Der Stadtteil “Bo-Kaap” liegt zu Füssen des Signal Hill und westlich der City Bowl von Kapstadt. Im Norden wird das Gebiet von der Buitengracht Street begrenzt. Bekannter ist der Ort unter dem Namen „ Malaienviertel / Malay Quarter” bzw. “Cape Muslim Quarter”. Das Wohngebiet ist eins der ältesten in Kapstadt und sticht durch bunt bemalte Häuser mit kleinen engen Gassen hervor. Die Bewohner des Malaienviertels sind Nachfahren der im 17. und 18. Jahrhundert von der Holländisch-Ostindischen Handelskompanie aus Indonesien, Sri Lanka, Indien und Malaysia verschleppten Sklaven.
Seit 1780 ließen sich hier freigelassene Sklaven und deren Nachkommen nieder. Allgemein bekannt sind sie unter dem Namen Kap-Malaien bzw. Kap-Muslime. Vorherrschende Religion der Anwohner ist, wie der Name schon sagt, der Islam. In der Vergangenheit wurde hier auch ein spezieller Afrikaans-Dialekt gesprochen, welcher aber heute durch das Englisch stark erodiert ist.
Über das gesamte Viertel verteilt findet man 10 Moscheen. Südafrikas erste offizielle Mosche mit Namen ,„Auwal“, gegründet 1795, findet man in der Dorp Street. Die Minarette der Moscheen verleihen dem Gebiet eine orientalische Atmosphäre. Nach dem Abriß des „District Six“ Viertels durch die südafrikanische Apartheidregierung haben die Anwohner noch mehr Wert auf die Pflege ihrer Identität, Geschichte, Kultur und Religion gelegt.
Für Touristen am augenscheinlichsten geschieht dies jährlich im Januar während des Coon – Carnival. Dieser Straßenumzug wird ausschließlich von Coloured Gruppen durchgeführt. Die Teilnehmer kleiden sich in bunte Kostüme und unter lauter Musik geht der Zug durch die Innenstadt. Wer Anfang Januar in Kapstadt ist, darf das Spektakel unter keinen Umständen verpassen.
Wer die Geschichte der Kapmalaien etwas genauer kennenlernen möchte, kann dies im Bo-Kaap Museum bekommen. Außerdem bietet sich eine Führung mit einen Einheimischen an, wenn man wirklich Interesse an deren Kultur hat.
Apropos Kultur. Ein Betrag der Kap-Malaien zur Regenbogengesellschaft Südafrika ist deren Küche. Jeder sollte eine Delikatesse wie Biryani in einem der typischen Cape Malay Restaurants probieren.
Oberhalb des Bo-Kaap am Signal Hill befindet sich die High Noon Gun, welche jeder Tag um 12 Uhr einen Kanonenschuß abgibt.
Im Bo-Kaap wurden einige der Wohnhäuser zu kleinen Pensionen umgewandelt. Hier können Touristen in einem geschichtsträchtigen Umfeld wohnen. Neben der zentralen Lage ( 10 Minuten zu Fuß bis zum Stadtzentrum ) gilt dieses Viertel als auch sicher. Außerdem gibt es hier keine Bettenburgen, die meisten Guest Houses haben nur max. 4 Zimmer.


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[...] Bo Kaap ist der durch die bunten Häuser bekannte Stadtteil zu Füssen des Signal Hill, wo sich die freigelassenen ehemaligen Sklaven niederließen. Thema des Viertels ist die Geschichte des Viertels und seiner Bewohner. Der Eintritt beträgt 10 Rand. [...]
[...] Bo Kaap [...]