Erfahrungsbericht Sprachschule

Anfang 2016 war ich im Rahmen eines Sprachurlaubs in Kapstadt, den ich mit Sprachdirekt gebucht habe. In meinem Erfahrungsbericht möchte ich nun Euch erzählen, was ich am Kap der guten Hoffnung erlebt habe. Vorab aber noch einige Worte über mich: Mein Name ist Stefanie, ich bin 35 Jahre alt und war vor zwei Monaten für einen Business-Englischkurs in Südafrika.

Klassenzimmer Sprachschule (Foto Sprachdirekt.de)

Klassenzimmer Sprachschule (Foto Sprachdirekt.de)

Vorab muss ich natürlich fairerweise zugeben, dass der Sprachkurs nicht der einzige Grund war, wieso ich unbedingt nach Südafrika wollte, denn die Landschaft und die südafrikanische Lebensweise haben mich schon immer fasziniert.

Aber zumindest ließ sich diese Reise perfekt mit Sprachferien verbinden. Letzten Endes buchte ich also einen vierwöchigen Trip nach Südafrika, wobei ich während der ersten zwei Wochen die Sprachschule in Kapstadt besuchte.

In den Tagen vorm Abflug war ich natürlich ganz schön aufregt – aber wer wäre das nicht gewesen?! Schließlich war ich für zwei Wochen bei einer Gastfamilie untergebracht, was im ersten Moment angesichts meines Alters etwas komisch klingen mag. Aber ich habe im Vorfeld alle Vor- und Nachteile abgewogen und ich dachte, dass der Pluspunkt, dauerhaft mit Einheimischen zusammenzuleben, echt groß ist. Denn gerade dadurch war die Chance, in die südafrikanische Kultur möglichst tief einzutauchen, besonders hoch.

Herzlicher Empfang von meiner Gastfamilie

Anfang Januar flog ich also von Düsseldorf über Istanbul nach Kapstadt und wusste nicht so richtig, was mich dort erwarten würde. Doch bereits kurz nach meiner Ankunft war ich extrem erleichtert, denn meine Gastfamilie machte einen richtig netten Eindruck. Sowohl Monica und Jared (meine Gasteltern) als auch Danielle und Jenny (ihre beiden 15-jährigen Zwillingstöchter) waren von der ersten Sekunde an extrem nett zu mir – da fiel mir gleich ein Stein vom Herzen! Nach meiner Ankunft am Sonntagabend haben wir uns noch etwas unterhalten, aber dann bin ich doch recht zügig und nach dem langen Flug todmüde ins Bett gefallen.

Lehrreiche und gesellige Zeit in der Sprachschule – ein Erfahrungsbericht

Am nächsten Tag musste ich dann auch schon wieder früh aufstehen, denn es stand ja der erste Tag in der Sprachschule auf dem Programm. Zu Beginn war ich zwar noch etwas zurückhaltend, da ich dort absolut gar keinen kannte, doch meine in etwa gleichaltrige Mitschülerin Carolina aus Portugal brach sofort das Eis und stellte sich mir vor. Da war ich gleich etwas überrascht, denn so schüchtern wie ich bin, hätte mich das nicht getraut, aber natürlich habe ich mich auch gefreut. Noch bevor die erste Unterrichtsstunde begann, hatte ich also schon Anschluss gefunden – besser kann es doch eigentlich gar nicht laufen, oder?!

Kurz darauf kam dann unsere Lehrerin herein und stellte sich als Mrs. Whitewater vor. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde aller Schüler begann dann auch gleich der Unterricht und ich muss sagen, dass dieser über die gesamten zwei Wochen richtig interessant war! Im Gegensatz zum heimischen Schulunterricht war, soweit ich das einschätzen kann, allen Sprachschüler die Freude und Motivation immer anzusehen! Und ich muss sagen, dass sich mein Englisch bzw. Business-Englisch während meines Sprachurlaubs merklich verbessert hat. Präsentationen auf Englisch halten, Verträge ausarbeiten oder Verhandlungen führen – das bereitet mir mittlerweile keine Probleme mehr, während ich früher z.B. vor englischen Präsentationen immer extrem nervös war.

Computerzimmer Sprachschule (Foto Sprachdirekt.de)

Computerzimmer Sprachschule (Foto Sprachdirekt.de)

Interessante Aktivitäten außerhalb des Unterrichts

Nachmittags standen dann häufig von der Schule organisierte Ausflüge auf dem Programm. Eine Safari durch das südafrikanische Hinterland, Erklimmen des Tafelbergs oder interessante Exkursionen durch Kapstadt Downtown – es war für jeden etwas dabei. Im Rahmen dieser Exkursionen haben wir uns Sprachschüler auch super verstanden und uns mit der Zeit immer besser kennengelernt. Mit Carolina bin ich übrigens noch immer in Kontakt, was mich besonders freut! Am Abend sind wir dann oftmals – auch wenn ich das in Deutschland in meinem Alter eigentlich gar nicht mehr so ausschweifend mache – durch die Pubs gezogen und hatten unglaublich viel Spaß.

An den Wochenenden war ich mit meiner Gastfamilie unterwegs, die mich zu einigen interessanten Orten mitnahm, die vermutlich wirklich nur Einheimische kennen. Alleine deshalb hat sich die Entscheidung für eine Gastfamilie schon rentiert! Ich kann wirklich jedem, der einen Sprachkurs im Ausland besucht, diese Art der Unterkunft ans Herz legen, denn dadurch kommt man praktisch rund um die Uhr mit der jeweiligen Fremdsprachen in Berührung.

Trauriger Abschied

Nach zwei Wochen hieß es dann aber leider auch schon wieder Abschied nehmen von meinen Klassenkameraden, meiner Gastfamilie und der Sprachschule. Somit trat ich auch mit etwas Wehmut meine darauffolgende zweiwöchige Rundreise durch Südafrika an, ehe es wieder zurück nach Deutschland ging.

Abschließend möchte ich betonen, dass mir mein Sprachurlaub in Kapstadt wirklich geholfen hat, mein Englisch zu verbessern. Ich hatte dort eine unglaublich tolle Zeit und habe viele nette Leute kennengelernt. Kurzum: Ich kann Sprachferien mit Sprachdirekt wirklich jedem empfehlen!

Vielen Dank für euer Interesse an meinem Erfahrungsericht und auch an Virginia Haschke von Sprachdirekt, die mich von Anfang an super betreut hat und bei Rückfragen immer sehr schnell reagiert hat!

Südafrika Reiseangebot

Stefanie M.

Ein weiterführender Artikel, der sich auch mit dem Thema Sprachschule befaßt:

5 Varianten, um günstig Englisch zu lernen

1) Freiwilliges Soziales Jahr

Fremde Kulturen kennen lernen, das Ausland bereisen, die eigene Persönlichkeit weiterentwickeln, einige Gründe für einen Freiwilligendienst. Ein willkommener Nebeneffekt ist natürlich das Erlernen der englischen Sprache, wenn man sich in einem Land wie Südafrika befindet. Für Studenten ist die Tatsache, daß viele der Freiwilligendienste vergütet werden, ein wichtiger Entscheidungsgrund. Ein Großteil der FSJler arbeitet dann in sozialen Einrichtungen, entweder Schulen oder Kinderheimen. Berücksichtigt werden muß jedoch die lange Planungs- und Vorlaufzeit, um solch ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren zu können. Wer kurzfristig auf die Idee kommt, auf diese Art und Weise Weise ins ausland zu gehen, wird kaum Erfolgt haben. Außerdem gibt es im Regelfall nur eine starre Laufzeit von 12 Monaten, die nicht geändert werden kann.

2) Praktikum

Eine echt gute Idee ist, praktische Erfahrungen im Berufsalltag im Ausland zu erwerben. Man erlernt quasi nebenbei Englisch, wenn man mit seinen Kollegen kommuniziert und erste Arbeiten erledigt.Leider ist es äußerst schwierig, überhaupt eine Praktikumsstelle in Südafrika zu bekommen. Diese Kultur der Praktika ist nicht so üblich wie in Deutschland und wird daher nur von wenigen Unternehmen angeboten. Eine Direktbewerbung bei einem südafrikanischen Unternehmen ist aussichtslos, es verbleiben also nur Vermittlungsagenturen, persönliche Kontakte und der Umweg über ein deutsches Mutterunternehmen. Es ist per Gesetz verboten, Praktikanten in Südafrika ein Gehalt zu zahlen. Weiterhin ist die Lage bzgl. des benötigten Visums äußerst diffus. Im Moment werden kaum Visa für Praktika ausgestellt, da es in der jüngeren Vergangenheit diverse Mißbrauchsfälle gab.

3) Volunteer-Organisation

Dies ist vergleichbar mit Freiwilligendiensten, wird aber von südafrikanischen Organisationen angeboten. Der größte Unterschied zum FSJ ist der, daß sich die Programme selbst finanzieren müssen. Viele sind im Bereich der Community – Arbeit tätig, unterstützen also beim Aufbau einer dörflichen Infrastruktur, im Gartenbau oder desgleichen. Andere Programme bieten Arbeiten im Wildtierschutz oder bei der Bekämpfung von nichteinheimischen Pflanzen an. Südafrikaner können diese Volunteerprogramme für sehr wenig Geld absolvieren, wohingegen ausländische Studenten die Organisationen mit 500 bis 1000 Euro im Moment unterstützen müssen, d.h. Gebühren bezahlen. Da bei diesen Programmen die Teilnehmer aus vielen Ländern teilnehmen, ist die Verkehrssprache Englisch. Im Vergleich zu Sprachschulen ist diese Option um etwa die Hälfte günstiger, wohingegenen der Lerneffekt identisch ist. Wie bei Srachschulen kann man diese Volunteer – Kurse relativ kurzfristig in individueller Länge buchen.

Auszug aus einem verlinkten Artikel: Was ich als Freiwillige im Kinderheim mache

Die erste Woche diente zur Orientierung: Es war mehr oder weniger das typische Sightseeing-Programm inklusive Shopping und Besuch im Township. Gemeinsam mit anderen Freiwilligen, die zeitgleich mit mir ankamen, wurde ich für die Einführungswoche in einem Hostel untergebracht. Dort wurden wir auch auf das vorbereitet, was uns die kommenden Monate erwarten sollte. Nach einer Woche wurden wir schließlich unseren Projekten zugeteilt. Ich wohne direkt auf dem Campus, Tür an Tür mit den Kindern vom Waisenhaus in Durbanville. Zusammen mit etwa 30 anderen Freiwilligen, davon auch viele aus Deutschland, betreue ich hier in Tag- und Nachtschichten rund 130 Kids im Alter von 7 bis 18 Jahren.

In meinen ersten beiden Wochen der Freiwilligenarbeit konnte ich schon enorm viele Eindrücke sammeln. Während mir vor allem die Älteren anfangs mit Zurückhaltung begegneten, haben mir einige Mädchen schon sehr früh ihr Herz geöffnet. So erfuhr ich im Vier-Augen-Gespräch von ihren schwierigen Vergangenheiten, die häufig vom frühen Verlust der Eltern und Missbrauch in der Familie handelten. Jedes der Kinder trägt sein eigenes Schicksal im Herzen. Und man fragt sich, woher sie mit 16 oder weniger Jahren die Kraft aufnehmen, ihren Weg weiter so unbekümmert voran zu schreiten. Und so offen über ihr Leben mit eigentlich Wildfremden zu sprechen. Vieles dazu haben sicherlich die Betreuer im Children’s Home beigetragen – was den Stellenwert einer solchen Institution gerade in sozial schwierigen Regionen wie Südafrika nochmals unterstreicht.

4) Herumreisen in Südafrika

Südafrika und Nachbarländer bereisen und dabei Englisch lernen, das geht. Es gibt genügend englischsprachige Tourveranstalter, die Rundreisen anbieten. Die preisgünstigste Variante sind Camping – Overlandtouren. Natürlich muß man hier Geld in die Hand nehmen, aber am Ende kennt man das Land und hat trotzdem noch sein Englisch verbessert. Bei den meisten Touren ist ein guter Mix aus Australiern, Neuseeländern, Amerikanern, Holländern und Deutschen dabei. Somit kann man den ganzen Tag seine Sprachkenntnisse vervollkommnen. Die Touren kosten etwa 80 Euro am Tag, hängt man davor noch einige preiswerte Tage in einem Backpacker ohne Aktivitäten dran, kommt man bei einer 20 Tagestour und 10 Tagen in einem Backpacker auf etwa 2.000 Euro.

5) Englischlehrer vor Ort

Alternativ zu einer Buchung bei einer Sprachschule bietet sich der Unterricht bei einem Sprachlehrer an. Am besten reist man einfach nach Kapstadt und nächtigt dort für die erste Zeit in einem Backpacker. Den Englischlehrer findet man am einfachsten über die Homepage „Gumtree“. Es gibt genügend Lehrer vor Ort. Einfach sich mit einem Sprachlehrer verabreden und dann schauen, ob es paßt. Am besten sollte man dann bei der Familie des Sprachlehrers leben, um wirklich sehr schnell sein Englisch zu verbessern. Die Angestellten im Backpacker helfen auch bei der Suche nach einem Lehrer.

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