Besondere Wetterphänomene in Kapstadt

Cape Doctor

Cape Doctor

Kapstadt liegt zwar auf dem afrikanischen Kontinent, hat aber nicht viel gemein mit dem Wetter, das wir für eine afrikanische Stadt erwarten. Hier gibt es eine deutliche Teilung in Sommer und Winter, die viele Besucher überrascht. Im Winter kann es richtig kalt werden und dazu ohne Unterbrechung tagelang regnen, wohingegen die Sommertage richtig heiß werden.

Plötzlicher Nebel an einem Sonnentag – das Wetter spielt verrückt

Kapstadt hat den großen Vorteil, dass es am Meer liegt. An den meisten Tagen gibt es immer eine frische Brise, die die hohen Temperaturen erträglich machen. Selbst bei 35 Grad Lufttemperatur kann man sich im Freien aufhalten, wenn eine Brise geht. Dann ist die Luftfeuchte auf mitteleuropäischen Niveau. Sobald jedoch Windstille herrscht, fühlt man sich in die Sahara versetzt. Dann zeigt sich, dass Kapstadt doch auf afrikanischen Boden liegt. Bläst diese frische Brise jedoch am Abend, gibt es eine weitere Überraschung. Sobald die Sonne untergegangen ist, wird es mit einem Schlag richtig kühl. Es passiert, dass nach einem Tag mit Temperaturen von 35 Grad der Abend so kühl ist, dass man eine lange Hose braucht, wenn man im Freien sitzen will. An manchen Tagen überschlägt sich das Wetter. Nach einem sonnigen Beginn kann es plötzlich zur Nebelbildung kommen. Dieser Nebel ist so dicht, dass man keine 20 Meter weit sieht. Dies erlebte ich an den Tagen vor Weihnachten 2012. All diese Wetterphänomene sind lokal begrenzt. Was sich in den Kapstädter Stadtteilen am Atlantik wettertechnisch abspielt, kann 10 km landeinwärts schon wieder komplett anders sein. An einem Platz gibt es sintflutähnliche Regenfälle, am anderen scheint die Sonne.

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Nebel in Kapstadt

Nebel in Kapstadt

Der Cape Doctor – manchmal ein richtiger Sturm

Kapstadt ist berühmt-berüchtigt für seine Stürme aus dem Südosten. Diese können mit Windgeschwindigkeiten von über 130 km / h über das Land fegen. Dann türmen sich die Meereswellen an der Uferpromenade auf und es gibt ein Spektakel, wenn das Wasser dann an den Uferwänden mehrere Meter hoch geblasen wird. An diesem Tagen ist der Aufenthalt im Freien echt gefährlich. An Sommertagen, wenn der Cape Doctor erwartet wird, bildet sich auf dem Tafelberg eine dichte Wolkendecke, die die Sicht total behindert. Außerdem fegen dann über das Tafelbergplateau Stürme, die das Betreten nicht ermöglichen. Wird also an Sommertagen vor dem Cape Doctor gewarnt, sollten Touristen so schnell wie möglich auf den Tafelberg steigen, bevor der Zutritt nicht mehr möglich ist. Bläst der Wind im Winter, dann erwarten die Kapstädter einige ungemütliche Tage. Wer schon mal einen solchen Sturm in Kapstadt erlebt hat, wird um diese Jahreszeit nicht wiederkommen wollen. Das Wetter kann dann richtig mies werden: Temperaturen knapp über Null Grad, Regen und Sturmspitzen, die jeden Regenschirm zerfleddern.

Trotz all der vorgenannten Punkte bleibt der Sommer die beste Reisezeit. Den Dezember und Januar sollte man aus wettertechnischer Sicht, aber auch aus ökonomischen Gründen möglichst vermeiden, da dann alles im Extremen ist.

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One thought on “Besondere Wetterphänomene in Kapstadt

  1. Den Januar meiden?!? Zumindest uns Surfern und Kitern macht es erst richtig Spaß, wenn der Tisch gedeckt ist (die Wolkendecke), und der Doctor zum Tanz auf den Wellen einlädt 😉

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