Drei empfehlenswerte Museen in Kapstadt

Robben Island

Robben Island

Ich selbst zähle mich nicht zu den Personen, die in alle Museen einer Stadt rennen müssen. Wenn ich dann doch mal in ein Museum gehe, handelt es sich meist um ein Museum, das geschichtliche Themen behandelt, entweder von der Stadt oder dem Land, wo ich mich gerade aufhalte. Kapstadt hat als Touristenstadt diverse Museen, die in der kalten Jahreszeit eine Möglichkeit der Freizeitgestaltung sind. Von den etwa 2 Dutzend Orten möchte ich folgende 3 Museen etwas näher vorstellen, die man nicht verpassen sollte.

Iziko Slave Lodge Museum

In unmittelbarer Nähe zum Companies Garden befindet sich diese Lodge. Der Name ist irreführend, denn eigentlich war dieses Gebäude der Sammelort, wo Sklaven vor ihrem Verkauf untergebracht wurden. Zwischen 1679 und 18911 wurden fast 10.000 Sklaven aus afrikanischen und asiatischen Kolonien nach Kapstadt gebracht. Die Wirtschaft der Kaprepublik basierte auf der Sklavenwirtschaft. Mit dem Übernahme der Kapkolonie durch dien Engländer änderte sich dies. Der Sklavenhandel und Sklavenbesitz wurde verboten.Viele freigelassene Sklaven siedelten sich im Viertel Bo-Kaap an. Dieses Verbot war eines der entscheidenden Gründe, dass sich die Buren auf ihren großen Marsch ins Landesinnere aufmachten, dem Großen Treck. Dort konnten sie ihre bisherige Lebensweise beibehalten. In der Slave Lodge wird die Geschichte des Sklavenhandels dargestellt, von den Herkunftsorten der Sklaven über den Transport bis zum Verkauf und dem späteren Leben hier in Kapstadt. Das Museum ist modern gestaltet und echt einen Besuch wert.

Südafrika Reiseangebot

District Six Museum

Auch dieses Museum befaßt sich mit der Geschichte des Landes bzw. der Stadt Kapstadt. District Six war ein Stadtteil, der von den weißen Machthabern im Rahmen der Umsetzung der Apartheidpolitik abgerissen wurde. In den 1960er Jahren wurde eine Politik der getrennten Entwicklung verfolgt. Jede Rasse sollte in gesonderten Gebieten leben. In deren Folge wurde viele Coloureds und Schwarze aus ihrer angestammten Heimat vertrieben und in festgelegte Wohngebiete zwangsumgesiedelt. Die etwa 60.000 Bewohner des District Six wurden gezwungen, in den Townships der Cape Flats zu leben. Nach weltweiten und nationalen Protesten wagte die südafrikanische Regierung nach der Zerstörung des Stadtteils jedoch nicht den Wiederaufbau für die weiße Bevölkerung. Ein Großteil des Gebietes ist seit 40 Jahren Brachland. Im Museum werden das Leben und der Alltag der Coloureds in ihrem Viertel dargestellt. Viele Fotos zeigen ein unbeschwertes Leben vor der Zwangsumsiedlung. Der Besuch erzeugt ein bedrückendes Gefühl.

Robben Island Museum

Fast jedem Leser ist der Name Robben Island bekannt: Hier wurden Nelson Mandela und die wichtigsten ANC – Politiker jahrzehntelang eingesperrt. Touristen starten mit der Robben Island Fähre von der Waterfront und erreichen nach etwa 30 Minuten die Insel. Nach einer Rundfahrt über die Insel wird die Gefängnisbaracke besichtigt, wo Nelson Mandela eingekerkert war. Ehemalige Insassen erzählen von der damaligen Zeit. Eintrittskarten für den Besuch der Insel sollte man vorher bestellen, da es in der Hochsaison oft ausgebucht ist. Robben Island liegt inmitten der Tafelbucht. Von hier hat man einen wunderschönen Blick auf den Tafelberg.

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