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In Reiseführern wird immer von der extremen Kriminalität in Südafrika gewarnt. Das Land soll eine der höchsten Mordraten auf der Welt haben, die Einheimischen verbarrikadieren sich in ihren Wohnanlagen und Touristen sind immer wieder Opfer von Raubüberfällen.
Ist das also die Realität in Südafrika und Kapstadt oder sind es nur Vorurteile?
Ohne Zweifel ist Südafrika in dieser Hinsicht nicht mit Deutschland vergleichbar. Die Sicherheitslage ist aber auch nicht so dramatisch, wie es in den Medien immer dargestellt wird. Man muss sich nur einmal vergegenwärtigen, dass Südafrika das Land der Extreme ist, Dritte Welt Land, aber auch Industriestaat. Hier sind die nationalen Wohlstandsgegensätze am größten in der Welt [...]
Der Kapstädter Flughafen ist der zweitgrößte Flughafen des Landes und befindet sich ungefähr 20 Kilometer östlich des Stadtzentrums. Wenn es nicht gerade Rush Hour ist, benötigt man etwa 20 Minuten mit dem Auto für die Strecke. Aufgrund des rasanten Wachstums der Stadt ist der Flughafen jetzt von Wohn – und Gewerbegebieten umgeben. Der Anflug über die Stadt ist bereits ein Erlebnis, wenn man den Tafelberg als alles überragendes Plateau erkennt. Manchmal müssen die Piloten eine Schleife über Kapstadt drehen. Als Passagier bekommt man dann einen kostenlosen Rundflug über die Stadt.
Kurz vor der Fußball – WM im Jahre 2010 in Südafrika wurde der Flughafen komplett modernisiert. Das Fluggastaufkommen beträgt ungefähr 6 Millionen Passagiere im Jahr. Die Kapazitäten reichen für bis zu 14 Millionen Passagiere. Es gibt 2 getrennte Terminalbereiche, einer ist für nationale Flüge, der andere für internationale Verbindungen. Der Foodbereich mit zahlreichen Restaurants und Fastfood – Ketten ist so günstig angeordnet, dass man beim Essen dem Start der Flugzeuge zusehen kann. Immer mehr Kapstädter absolvieren daher einen Sonntagsausflug zum Flughafen, um dort zu essen und dabei Flugzeuge zu beobachten. In den verschiedenen Terminals finden sich zahlreiche Wechselstuben und Geldautomaten. Jeder Tourist kann die lokale Währung problemlos und preiswert an den Geldautomaten (ATM) abheben. Der maximale Betrag pro Tag beträgt je nach Bank 4.000 Rand (400 €) [...]
Wer etwas länger in Kapstadt bleiben will, sei es als Student, Praktikant oder Volunteer, möchte sich vorher schon etwas über die verschiedenen Stadtteile informieren. Da es dazu relativ wenig Info im Internet gibt, habe ich mal damit angefangen. Da ich selbst nicht alle Wohnbezirke so im Detail kenne, habe ich mich erstmal auf die bekanntesten Ecken von Kapstadt konzentriert.
Da wären erstmal die Orte an der Atlantikseite, also Sea Point & Green Point, wo ich wohne. Im Süden schließen sich dann die nobleren Stadtteile Clifton und Camps Bay an, wo vorrangig Touristen nächtigen. Im Norden gibt es noch Bloubergstrand, auch ein schöner Wohnbezirk. Zentral gelegen sind Bo-Kaap und Observatory, das Studentenviertel. Den City District habe ich noch nicht gesondert beschrieben, genauso nicht Gardens.
Auch keine schlechte Gegend, um zu wohnen, sind die Stadtteile an der False Bay, Muizenberg und Simons Town. Und bei Strand ist der Name Programm.
Volunteers, welche das harte Leben der Locals kennen lernen wollte, können in den Townships von Khayelitsha und Mitchell’s Plain wohnen.
Die Gegenüberstellung aller Plus – und Minuspunkte für jeden Stadtteil gib es hier [...]
Seit der Fußball WM hat sich auf Kapstadts Straßen in Bezug auf öffentlichen Nahverkehr etwas zum Besseren gewandelt. Die Mehrzahl der fahrenden Minibusse entspricht jetzt den Qualitätsanforderungen eines Europäers. Zwischen Sea Point und der Waterfront verkehren entlang der Beach Road im 15 Minuten Rhythmus Linienbusse, die keinen Vergleich mit deutschen Stadtbussen scheuen müssen. Die Busse starten mit Sonnenaufgang und operieren bis gegen 23 Uhr.
Der große Vorteil ist, dass sie direkt an die Waterfront fahren, die Minibusse halten an der Main Road ca. 500 m entfernt. Komischerweise ist der Zuspruch bei den Fahrgästen noch nicht sehr hoch. Wahrscheinlich hat dies mehrere Gründe, u. a. der etwas höhere Fahrpreis gegenüber Minibussen, die Taktfolge von 15 Min und der Vorbehalt von großen Teilen der Kapstädter Bevölkerung gegenüber Bussen [...]
Mitnahme Geld bzw. Euroschecks etc.
Wir empfehlen die Mitnahme sowohl einer EC-Karte und einer Kreditkarte, falls die Geldautomaten ( ATM ) eine Karte nicht akzeptieren. Als Reserve reichen 200 € Bargeld. Irgendwelche Reisechecks sind nur unnötig teuer und außerdem aufwendig einzutauschen. Geldautomaten gibt es praktisch an jeder Ecke und das Abheben kosten nur minimal.
Flug
Die einfachste Methode der Flugbuchung ist mittels einer der zahlreichen Internetanbieter. Unterschiede gibt es kaum. Prinzipiell gibt es die Möglichkeiten, über den Heimatflughafen der jeweiligen Airline direkt nach Kapstadt zu fliegen oder auch noch den Umweg über Johannesburg zu nehmen. Als preiswerte Anbieter erweisen sich meistens die arabischen Fluglinien und die türkische Fluggesellschaft. Mit etwas Glück bekommt man den Flug für 600 €. Eine interessante Alternative ist die Nutzung der namibischen Airline, nicht so in Bezug auf Komfort oder Zeitdauer, aber auf Erlebniswert. Es wird sowohl in Windhoek als auch in Walvis Bay zwischengelandet. Zwischen letzteren Orten fliegt man so niedrig, dass man die Namibwüste in voller Pracht [...]

Ein Auslandssemester in Kapstadt ist natürlich eine schöne Variante, die Zeit hier zu verbringen. Dummerweise sind die Gebühren für alle Studenten, auch die einheimischen, ganz schön happig. Wer aber nicht an dieser Hürde scheitert, sollte es sich ernsthaft überlegen.
UCT
Studierende: 23.500 , davon 15.800 „Undergraduates“ und 6.700 „Postgraduates“
Fakultäten: Humanities, Science, Engineering & the Built Environment, Health Sciences, Commerce, Law [...]

Wenn man mehrere Monate in Kapstadt verbringen will, schadet es nichts, wenn man schon mal vorab weis, was auf einem essenstechnisch zu kommt. Ich schreibe hier nicht über all die Spezialitäten, welche man in den Restaurants kaufen. Hier geht es um die Alltagskost, welche die Südafrikaner jeden Tag zu sich nehmen. Dies ist dahingehend interessant, dass man bei Homestay dieses Essen jeden Tag zu sich nehmen darf .
Beginnen wir bei dem Frühstück. Standard ist löslicher Kaffee mit 3-4 Löffeln Zucker pro Tasse. Alles darunter ist einem Einheimischen suspekt. Alternativ gibt es noch Tee. Müsli mit Milch ist immer eine Option, wird bei jeder Familie angeboten. Ist man kein Fan dieses Essens, bleibt man die Toastvariante. Es handelt sich hier stets um den labbrigen Einfachtoast, [...]

Wie bereits erwähnt, ist das öffentliche Transportsystem in Kapstadt nur rudimentär vorhanden. Wohnt man in einem der äußeren Stadtteile oder muß man öfters abends oder nachts unterwegs sein, ist man auf ein Auto angewiesen.
Prinzipiell kann man sich dann zwischen 2 Optionen entscheiden :
Automiete
Ist man weniger als 3 Monate vor Ort, lohnt es nicht den Aufwand, ein Auto zu kaufen und wieder zu [...]

Versicherung
Die einzigste Versicherung, welche definitiv empfohlen wird, ist die Krankenversicherung. Die medizinische Versorgung in Kapstadt ist auf europäischen Niveau, aber nur für Leute mit Geld. Man muß die komplette Behandlung vorab zahlen, bekommt das Geld bei entsprechender Versicherung aber zurück. Eine günstige Versicherung ist über den ADAC zu bekommen, ansonsten bieten es viele Anbieter in einem Bereich von ca. 50 € / Monat an.
Englisch
In Kapstadt sprechen die meisten perfektes Englisch. Viele der jüngeren Leute waren sogar einige Jahre in England, man lernt hier also eine Art British English mit südafrikanischen Einschlag. Es leben hier auch viele Südafrikaner mit britischen Pässen, welche oft von Verwandten besucht werden. Engländer stellen das größte Besucherkontingent, vor den Deutschen. Afrikaans spricht auch fast jeder, entweder als Muttersprache oder als Verkehrssprache. In den Geschäften und Restaurants wird man immer auf Englisch angesprochen . [...]

Einen typischen weißen Südafrikaner dazu bewegen, ein öffentliches Verkehrsmittel zu nutzen, ist ziemlich aussichtslos. Wer Geld hat, fährt Auto. Ohne Ausnahme.
Welche Möglichkeiten der Fortbewegung gibt es also für einen Besucher insbesondere in Kapstadt?
Minibus, Linienbus, Bahn, Taxi oder doch ein eigenes Auto
Minibusse sind das gängiste und preiswerteste Fortbewegungsmittel. In der Regel fahren sie zwischen 6 Uhr und 20 Uhr. Aber auch später sind noch Wagen im Einsatz, die Wartezeiten sind jedoch bedeutend länger. Zentraler Startpunkt aller Minibuslinien ist der Busbahnhof neben dem Bahnhof in der Innenstadt. Von dort aus gehen die Linien in alle Himmelsrichtungen. Es bedeutet jedoch, dass es keine durchgängige Verbindung gibt, wenn man z.B. aus einem nördlichen Stadtteil in einen südlichen fahren will. Fahrtbeginn ist immer, wenn eine bestimmte Anzahl Passagiere da sind, abhängig von der Linie kann dies Vollbesetzung oder auch nur Belegung mit 2 Personen sein. Unterwegs hält der Fahrer überall, wo Leute durch ein Zeichen angeben, mitfahren zu wollen. Auf der Atlantikseite fahren fast alle Minibusse auf der Main Road entlang, die meisten bis zum Ende von Sea Point, ein Teil aber auch bis Camps Bay. Die Fahrer sind berüchtigt für ihren Fahrstil, welcher echt krass ist, komischerweise kommt es jedoch fast nie zu Unfällen. [...]
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