichkeiten ab. In der Praxis verbleiben somit die Optionen Praktikum oder FSJ.

Freiwilliges Soziales Jahr

Freiwilliges Soziales Jahr

Anbieter für ein Freiwilliges Soziales Jahr

Anbieter für beide Varianten gibt es wie Sand am Meer. Man zahlt zwar einen Betrag, kann sich aber am Ende mehr oder weniger sicher sein, dass es dann auch funktioniert. Die große Frage ist natürlich, welcher dieser zahlreichen Anbieter der richtige ist, der nicht nur am Umsatz interessiert ist, sondern auch das Wohlergehen der Studenten. Zweite Frage ist die Region. Am bequemsten sind die europäischen Länder. Wenn man jedoch Wert auf ein englischsprachiges Programm legt, ist man als zukünftiger FSJler doch schon etwas eingeschränkt. Und will man noch die Komfortzone Europa verlassen, wird es noch schwieriger.

Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika – eine Option ?

Die meisten Studenten werden wahrscheinlich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie mit dem Gedanken gespielt haben, nach Südafrika zu gehen. Die Kriminalität in Südafrika und ganz allgemein in Afrika sprechen dagegen. Wer jedoch ganz unvoreingenommen an die Recherche herangeht, lässt sich vielleicht eines Besseren belehren. Englisch ist garantiert, dies ist die Verkehrssprache. Alles andere erfahren Leser in diesem Artikel (und den dazugehörigen Links).

Die meisten Austauschprogramme in Südafrika sind auf 12 Monate ausgelegt und werden vorrangig in sozialen Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten oder Waisenhäusern angeboten. Standort sind vielerorts benachteiligte Regionen wie Townships und weniger die noblen Stadtteile von Kapstadt. Alternativ gibt es Programme im Naturschutz. Diese Aktivitäten sind jedoch meistens in den entlegenen Provinzen von Südafrika.

Interessenten können sich über eine deutsche Organisation für ein Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika bewerben. Hier erfolgt eine mehrtägige Vorbereitung in Deutschland, bei den Visa wird geholfen und es gibt immer Ansprechpartner vor Ort und in Deutschland. Alternativ kann man sich auch bei südafrikanischen Organisationen bewerben. Üblicherweise bekommen Freiwillige eine Unterkunft und Verpflegung kostenlos gestellt. Die Kosten für ein Jahr belaufen sich somit auf einen noch finanzierbaren Betrag.

Infos pur über ein Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika

Nachfolgend sind einige Organisationen aufgeführt, welche ein Freiwilliges Soziales Jahr FJS in Südafrika organisieren. Alleiniger Maßstab für diese Auswahl ist, dass es einen eigenen Blog eines deutschen Studenten gibt, der über seine Zeit in Südafrika berichtet. Somit kann jeder einen Eindruck bekommen, was ein Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika für einen selbst an Bereicherung bringen könnte.

Deutsche Organisationen

Südafrikanische Organisationen

Blogs von deutschen Studenten, welche ein Freiwilliges Soziales Jahr mittels einer der o.g. Organisationen absolviert haben:

Auf ins Innerere Afrikas – ein FSJ in unbekannten Ländern

Nachfolgend möchten wir jedoch einige Studenten und deren Blogs vorstellen, die in richtig exotische Länder gingen, um dort ihren Horizont zu erweitern und etwas Gutes zu tun. Länder wie Tansania, Ghana, Uganda und Togo gehören dazu. Die meisten dieser Länder erscheinen nur in den deutschen Nachrichten, wenn wieder eine Katastrophe über das jeweilige Land gezogen ist.

Doch in den jetzten Jahren hat sich vieles getan in Zentralafrika. Der wirtschaftliche Fortschritt ist überall erkennbar, wobei die Entwicklung auf einem sehr niedrigen Niveau startete. Die Zeitschrift „Fokus“ hat vor kurzen einen Artikel über die Zukunft Afrikas veröffentlicht. In der Vergangenheit waren immer die wirtschaftlichen und politischen Risiken ausschlaggebend, doch jetzt überwiegen die wirtschaftlichen Chancen. Afrika kann das neue Asien werden.

Einige Blogs von Teillnehmern des Freiwilligen Sozialen Jahres und deren Einsatzort

Schule

Uganda

http://josch44.wordpress.com/

Schule

Togo

http://simon-in-togo.blogspot.de/

Schule

Südafrika Reiseangebot

Togo

http://tobiasintogo.wordpress.com/

Schule

Togo

http://claudiagehtweltwaerts.blogspot.de/

Schule

Tansania

http://weltwaerts2mwanga.de.to/

Kinderhaus

Tansania

http://mainta.wordpress.com/

Kinderhaus

Tansania

http://stromerer.wordpress.com/

Ein Erfahrungsbericht über Freiwilligenarbeit in Kapstadt

Schon in meiner Schulzeit hatte ich, Gina, den großen Traum, irgendwann einmal nach Südafrika zu reisen und dort das Land und seine Kultur im Rahmen einer Freiwilligenarbeit wirklich hautnah kennen zu lernen. Durch zahlreiche Urlaube in Kapstadt hatte ich diesen Fleck Erde schon in mein Herz geschlossen. Doch durch die Mitarbeit bei einem gemeinnützigen Projekt – über einen längeren Zeitraum hinweg und ganz auf mich allein gestellt – wäre die Perspektive noch eine ganz andere, wie ich schon früher wusste. Nach erfolgreichem Abschluss meines Fachabis (ich absolvierte dafür u. a. ein einjähriges Praktikum in einem Europakindergarten) war es dieses Jahr endlich soweit – und mein Traum sollte in Erfüllung gehen: Ich ergatterte eine Stelle als Freiwillige im Durbanville Children’s Home in Kapstadt.

Wie ich die Freiwilligenstelle im Kinderheim in Kapstadt bekam

Bei der Stellensuche half mir eine Agentur, wodurch zwar einige Mehrkosten entstanden, doch war ich dadurch wesentlich flexibler bei der Auswahl der passenden gemeinnützigen Einrichtung. Entgegen aller Befürchtungen verlief die Vermittlung sehr zügig und unkompliziert. Das Projekt in Durbanville traf haargenau meine Interessen, da ich unbedingt mit Kindern zusammenarbeiten wollte. Zwischen der erfolgreichen Platzierung im Projekt und dem Reiseantrittstermin lag nun etwa ein halbes Jahr. Und die Zeit sollte ich auch brauchen, um mich noch um so einige Angelegenheiten zu kümmern. Neben Flugbuchung und der Visumsbeantragung mussten noch weitere Gänge absolviert werden. So brauchte ich zum Beispiel eine Reiseversicherung, ich musste mich um eine Auslandskrankenversicherung kümmern und nicht zuletzt standen noch Impfungen beim Arzt meines Vertrauens an, ohne die eine Einreise unmöglich wären. Wichtigstes behördliches Dokument war aber natürlich das Freiwilligen-Visum, auf das ich bis etwa eine Woche vor meiner Abreise warten musste.

Meine Erwartungen für das Jahr Freiwilligenarbeit in Südafrika

Viel Zeit zum Durchatmen blieb danach kaum. Denn kurz darauf ging es schon ans Kofferpacken. Meine Erwartungen für das, was auf mich zukam, hielt ich absichtlich klein – um nicht allzu enttäuscht zu sein, wenn es nicht so gelaufen wäre, wie ich es mir ausgemalt hatte. Kapstadt selbst und die nähere Umgebung kannte ich ja schon, insofern betrat ich nicht gänzlich Neuland. Ein ganzes Jahr dort zu leben, das war die große Herausforderung. Eng mit Kindern zusammen zu arbeiten, unter fremden Bedingungen und ganz anderen Standards wie wir sie hier in Deutschland kennen. Es sollte das bis dato größte Abenteuer meines Lebens werden!

Was ich als Freiwillige im Kinderheim mache

Die erste Woche diente zur Orientierung: Es war mehr oder weniger das typische Sightseeing-Programm inklusive Shopping und Besuch im Township. Gemeinsam mit anderen Freiwilligen, die zeitgleich mit mir ankamen, wurde ich für die Einführungswoche in einem Hostel untergebracht. Dort wurden wir auch auf das vorbereitet, was uns die kommenden Monate erwarten sollte. Nach einer Woche wurden wir schließlich unseren Projekten zugeteilt. Ich wohne direkt auf dem Campus, Tür an Tür mit den Kindern vom Waisenhaus in Durbanville. Zusammen mit etwa 30 anderen Freiwilligen, davon auch viele aus Deutschland, betreue ich hier in Tag- und Nachtschichten rund 130 Kids im Alter von 7 bis 18 Jahren.

In meinen ersten beiden Wochen der Freiwilligenarbeit konnte ich schon enorm viele Eindrücke sammeln. Während mir vor allem die Älteren anfangs mit Zurückhaltung begegneten, haben mir einige Mädchen schon sehr früh ihr Herz geöffnet. So erfuhr ich im Vier-Augen-Gespräch von ihren schwierigen Vergangenheiten, die häufig vom frühen Verlust der Eltern und Missbrauch in der Familie handelten. Jedes der Kinder trägt sein eigenes Schicksal im Herzen. Und man fragt sich, woher sie mit 16 oder weniger Jahren die Kraft aufnehmen, ihren Weg weiter so unbekümmert voran zu schreiten. Und so offen über ihr Leben mit eigentlich Wildfremden zu sprechen. Vieles dazu haben sicherlich die Betreuer im Children’s Home beigetragen – was den Stellenwert einer solchen Institution gerade in sozial schwierigen Regionen wie Südafrika nochmals unterstreicht.

Ein kurzes Fazit nach den ersten Tagen

Momentan ist Ferienzeit in Kapstadt. Ich bin immer noch am Verarbeiten der ersten Eindrücke und Bilder meiner Freiwilligenarbeit hier. In etwa einem Jahr melde ich mich aber wieder mit einem ausführlichen Fazit meines Einjahres-Aufenthalts – und ganz sicher mit der Erkenntnis, dass diese Erfahrung einfach jedem die Sichtweise erweitert und auch den Blick auf die eigenen Probleme kritischer werden lässt.

Vor einigen Tagen besuchte ich mit 3 anderen Freiwilligen die Zederberge, ein wunderbares Wandergebiet nördlich von Kapstadt.

Dies ist ein Artikel von Gina

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