Mit Kapstadt habe ich mich im Herbst 2005 das erste Mal beschäftigt. Gewusst hatte ich vorher fast nichts von dieser Ecke der Welt. Einige Monate Sprachschule später konnte ich mich wenigstens in Englisch artikulieren. Jetzt spreche ich fließend die Sprache, jedoch mit südafrikanischen Einschlag.
Die damaligen Monate vor und nach dem Sprachkurs zähle ich zu den schönsten Monaten meines Lebens. Als Ergänzung zum stupiden Lernen in der Klasse bin ich immer wieder der Stadt entflohen und durch die ganze Region gereist. Auf meinem T-Shirt sind Aufkleber von 9 afrikanischen Ländern, welche ich bereist habe. 30 000 km auf Achse. Irgendwann Ende 2009 bin ich auf die Idee gekommen, einige meiner Erlebnisse niederzuschreiben. Werbung für Afrika, für Länder wie Namibia, Mozambik oder Botswana. Irgendwann verspürte ich leichte Suchtgefühle beim Formulieren der Artikel. Das Schreiben erinnerte mich wieder an diverse Orte. Geniale Zeiten.
Nachdem ich mich etwas mehr mit dem Thema im Internet beschäftigt habe, stellte ich fest, dass es zwar viele Reiseinformationen gibt, aber meistens nur Werbe – Blabla. Mein selbst gestelltes Ziel ist es jetzt, so eine Art Wikipedia für den Afrikareisenden zu kreieren. Von einer Grobrecherche, sagen wir mal Garden Route, landet er dann bei der Beschreibung des Austernfestivals in Knysna. Oder der Urlauber will nach dem Lagunenbesuch dann ostwärts reisen und findet über diesen Blog dann in der Transkei die genialste Lodge an einer Flussmündung. Davor übernachtete er in Grahamstown, einer richtig englischen Stadt, welche damals an der Grenze zum Xhosa – Stammesgebiet erbaut wurde. So kann jeder sich seinen Urlaub selbst zusammenstellen.
Wer keine Lust hat, jede Unterkunft selbst zu buchen, findet örtliche Pauschalanbieter. Außer dem unguten Gefühl, sich auf jemand Unbekannten im fernen Afrika zu verlassen, sehe ich keinen Grund,
warum ein Deutscher nicht direkt vor Ort eine Rundreise buchen soll. Solange man nur einen kleinen Betrag anzahlt und den Rest dann nach Ankunft übergibt, besteht kein größeres Risiko. Und das Entscheidende: Man kann beträchtliche Beträge sparen. Wenn ich die Preise der meisten Anbieter sehe, Wahnsinn. Ein Südafrikaner macht auch Urlaub. Und er verdient im Schnitt weniger als 1000 Euro im Monat. Somit muss es auch Möglichkeiten geben, diese fantastischen Länder zu vertretbaren Preisen bereisen zu können. Dies gibt es und ich werde es peu a peu hier vorstellen. Es kostet nur Zeit.
Für mich ist der Blog just for fun (Jedenfalls im Moment. Wenn es eine Erfolgsgeschichte wird, dann schaun wir mal weiter).

Deutsch