Der Fliegende Holländer

Geisterschiff

Fliegender Holländer – wie er aussehen könnte

Die Sage vom Fliegenden Holländer (Flying Dutchman) dürfte vielen Lesern bekannt sein. Hierbei handelt es sich um den Kapitän eines Segelschiffs, der aufgrund eines Fluches dazu verdammt ist, mit dem Schiff auf Ewigkeit als Untoter auf den Weltmeeren herumzuirren. Der genaue Ursprung der Legende ist nicht bekannt, die ersten Überlieferungen wurden im 17. Jahrhundert niedergeschrieben. Als Ort der Handlung werden diverse Meere aufgeführt, eine davon spielt am Kap der guten Hoffnung. In der Oper „ Der Fliegende Holländer“ griff Richard Wagner den Sagenstoff auf.

Um das Kap der guten Hoffnung segeln

Kapstadt wurde von den Niederländern 1652 als Versorgungsbasis für ihren Seehandel mit den Kolonien in Asien gegründet. Hier konnten sie Verpflegung und Wasser für ihre lange Reise durch den Indischen Ozean aufnehmen. Außerdem fanden die Segelschiffe in der Tafelbucht Schutz vor den alljährlichen Stürmen (South Easter), die in den Sommermonaten vorherrschten. Hunderte Segelschiffe liegen auf dem Boden der Gewässer um das Kap der guten Hoffnung, die trotzdem Opfer der brutalen Wetterbedingungen wurden. Die Küste der Kaphalbinsel ist an vielen Stellen felsig, Richtung Strand getriebene Segelschiffe liefen auf diese Felsen auf und sanken.

Vor dem Kap der guten Hoffnung treffen sich der kalte Benguelastrom und der warme Agulhasstrom und erzeugen aufgrund ihrer großen Differenzen der Wassertemperaturen hohe Wellen und starke Strömungen, die ebenfalls vielen Seglern zum Verhängnis wurden. Östlich des Kap der guten Hoffnung liegt die False Bay (Falsche Bucht), die damals von vielen Ostindienseglern irrtümlich als Atlantik angesehen wurde und nun zur Falle wurde. Mit dem Ende der niederländischen Vorherrschaft am Kap 1806 wurde die Sage vom Fliegenden Holländer immer häufiger in diese Region angesiedelt.

Die Geschichte des Fliegenden Holländer

Ein holländischer Kapitän wollte auf dem Weg zu den niederländischen Gewürzinseln das Kap der guten Hoffnung umsegeln. Wie schon vielen Seglern zuvor erwarteten ihn und die Mannschaft starke Stürme, Strömungen und hohe Wellen. Seine Mannschaft war bereits völlig erschöpft, doch der Kapitän wollte das Kap unbedingt passieren. Als er realisierte, dass sein Vorhaben im Moment nicht auszuführen sei, fluchte er wie ein Verrückter und betrieb schreckliche Gotteslästerung.

Südafrika Reiseangebot

Selbst wenn sie die Hilfe des Teufels benötigen und es bis zum Jüngsten Tage dauern würde, die Umseglung des Kap der guten Hoffnung würde jetzt nicht unterbrochen werden, so der Kapitän an seine Mannschaft. Laut dem Sagenstoff traf ein Blitz den Kapitän und seine Mannschaft. Ab diesem Zeitpunkt war die Besatzung weder tot noch lebendig, sie befuhren als Untote bzw. Wesen aus der Geisterwelt alle Weltmeere.

Begegnungen mit dem Fliegenden Holländer

Im Laufe der Jahre berichteten immer wieder Seeleute von der Sichtung eines Segelschiffes, was als Gespensterschiff die Meere befuhr. Durch ständig wiederkehrende Berichte breitete sich diese Legende rasend schnell aus. Eine der vielen Erklärungsversuche ist die Existenz von Phantomschiffen, die durch Luftspiegelungen entstehen. Das Abbild eines reellen Segelschiffes wird hierbei über den Horizont hinaus verzerrt projektiert.

Die Betrachter können ein Schiff erblicken, welches sich je nach Betrachtungswinkel scheinbar buchstäblich in Luft auflöst. Zu Zeiten der Segelschifffahrt rafften auch vielmals Seuchen die komplette Besatzung dahin. Diese betroffenen Segelschiffe fuhren teilweise monatelang ohne Besatzung weiterhin die Meere, bis sie sanken oder auf den Grund liefen. Das Zusammentreffen mit solchen herrenlosen Seglern verstärkte ebenfalls die Legende vom Fliegenden Holländer.

Kap der Guten Hoffnung

Kap der Guten Hoffnung

Das Kap der guten Hoffnung wird jedenfalls für immer mit diesem Sagenstoff in Verbindung gebracht werden.

Similar Posts:

Nutzer, die hier her fanden, suchten auch:

der fliegende Holländer kapstadt | steckbrief fliegender holländer | 

Diesen Beitrag weitersagen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.