Ein Tag in .. Inhambane (Mozambik)

 

Inhambane

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Die Provinz Inhambane in Mozambik nennt sich die Provinz der Millionen Kokospalmen. Hier reihen sich endlose Palmenhaine aneinander, die

Mozambik

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die wirtschaftliche Grundlage der Bewohner bilden. Aus den Kokosnüssen wird Cobra, das Kokosnussfleisch, geerntet. Im 15. Jahrhundert wurde die Stadt von portugiesischen Jesuiten als Missionsstation gegründet. Davor war der Ort jedoch schon eine Handelstation der Araber, die hier mit ihren Dhows anliefen. In den nächsten Jahrhunderten entwickelte sich Inhambane immer mehr zu einem Umschlagplatz für Elfenbein. Später kam auch der Sklavenhandel hinzu. Von hier wurden Tausende von Einheimischen in die amerikanischen Kolonien gebracht. Im 20. Jh. wurden von hier billige Arbeitskräfte für die südafrikanischen Minen eingeschifft und nach Lourenco Marques gebracht. Ab dort ging die Reise mit der Bahn weiter. In den letzten 50 Jahren setzte der Niedergang des Ortes ein, der heute an allen Ecken und Enden erkennbar ist.

Inhambane in Mozambik liegt auf der Inhambane – Halbinsel, getrennt von der Schwesterstadt Maxixe durch eine Bucht. Von Maputo, der Haupstadt Mozambiks, fahren in regelmäßigen Abständen Busse nach Maxixe, die nur grundlegenden Sicherheitsanforderungen entsprechen. Von Maxixe muss man dann über die

Inhambane

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Bucht übersetzen. Die kurze Fahrt ist bereits ein Abenteuer, da die Boote meistens überfüllt sind und außerdem als Seelenverkäufer bezeichnet werden können. Der erste Eindruck von Inhambane vom Wasser aus ist nicht schlecht. Die Stadtsilhouette versprüht Kolonialcharme. Das Pier, welches total heruntergekommen ist, weist aber sofort darauf hin, dass die Stadt schon bessere Tage hinter sich hatte. Die Uferpromenade ist jedoch echt schön. Wenn dann noch eine kühle Meeresbrise weht, ist es ein Vergnügen, hier entlang zu gehen. Und wenn man dann noch Dhows erblickt, fühlt man sich in vergangene Zeiten versetzt. Ein Spaziergang durch die Gassen der Altstadt sollte man nicht auslassen. Es sind weniger einzelne Gebäude, die erwähnenswert sind, sondern die Altstadt in ihrer Gesamtheit ist ein Erlebnis. Man spürt hier den arabischen, indischen und portugiesischen Einfluss. Die katholische Kirche mit Wehrturm soll nur hier erwähnt werden.

MaxixeDie meisten Touristen sind jedoch nur auf der Durchreise zu den langen Sandstränden der Inhambane –Halbinsel. In Praia da Torfo und Ponta de Barra finden sich eine Vielzahl von Unterkünften. Es gibt hier preiswerte Backpacker wie „Fatimas Nest“ als auch teure Hotelressorts. In den Orten hier herrscht noch eine richtige Aussteigeridylle: Es finden sich hier Weltenbummler aus aller Herren Länder ein. Barra ist Anlandungspunkt der Kreuzfahrtschiffe aus Südafrika. Am frühen Morgen werden Tausende Kreuzfahrer mit kleinen Schlauchboten an Land gebracht, wo sie dann unter langen Palmenstränden ein Picknick absolvieren.

Ein absolutes Highlight in dieser Region ist das Tauchen mit Walhaien. Die bis zu 15 m langen Meeressäuger können bei einer Meeressafari beobachtet werden. Dazu fährt man mit Schnellbooten auf das Meer. Wenn solch ein Wal erblickt wird, geht man dann mit Schnorchelausrüstung ins Wasser und taucht bis auf einige Handlängen an den Tieren vorbei. Ein unvergessliches Erlebnis.

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